Wildacker - Anbau, Pflege und Funktion
Das Anlegen eines Wildackers erweist sich in zahlreichen Aspekten als äußerst bedeutsames und zielführendes Vorhaben, das umfassend betrachtet eine vielfältige Bandbreite an Vorteilen und Nutzen mit sich bringt. Um jedoch einen nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten, sind umfangreiche Kenntnisse und eine umfassende Vorbereitung von essenzieller Bedeutung, insbesondere da jeder Eingriff in das natürliche Ökosystem unabdingbar Konsequenzen und Auswirkungen in sich birgt.
Landwirtschaftliche Monokulturen schaden nicht nur dem Boden und den Pflanzen, sondern nehmen auch den Tieren wertvolle Lebensqualität. Wildäcker und Blühstreifen bieten dagegen eine Vielfalt an Wildackerpflanzen, die wiederum zahlreiche Wildarten anlocken. Gerade mehrjährige Wildackermischungen schaffen wertvolle Lebensräume für die heimische Fauna.
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Turtetra ZS ist ein leistungsfähiges Welsches Weidelgras Saatgut für intensive Grünland- und Futterbausysteme. Die Sorte zeichnet sich durch schnellen Auflauf, hohe Keimfähigkeit und zügige Bestandsentwicklung aus. Sie liefert bei mehrmaliger Nutzung hohe, blattreiche Erträge mit guter Futterqualität und überzeugt durch Widerstandsfähigkeit und stabile Bestände. Ideal geeignet für Zwischenfruchtanbau, Ackerfutter, Nachsaaten und die Sanierung von lückigen Beständen. Mit Turtetra ZS erweitern Sie Ihr Sortiment um ein zuverlässiges Qualitäts-Saatgut, das die Anforderungen professioneller landwirtschaftlicher Betriebe sicher erfüllt.
Die Anwendung der von den Landwirtschaftskammern anerkannten Grünlandreparatur- und Nachsaatmischung "Dauerweide Standard G V" fördert eine gleichmäßig dichte Narbe und die Schließung von Fehlstellen. Neben der gezielten Nachsaat mit dieser Mischung kann sowohl separat oder zusätzlich die Mischung "Wildwiese mit Klee und Kräutern" oder die "Reh-und Hasengartenmischung" verwendet werden. Diese Leistungsstarke Nachsaatmischung für normale Lagen, ist besonders gut für intensive Bewirtschaftung geeignet. Die schnelle Jugendentwicklung und hohe Konkurrenzkraft vom Deutschen Weidelgras sind für die Nachsaat ein besonderer Vorteil. Zusammensetzung: Deutsches Weidelgras (15/15/20/10/20/20) (Nach Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft nordwestdeutscher Landwirtschaftskammern - Schleswig-Holstein, Hannover, Weser-Ems, Nordrhein-Westfalen)
Das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) ist eines der wichtigsten Hauptgräser für die meisten Rasenmischungen. Es bildet schmale bis mittelbreite Blätter. Die Keimdauer ist sehr kurz, Keimung nach ca. einer Woche. Es ist sehr belastbar und regenerationsfähig, besitzt aber eine geringe Trockenheitstoleranz. Lolium perenne behält eine gute Winterfarbe.
Um Erträge in Gartenbau- und Landwirtschaft zu sichern und zu steigern, ist es wichtig, Insekten mit Pollen und Nektar zu versorgen. Fortpflanzung, Gesundheit und Ernährung müssen abgesichert sein, um die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen zu gewährleisten. Diese Mischung zeichnet sich durch einen lang anhaltenden Blütezeitraum aus, sodass sie hierfür optimal geeignet ist. Diese Mischung wurde in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Blühende Landschaft entwickelt, welches die Nahrungsversorgung von Insekten stetig verbessert. Zusammensetzung: Schafgarbe, Färberkamille, Ackerglockenblume, Nickende Kratzdistel, Kornblume, Wiesen-Flockenblume, Wegwarte, Wilde Möhre, Natternkopf, Johanniskraut, Färber-Waid, Acker-Witwenblume, Herbst-Löwenzahn, Margerite, Moschusmalve, Weißer Steinklee, Gelber Steinklee, Esparsette, Wilder Majoran, Saatmohn, Klatschmohn, Pastinak, Spitzwegerich, Hederich, Gelber Wau, Färber-Resede, Riesen-Salbei, Kleiner Wiesenknopf, Rote Lichtnelke, Weiße Lichtnelke, Ackersenf, Gemeine Goldrute, Rainfarn, Großblumige Königskerze, Schwarze Königskerze, Heckenzwiebel, Borretsch, Calendula, Buchweizen, Sonnenblume, Lein, Hornklee, Gelbklee, Luzerne, Büschelschön, Gelbsenf, Inkarnatklee, Saatwicke (Je nach Verfügbarkeit der Arten, kann die Zusammensetzung der Mischung innerhalb des angegebenen Qualitätsniveaus variieren.)
Der zweijährige Rübsen auch Winterrübsen, dient vorrangig zur Gründüngung. Hier kann sie den Vorteil, den im Boden vorhandenen Stickstoff vor Auswaschungen zu schützen, voll und ganz ausspielen. Weniger gefragt ist der Rübsen hingegen als Futterpflanze, da sie vom Wild nur in Zeiten eines mangelnden Nahrungsangebots beäst wird. Insgesamt erreichen die Pflanzen eine Wuchshöhe von 30 bis 40 cm. Sie sind sehr genügsam und stellen kaum Ansprüche an Standort und Boden. Im Vergleich zu Raps können Winterrübsen deutlich später ausgesät werden. So erstreckt sich das Zeitfenster für die Aussaat von April bis Oktober. Für eine Fläche von 1.000 m² müssen bei einer Reinsaat 1 kg Saatgut aufgewendet werden. Im Herbst treiben die Pflanzen erneut aus, falls die Aussaat früh im Jahr erfolgt ist.
Der Hornschotenklee ist eine in vielerlei Hinsicht nützliche Pflanze für den Wildacker. Er gehört zu den Hülsenfrüchtlern und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Daher gedeiht er auch mit Vorliebe an warmen, trockenen Standorten mit kalkhaltigem Boden. Der Hornschotenklee ist mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 30 bis 40 cm. Für die Aussaat kommen die Monate März bis September infrage, wobei eine Saatgutmenge von 1,5 kg pro 1.000 m² bei Reinsaat aufzubringen ist. Auf dem Wildacker stellt er besonders für Schalenwild und Hasenartige eine schmackhafte Äsung mit hohem Eiweißgehalt und guter Lockwirkung dar. So lässt in seiner Nähe das Wild von den jungen Trieben und Knospen der Forstpflanzen ab, wodurch Fraßschäden deutlich reduziert werden können.Doch nicht nur als Äsungspflanze wird der Hornschotenklee geschätzt, sondern auch als Bienentrachtpflanze. Die gelben Blüten sind mit sehr zuckerhaltigem Nektar und Pollen gefüllt, der viele Insekten anzieht. Zudem freut sich das Federwild über die Raupen und Larven, welche sich häufig auf dem Hornschotenklee sammeln. Da er leicht giftig, aber für Säugetiere ungefährlich ist, fallen ihm vor allem Schnecken zum Opfer. Diese Eigenschaft ermöglicht den Einsatz gegen Schneckenfraß, vor welchem zum Beispiel Kohlarten geschützt werden müssen. Wie andere Kleearten auch bindet Hornschotenklee den in der Luft verfügbaren Stickstoff im Boden und sorgt so nicht zuletzt für eine natürliche Bodendüngung.
Bei dem Sommerraps 'Petranova' handelt es sich um eine besonders ölhaltige Sorte. Schon kurz nach der Aussaat, welche von Mai bis September erfolgen kann, wachsen die Pflanzen auf bis zu 150 cm heran und sorgen sowohl für eine gute Bodenbedeckung als auch -beschattung. Dadurch wird nicht zuletzt das Aufkommen von Unkräutern effektiv unterdrückt. Da Sommerraps hervorragend in schattigen Lagen wächst, kann er er sogar auf waldigen Flächen angebaut werden. Für eine Reinsaat sind 1,5 kg je 1.000 m² aufzubringen. Der Sommerraps hat sich aufgrund seines hohen Rohmasseertrags als Futterpflanze auf dem Wildacker vielfach bewährt. Während das Federwild gerne das ölhaltige Korn aufnimmt, bevorzugt das Schalenwild die Stängel und Blätter. Das hat zur Folge, dass die jungen Knospen und Triebe von Forstpflanzen deutlich weniger beäst werden. Auf diese Weise kann mit dem Sommerraps auch ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Wildschäden geleistet werden.
Vorwiegend zur Ölgewinnung für die Nahrungsmittel- und Chemieindustrie wird Lein in der Landwirtschaft kultiviert. Die Sorte 'Lirina' gehört dabei zu den ertragreichsten überhaupt und ist ein herausragender Lieferant wertvoller Öle. Auch das verbleibende Ölschrot findet noch Verwendung und wird als diätisches Futtermittel eingesetzt. 'Lirina' ist einjährig und stellt an Standort und Boden keine großen Ansprüche. Die Sorte wächst in trockenen und warmen Lagen gleichermaßen gut wie in kühlen und feuchten. Lößböden, lehmige Sandböden oder sandige Lehmböden sind optimal, Tonböden mit Neigung zu Staunässe eher weniger geeignet. Von April bis August kann das Saatgut ausgebracht werden. Hierfür sind bei Reinsaat 15 kg pro 1.000 m² einzukalkulieren.Für den Wildacker ist Lein ebenfalls ein großer Gewinn. Die Körner sind vitamin-, fett- und glykosereich und stellen nicht nur für Federwild einen begehrten Leckerbissen dar, sondern auch für Schalenwild. Die bis zu 80 cm hohen Pflanzen sorgen darüber hinaus für eine gute Deckung für Niederwild und kleine Schalenwildarten. Die Körner stehen dem Wild als Nahrungsquelle lange zur Verfügung, da die Pflanzenstängel sehr standfest sind.
Glatthafer ist eine Komponente für extensive Bewirtschaftung und zusammen mit Knaulgras ein wertvoller Partner in Kleegrasgemischen für trockene Standorte.
Bei der Rispenhirse 'Kornberger' handelt es sich um eine äußerst anspruchslose Getreidepflanze, die auch auf ärmsten Böden und bei hoher Trockenheit noch gute Erträge liefert. Kennzeichnend für die auch als Echte Hirse bekannte Kulturpflanze sind die breiten Blätter und locker lanzettlich oder kompakt herabhängende Rispe, welche an der einblütigen Ähre wächst. Als Speisehirse ist die Rispenhirse vor allem für den Bio-Landbau von Interesse. Gründe hierfür sind einerseits der geringe Bedarf an Nährstoffen und andererseits das Fehlen nennenswerter Krankheiten und Schädlinge, die den Pflanzen gefährlich werden können.Wird die Rispenhirse auf dem Wildacker angebaut, dient sie vor allem dem Federwild wie Rebhuhn und Fasan als schmackhafte und energiereiche Körneräsung. Da die einjährigen Pflanzen ferner bis zu 2 m hoch werden, finden nicht nur Niederwild-, sondern auch Schalenwildarten genügend Schutz und Deckung im Pflanzenbestand. Im Mai und Juni ist die Aussaat der Rispenhirse möglich, wobei im Falle einer Reinsaat für 1.000 m² eine Saatgutmenge von 2 kg vonnöten ist.
Das zu den Süßgräsern zählende Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) wird im landwirtschaftlichen Anbau vor allem als Energiepflanze kultiviert. Überall dort, wo Mais wegen zu hoher Erosionsgefahr nicht angebaut werden kann, kommt es als Alternative zum Einsatz. Zudem wird Rohrglanzgras als Wildackerpflanze eingesetzt. Ab dem 2.-3. Standjahr entfaltet sich die Pflanze zur vollen Größe. Hier erfüllt es mit seiner Wuchshöhe zwischen 150 und 200 cm einerseits den Zweck der Deckung, besonders als Brutdeckung. Andererseits dient das mehrjährige Rohrglanzgras aber auch als schmackhafte Äsung für Dam-, Rot-, Sika- und Muffelwild. Rohrglanzgras benötigt eher feuchte Standorte. Da am Anfang die Pflanze sehr schwach wächst, sollte Rohrglanzgras zur Unterstützung möglichst mit Mischungspartnern ausgebracht werden. Bewährt hat sich eine Menge von 1 kg je 1.000 m² für eine Reinsaat. Wird es auf Wildäckern ausgesät, die auch zur Bejagung von Schalenwild dienen, ist es ratsam, schon kurz nach dem Auflaufen der Pflanzen Schneisen zum Ansprechen sowie zur Schussabgabe anzulegen.
Bei dem einjährigen Perserklee handelt es sich um eine ertragreiche Wildackerpflanze, die vorwiegend zur Futterproduktion und Gründüngung angebaut wird. Wie alle Kleearten ist er reich an Eiweiß und wirkt auf Schalenwild und Feldhasen besonders attraktiv. Schon früh im Jahr bietet er ihnen eine schmackhafte Äsung und hält dank seiner hohen Wüchsigkeit auch Verbiss gut aus. Während der Blütezeit ziehen die wohlriechenden Blüten unzählige Insekten auf Nektarsuche an und liefern auch diesen ein wertvolles Nahrungsangebot. Gerade in unserer von Monokulturen geprägten Kulturlandschaft leistet der Perserklee somit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Da er mittels Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff anreichert, spielt er nicht zuletzt bei der Gründüngung eine wichtige Rolle.Perserklee ist auch als Wende-Klee bekannt und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Hierzulande kommt er in natürlicher Form nur eingeschleppt vor. Aufgrund seiner Herkunft bevorzugt er warme Böden, die gut mit Wasser versorgt sind, ist sonst aber anspruchslos. Bei einer Reinsaat sind 2 kg Saatgut je 1.000 m² erforderlich. Das Zeitfenster für die Aussaat ist von April bis August geöffnet.
Der Landesjagdverband NRW empfiehlt u. a. diese mehrjährige Wildackermischung als sicherste ihrer Art. Dort, wo Dauerdeckung für das Wild die Hauptrolle spielt, gibt es zurzeit mit Sicherheit keine optimalere Alternative. Die WSM 3 dient als Setz- und Brutdeckung auf nicht zu trockenen Böden, ist also ideal für langfristige Begrünungen von bis zu 20-jährigen Wildschutzflächen, Renaturierungen und Ausgleichsmaßnahmen. Überdies bewährt sie sich als Heckenalternative. Diese Wildschutzmischung benötigt eine Entwicklungszeit von drei Jahren, allerdings sorgt die Rohrglanzgras-Komponente bereits in den ersten zwei Jahren für ganzjährige Äsung und Deckung. Das Rohrglanzgras bringt dann im 2.-3. Jahr die nötige Deckung. Da dieses Süßgras - wie auch die WSM 1 und WSM 2 - Gelbsenf, Ölrettich und Phacelia enthält, ist durch kontrollierte Beschattung im Anbaujahr eine gute Unterdrückung von unerwünschten einjährigen Ackerwildkräutern gewährleistet. Es erreicht eine Höhe von bis zu 1,50 m und bietet im ersten Anbaujahr eine Deckung sowie reichlich Äsung von bis zu 0,75 m - optimal für das Hoch- und Niederwild! Als Lockäsung und Arzneipflanze dient der enthaltene Spitzwegerich. Die Aussaat im Frühjahr wird besonders empfohlen, hier gibt es für unser Flugwild eine Körneräsung von Gelbsenf und Ölrettich gratis dazu. Pflege: Keine besondere Pflege bei fachgerechter Bewirtschaftung notwendig. Kann bei Bedarf ab dem 2. Jahr einmal jährlich im Herbst gemäht oder gemulcht werden. Düngung: 200 kg Volldünger je ha. Zusammensetzung: Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rotklee, Weißklee, Knaulgras, Wiesen-Lieschgras, Glatthafer, Rohrglanzgras, Hornschotenklee, Fenchel, Spitzwegerich, Pastinak, Wegwarte, Natternkopf (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.) Diese Mischung können Sie mit folgenden Arten ergänzen: + 1 kg Futtermalve = 1 kg + 20 kg WSM 3® = 21 kg/ha - WSM 3® plus (Gesamtaussaatmenge pro Hektar)
Die Herbstmastsimulation beim Schalenwild erreichen Sie mit Hilfe unseres Herbst- und Winteräsungsgemisches. Das Massenangebot an gehaltvollem Getreide und überjährigen Blatt- und Knollenfutterpflanzen begeistert das gesamte Schalenwild, einschließlich Rehwild, Hasen und selbst Fasane. Früh einsetzendes Äsungsangebot über den Winter hinaus zeichnet diese Mischung aus. Bei ausreichender Nährstoffversorgung bildet der Kohl auch bei Schneelage eine reichhaltige Äsung. Zusammensetzung: Futtergrünkohl, Futterkohl-Furchenkohl, Kulturmalve, Rübsen, Winterraps, Buchweizen, Schwarzhafer, Gelbhafer, Herbstrübe (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.) Diese Mischung können Sie mit folgenden Arten ergänzen: + 10 kg Waldstaudenroggen = 10 kg + 30 kg Herbst- und Winteräsungsgemisch = 40 kg/ha - Herbst- und Winteräsungsgemisch plus (Gesamtaussaatmenge pro Hektar)
Bei dem Waldstaudenroggen (Secale multicaule) handelt es sich um eine wertvolle Pionierpflanze mit langer Anbautradition. Fast 7.000 Jahre reicht seine Geschichte zurück, weshalb er auch als "Ur-Roggen" bezeichnet wird. Der große Vorteil des Waldstaudenroggens ist seine Anspruchslosigkeit an Standort und Boden. Diese hat zur Folge, dass er gänzlich ohne Bodenvorbereitung auf Rohböden als Ersteinsaat ausgesät werden kann. Sogar auf nährstoffarmen Sandböden gedeiht er problemlos. Holzeinschlagsflächen oder Rückeschneisen bieten sich beispielsweise für eine Aussaat an. Unter Aufbringung von 9 kg Saatgut je 1.000 m² kann der Waldstaudenroggen von Mai bis Oktober in die Erde gebracht werden.Die zweijährige, bis zu -25 °C frostharte Pflanze wächst schnell heran und erreicht eine Wuchshöhe von stattlichen 1 bis 2 m. Damit bietet sie vielen verschiedenen Wildarten eine ausgezeichnete Deckung. Im zweiten Anbaujahr wird Waldstaudenroggen weniger beäst. Kommt es aber zu Mangelzeiten, liefert er den Tieren auf dem Wildacker dennoch ein brauchbares Futter.
Bei dem Rotklee 'Lucrum' handelt es sich um eine diploide Sorte, die als Futterpflanze auf dem Wildacker sehr geschätzt wird. Die Anbautradition des auch als Wiesenklee bekannten Rotklees reicht in Deutschland bis ins 11. Jahrhundert zurück. Er ist ein wichtiger Bestandteil von mehrjährigen Gemengen und kann von März bis September über einen langen Zeitraum ausgesät werden. Bei Reinsaat sind 2 kg Saatgut je 1.000 m² aufzubringen. Frische und nährstoffreiche Böden sind als Standort ideal. Da Rotklee nicht nur widerstandsfähig gegenüber Krankheiten ist, sondern auch Kälte und Frost gut verträgt, kann er auch in alpinen Lagen bis über 2.000 m angebaut werden.Als eiweißreiche Äsungspflanze wirkt 'Lucrum' auf Hasen sowie Rot-, Dam-, Reh- und Sikawild besonders anziehend. Daneben gilt er aufgrund seiner nektarreichen roten Blüten als ausgezeichnete Bienentrachtpflanze. Zur Bodenverbesserung leistet Rotklee ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Die 40 cm hohen Pflanzen wurzeln bis zu 2 m tief und binden mittels Knöllchenbakterien an den langen Wurzeln den Stickstoff aus der Luft im Boden, der dann anderen Pflanzen gleichermaßen zur Verfügung steht.
Die Jagdschneisenmischung enthält attraktive und niedrige Pflanzenarten, um den Bewuchs möglichst tief zu halten. Dennoch wird das Wild optimal angesprochen ohne, dass dieses zwischen dem Bewuchs verschwindet. Da wo viele Wildackerpflanzen durch die gute Nährstoffversorgung zwischen Raps- oder Maisanbau zu hoch und zu dicht werden, bildet diese Mischung die perfekte Grundlage für eine artenreiche Schneise in diesen sonst undurchsichtigen Flächen. Sojabohnen mit etwa 37 % und Futtererbsen bis zu 25 % Eiweiß sind für das Schwarzwild ein wahrer Wildmagnet. Die Eiweißqualität des Sojaproteins ist mit dem des tierischen Eiweißes vergleichbar, was die Sojabohne von anderen Pflanzen abhebt. Serradella, Esparsette, Sommerwicke, Alexandrinerklee, Bockshornklee, Inkarnatklee, Luzerne, Perserklee, Rotklee, Schwedenklee und Weißklee haben ebenfalls einen hohen Eiweißgehalt. Ihre Blattmasse, Blüten und Schoten stehen beim Schalenwild ebenfalls als Äsung hoch im Kurs. Der Anteil an Futtermöhre und Petersilie haben eine zusätzliche Lockwirkung. Der Großteil der enthaltenen Pflanzen ist niedrig wachsend oder niederliegend. Die aufrechter wachsenden Arten, Luzerne, Bockshornklee und Sojabohne sind anteilig so verteilt, dass trotzdem ausreichend niedrige Flächen dazwischen bleiben. Bei ausreichend Licht und Nährstoffen kann diese Mischung auch im Wald angebaut werden. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. Eine (N) Stickstoffgabe ist nicht erforderlich. P/K/MgO = Versorgungsstufe B Zusammensetzung: Sojabohne, Futtererbse, Futtermöhre, Serradella, Esparsette, Sommerwicke, Alexandrinerklee, Bockshornklee, Inkarnatklee, Luzerne, Perserklee, Rotklee, Schwedenklee, Weißklee, Petersilie (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Bei der Futtererbse handelt es sich um eine Zwischenfruchtpflanze zur Futtergewinnung und Bodenverbesserung. Sie weist eine hervorragende Jugendentwicklung auf und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 150 cm. Insbesondere Schwarz- und Schalenwild liefert die Futtererbse dank ihrer hohen Leistung an Trockenmasse und Rohprotein eine schmackhafte Äsung. Zugleich bedeckt sie durch ihr rasches Wachstum den Boden in kurzer Zeit und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Unkrautunterdrückung. In der Anzucht zeigt sich die Futtererbse sehr unkompliziert. Sie ist für alle Böden geeignet und wird überwiegend im Gemenge mit Wicken und Ackerbohnen angebaut. Die Aussaatzeit beläuft sich auf die Monate von Mai bis August. Pro 1.000 m² müssen im Falle einer Reinsaat 15 kg Saatgut bei einem Tausendkorngewicht von 150 bis 200 g aufgewendet werden.
Die Ackerbohne wird nicht ohne Grund auch als "Saubohne" bezeichnet, denn insbesondere für Wildschweine stellt sie - fernab von Hafer, Mais und Weizen - eine überaus geschätzte Futterpflanze dar. Die Sorte 'Tiffany' bildet hierbei keine Ausnahme. Sie kann ab Februar ausgesät werden, um dem Schwarzwild schon in den Sommermonaten eine schmackhafte und eiweißreiche Körneräsung zu bieten. Darüber hinaus lassen die 1 bis 2 m hohen Pflanzen aufgrund ihrer langen Blütezeit eine üppige Nektar- und Pollenoase für Bienen, Hummeln & Co. entstehen.An die Wasserversorgung stellt die Ackerbohne über die gesamte Kulturdauer hinweg hohe Ansprüche. Standorte, die im Frühjahr noch niederschlagsreich, im Sommer aber eher trocken sind, kommen daher für einen erfolgreichen Anbau nicht infrage. Bewährt haben sich mittlere und schwere Böden, da diese das Wasser gut speichern können. Die Aussaat kann bis in den August hinein erfolgen, wobei eine Saatgutmenge von 20 kg je 1.000 m² für eine Reinsaat einzuplanen ist. Nach der Aussaat entwickeln die Pflanzen schnell ein ausgedehntes Wurzelsystem mit dicken Pfahlwurzeln. Über diese können in hohem Maße Stickstoff im Boden gebunden und auch Phosphatvorräte erschlossen werden.
Bei der Süßlupine 'Probor' handelt es sich um eine blaue Süßlupine, die bitterstoffarm ist und deren zur Reife gekommene Samen einen hohen Eiweißgehalt aufweisen. Aus diesem Grund ist sie bestens als Futterpflanze auf dem Wildacker geeignet, zumal sie vom Wild komplett beäst wird. Darüber hinaus schafft 'Probor' mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 cm ausreichend Deckung für bodenbewohnendes Wild.Von April bis August ist die Aussaat der Lupinensamen möglich. Je 1.000 m² Anbaufläche sind bei einer Reinsaat 20 kg Saatgut erforderlich. Im Vergleich zur gelben Lupinen ist 'Probor' als blaue Lupine weniger kalkempfindlich. Es ist dennoch empfehlenswert, das Saatgut nur auf leichten und mittleren Böden auszubringen, die einen pH-Wert zwischen 5,0 und 6,8 aufweisen. 'Probor' kann neben dem Einsatz als Wildfutterpflanze übrigens auch für Bodenkuren verwendet werden. Die Pflanzen binden im Boden den Luftstickstoff über Knöllchenbakterien und machen diesen für Nachfolgepflanzen verfügbar.
Durch die Kombination von Heilkräutern und Klee dient diese bewährte Kräutermischung der Stärkung der Abwehrkräfte und trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Auf im Revier verteilten Kleinflächen von beispielsweise 10 m x 10 m werden Hasen, Kaninchen und Schalenwild durch die Zusammenstellung interessanter und abwechslungsreicher Sorten - die in der Natur selten geworden sind - angelockt. Auch erhöht sich die Vielfalt der Arten durch Beimischung zu anderen mehrjährigen Mischungen. Zusammensetzung: Dill, Weißklee, Schwedenklee, Rotklee, Gelbklee, Hornschotenklee, Incarnatklee, Luzerne, Kulturmalve, Schafgabe, Ringelblume, Glockenblume, Hirtentäschel, Wilder Kümmel, Gemeine Wegwarte, Wilde Möhre, Gemeiner Fenchel, Petersilie, Bibernelle, Spitzwegerich, Kleiner Wiesenknopf, Löwenzahn (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Der Gelbe Bokharaklee (Melilotus officinalis) stammt aus der Familie der Hülsenfrüchtler und wird auch als Echter oder Gelber Steinklee bezeichnet. Früher wurde er hauptsächlich zur Bodenverbesserung eingesetzt, da seine bis zu 2 m tief reichenden Wurzeln Kies und Geröll gut festigen und somit vor Abtragung schützen können. Zudem besiedelte er steinige Böden generell überdurchschnittlich gut. Heute liegt der besondere Reiz des Bokharaklees jedoch vielmehr in seiner hervorragenden Tauglichkeit als Gründüngungspflanze. So ist er ein ausgezeichneter Stickstofffixierer und trägt ebenfalls zur Bodenbildung bei.Als Futterpflanze sollte der Gelbe Bokharaklee jedoch auch nicht unterschätzt werden. Die bis zu 2 m hohen Pflanzen liefern die höchsten Masseerträge aller Futterpflanzen und sind für Schalenwild ein echter Leckerbissen. Zur Blütezeit zwischen Mai und September tun sich außerdem jede Menge Insekten an den nektarreichen Blüten gütlich. Die Aussaat des mehrjährigen Gelben Bokharaklees kann zwischen April und August stattfinden. Mit Vorliebe gedeiht er auf trockenen und nährstoffreichen Böden. Sollte der pH-Wert weniger als 5,6 betragen, ist eine Kalkung empfehlenswert. Bei Reinsaat ist mit einer Saatgutmenge von 2,5 kg pro 1.000 m² zu rechnen.
Diese Mischung ist ein Wild-Eldorado und eine Schmetterlingswiese. Sie bietet hervorragende Äsung und Deckung. Mit hohen Honig- und Pollenerträgen ernährt sie viele Wildbienenarten und dutzende Falterarten. Sie ist eine Weiterentwicklung aus seit Jahrzehnten bewährten Komponenten mit konkurrenzstarken und ausdauernden Wildpflanzen. Die Erprobungsphase dieser Mischung dauerte von 2014 bis 2020 und umfasste mehrere Reviere und viele Hektar landwirtschaftliche Versuchsflächen. Die Mischung enthält 45 Kultur- und Wildarten. Eine bezahlbare, artenreiche Mischung mit einem hohen Wildpflanzenanteil. 7-14 Tage nach der Aussaat erscheinen die ersten Keimlinge, die bei guten Wetterverhältnissen schnell unerwünschte Wildkräuter unterdrücken. Nach etwa 4 Wochen (Pflanzen ca. handflächenhoch), kann man einen Stickstoff-Einzeldünger geben (50 kg N Reinnährstoff). Etwa 6 Wochen nach Aussaat besteht eine erste sichere Brut- und Setzdeckung. Senf, Ölrettich und Phacelia dominieren zu dieser Zeit als Deckfrucht und sind ein Insektenmagnet. Im Laufe des Sommers entwickeln sich Buchweizen, Sonnenblumen, Kreuzblütler und Leguminosen zur gehaltvollen Herbst- und Winteräsung. Niederwilddeckung und Nahrung für Insekten ist ausreichend vorhanden. Diese Mischung hat ein ausgewogenes Blüh-, Blatt und Körner-Verhältnis. So ist gewährleistet, dass über den gesamten Anbauzeitraum alles in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Bis zum Frühjahr des zweiten Jahres haben sich die mehrjährigen Wildkräuter und Süßgräser voll entwickelt. Im 2. Anbaujahr bietet der Waldstaudenroggen, zusammen mit den anderen Süßgräsern und den verbliebenen Pflanzen aus dem ersten Anbaujahr, eine hervorragende Brut- und Setzdeckung. In den trockenen Stängeln haben bereits die ersten Insekten überwintert. Im Sommer erreicht die Blühmischung eine Höhe von etwa 1,75 m. Zwei- und mehrjährigen Pflanzen sind in voller Blüte und ein Insektenparadies. Zum Herbst und Winter bleiben die hohen Stängel der Karde und die Blütenstängel der Süßgräser als Deckung und Körneräsung stehen. Blatt- und Körneräsung für das Niederwild sind weiter vorhanden. Im dritten bis fünften Jahr dominieren die mehrjährigen Pflanzenarten und Stauden. Ein- und zweijährige Arten treten teils weiter auf, da sich einige Pflanzen gut über Samen weitervermehren. Die Mischung bekommt einen artenreichen Blühwiesen-Charakter. Inzwischen haben sich auch nicht flugfähige Insektenarten, Kleinsäuger und eventuell sogar Reptilien angesiedelt. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. N 50 kg/ha P/K/MgO = Versorgungsstufe C Zusammensetzung: Buchweizen, Sonnenblumen, Waldstaudenroggen, Winterfutterraps, Futterkohl Furchenkohl, Winterrübsen, Herbstrübe, Rohrglanzgras, Knaulgras, Glatthafer, Wiesen-Lieschgas, Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rotklee, Weißklee, Hornschotenklee, Luzerne, Spitzwegerich, Gemeiner Fenchel, Wiesen-Kerbel, Brauner Dost, Gemeiner Pastinak, Borretsch, Korn-Flockenblume, Skabiosen Flockenblume, Wiesen-Flockenblume, Gemeine Wegwarte, Wiesen-Pippau, Wilde Möhre, Roter Fingerhut, Wilde Karde, Gewöhnlicher Natternkopf, Echtes Johanniskraut, Wiesen-Bocksbart, Wiesen-Witwenblume, Wiesen Sauerampfer, Gewöhnliches Seifenkraut, Weiße Lichtnelke, Rainfarn, Gemeiner Löwenzahn, Große Brennnessel, Echter Baldrian, Großblütige Königskerze, Schwarze Königskerze (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Der auch als "Bastardklee" bekannte Schwedenklee ist eine europaweit verbreitete sommergrüne, mehrjährig und ausdauernd wachsende Wildackerpflanze. Wie viele andere Kleearten ist auch der Schwedenklee sehr eiweißreich, jedoch weniger schmackhaft. Als einzige Pflanze auf dem Wildacker wird er aber dennoch vom Wild gut angenommen. Alternativ ist eine Mischung mit anderen Pflanzen problemlos möglich. Zur Blütezeit in den Monaten von Mai bis August stellen die 30 bis 40 cm hohen Pflanzen aufgrund ihrer nektarreichen Blüten eine begehrte Nützlingsoase dar. Anders als Rotklee fühlt sich der Schwedenklee auch in feuchten Lagen wohl. Rauere klimatische Bedingungen, tiefe Temperaturen und sogar zeitweise Überschwemmungen verkraftet er ebenfalls gut. Da er eine höhere Selbstverträglichkeit mitbringt und weniger anfällig gegen Kleekrebs ist, gilt der Schwedenklee im Vergleich zu Rotklee als geeignetere Zwischenfruchtpflanze. Mittels Knöllchenbakterien kann er den Stickstoff aus der Luft binden und zu einer Bodenverbesserung beitragen. Bei Reinsaat müssen je 1.000 m² 2 kg Saatgut bereitgehalten werden. Von Mai bis August ist das Zeitfenster für Aussaat geöffnet.
Die Kulturmalve 'Sylva' ist eine mineralstoffreiche Wildackerpflanze, die aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln nicht nur sehr trockenresistent ist, sondern auch für eine exzellente Bodenbedeckung sorgt. Sogar auf mageren Sandböden wachsen die Pflanzen rasch heran und halten beinahe jedes Unkraut effektiv zurück. Die anspruchslose Pflanze bevorzugt keine bestimmten Böden, sollte aber nicht Staunässe ausgesetzt sein. Da ihr Samen sehr hartschalig ist, kann es nach dem Anbau in den folgenden Jahren immer wieder zu Durchwüchsen kommen.Für die Aussaat steht von März bis August ein langes Zeitfenster offen. Im Falle einer Reinsaat sind 10 kg je 1.000 m² einzukalkulieren. Für Wildäcker eignet sich 'Sylva' aus zwei Gründen besonders gut: Zum einen stellen die Pflanzen für Schalenwild eine schmackhafte Äsung dar. Zum anderen blühen die mehrjährigen, bis zu 200 cm hohen Pflanzen bis in den Spätherbst hinein und bieten vielen Insekten auf Nahrungssuche damit lange einen reich gedeckten Tisch.
Das Knaulgras findet seine Verwendung als Grünfutter oder Heu. Es ist vergleichsweise zu anderen Arten früh in der Entwicklung, massenwüchsig, winterhart und ausgesprochen unempfindlich gegen Trockenheit. Abgesehen von zu feuchten Standorten ist es sehr anpassungsfähig.
Diese Mischung mit nahrhaften Wildäsungspflanzen sorgt in Revieren mit Hochwildvorkommen für ein kontinuierliches Äsungsangebot bis in den Winter hinein. Dies minimiert forst- und landwirtschaftliche Schäden. Die Pflanzenarten besitzen eine hohe Regenerationsfähigkeit und treiben immer wieder mit frischem Grün aus. Sie bedecken rasch die Bodenoberfläche und wirken einer Bodenaustrocknung entgegen. Die Mischung dient als Lockäsung für Reh-, Damm-, Schwarz-, Muffel- und Rotwild und ist für Greening-Maßnahmen anerkannt. Zusammensetzung: Buchweizen, Futterraps (Winterraps), Futtermalve, Süßlupine, Gelbsenf, Herbstrübe (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Für angelegte Wildackerflächen stellen wir ein Informationsschild bereit. Hier werden die Passanten im Besonderen darauf hingewiesen, dass hier eine Ruhezone für Wildtiere geschaffen wurde und Hunde aus diesem Bereich ferngehalten werden sollten. Maße: ca. 57 x 38 x 0,5 cm
Die mehrjährige Luzerne wird nicht ohne Grund als "Königin der Futterpflanzen" bezeichnet. Im Hinblick auf den äußerst hohen Futterwert und der hervorragenden Lockwirkung ist diese Bezeichnung mehr als verdient. Die Pflanzen sind reich an Proteinen, Vitaminen und Lysinen. Insbesondere für Schalenwild stellen sie einen schmackhaften Leckerbissen dar. Gerade bei mehrjährigem Anbau wird ein mit Luzerne bepflanzter Wildacker dadurch zu einem dauerhaften Anlaufpunkt für das Wild. Wenn die Pflanzen in Blüte stehen, stellen sie für Hummeln als hauptsächliche Bestäuber, aber auch für andere Nektar und Pollen suchende Insekten zudem eine wertvolle Nahrungsquelle. Dank der symbiotischen Beziehung mit Knöllchenbakterien, welche sich an den Wurzeln der Pflanzen sammeln, kann die Luzerne den Luftstickstoff im Boden fixieren und diesen so mit dem wertvollen Pflanzennährstoff anreichern. Für die Aussaat des Saatgutes kommen die Monate von Mai bis August infrage. Bei einer Reinsaat wird mit 2,5 kg Saatgut pro 1.000 m² geplant. An den Boden stellt die Luzerne sehr hohe Ansprüche, um optimal wachsen zu können. Staunässe und nur wenig Bodentemperatur verträgt sie nicht, dafür umso mehr warme, durchlässige und sauerstoffreiche Böden, welche sie gut durchwurzeln kann. Auch sollte der pH-Wert nahezu neutral sein.
Der aus der Familie der Hülsenfrüchtler stammende Bockshornklee 'Trigonella' wurde ursprünglich im Mittelmeerraum kultiviert, fühlt sich aber auch hierzulande seit Jahrhunderten wohl, wenngleich er nicht winterhart ist und daher nur einjährig wächst. Bemerkenswert ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen, so zum Beispiel Eiweiß, ätherische Öle und Gerbstoffe. Das macht ihn nicht nur zu einer traditionsreichen Heilpflanze, welche auch für die moderne Medizin noch für Interesse ist, sondern auch zu einer Pflanze mit hoher Lockwirkung auf dem Wildacker. So ziehen die würzig riechenden Samen zahlreiche Wildarten derart effektiv an, dass mithilfe des Bockshornklees ganze Bestände an einen Ort gebunden oder alternativ weggelockt werden können.In der Zeit von März bis Juli werden die Samen des Bockshornklees ausgebracht, idealerweise an sonnigen Standorten mit einem eher lehmigen, trockenen und stickstoffarmen Boden. Dafür wird bei Reinsaat eine Saatgutmenge von 2 kg pro 1.000 m² Fläche benötigt. Wichtig ist, direkt nach der Aussaat die Samen vor Tierfraß zu schützen, da auch diese schon eine hohe Anziehungskraft und Lockwirkung aufweisen.
Bei dem einjährigen Ölrettich handelt es sich um eine rasch wachsende Nutzpflanze, die vielseitig eingesetzt werden kann. So schafft sie auf dem Wildacker mit gut 100 cm Höhe eine hervorragende Deckung und die reifen Fruchtstände liefert zudem eine wertvolle Körneräsung. Daneben wird Ölrettich oft als Zwischenfrucht zur Gründüngung angebaut. Während seine Blätter den Boden gut beschatten, lockern die tiefreichenden Wurzeln den Boden effektiv auf und schützen ihn zudem vor Erosion. Insbesondere in Zuckerrübenfruchtfolgen wird Ölrettich auch als Fangpflanze eingesetzt, wenn es darum geht, Bodennematoden zu bekämpfen.Der Ölrettich ist eine sehr anpassungsfähige und nur wenig spätfrostempfindliche Pflanze. Für die Aussaat kommen die Monate von April bis August infrage. 2,5 kg Saatgut sind bei einer Reinsaat für 1.000 m² erforderlich. Die besten Anbauergebnisse lassen sich auf durchlockerten, nährstoffreichen Böden erzielen.
Diese Phacelia ist eine schnell wachsende Sorte, die zum einen als Gründüngungspflanze eingesetzt wird und zum anderen als ausgezeichneter Nützlingsmagnet bekannt ist. Wenn die einjährigen Pflanzen ihre blauen, besonders nektarhaltigen Blüten entfalten, werden sie von Bienen, Hummeln & Co. in großer Zahl angeflogen. Das wiederum weiß das Federwild zu schätzen, weshalb die Phacelia auch für dieses indirekt eine hervorragende Nahrungsquelle darstellt. Für die Gründüngung ist Phacelia insofern interessant, als sie ein komplexes Wurzelsystem bildet und darüber viele Bodennährstoffe aufnimmt. Sterben die Pflanzen später ab und werden in den Boden eingearbeitet, werden die gebundenen Nährstoffe wieder freigesetzt und kommen der Nachfolgefrucht zugute. An sonnigen Standorten kann die Phacelia auf allen Böden von April bis September ausgebracht werden. Erforderlich sind bei einer Reinsaat 2 kg Saatgut für je 1.000 m²
Bei diesem Gelbsenf handelt es sich um eine schnell wachsende Sorte, die Unkraut gut unterdrückt. Die Pflanzen bilden ein weitreichendes Wurzelnetzwerk, welches den Boden lockert und für nachfolgende Pflanzenarten besser erschließbar macht. Nach dem Abfrieren kann der Gelbsenf zudem in den Boden eingearbeitet werden, um diesen mit Nährstoffen anzureichern.Abgesehen von der Eignung als Gründüngungspflanze ist der Gelbsenf aufgrund seiner ölreichen Samen aber auch eine hervorragende Futterpflanze für bodenbewohnendes Federwild. Zudem wissen Rebhuhn und Fasan die gute Deckung der 120 cm hohen Pflanzen zu schätzen. An sonnigen bis halbschattigen Standorten mit humosen, kalkhaltigen Böden wächst Gelbsenf optimal. Er kann von Mai bis September ausgesät werden und erfordert bei einer Reinsaat eine Saatgutmenge von 2 kg je 1.000 m².
Bei dem Inkarnatklee handelt es sich um eine aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze, die auch als Blutklee bekannt und auf dem Wildacker zum Zwecke der Äsung und Bodenverbesserung eingesetzt wird. Vor allem das Dam-, Rot-, Muffel- und Sikawild weiß die proteinreiche Futterpflanze sehr zu schätzen, zumal der schmackhafte Inkarnatklee dank seines schnellen Wachstums schon früh im Jahr beäst werden kann. Hinzu kommt, dass die Pflanzen mit an den Wurzeln befindlichen Knöllchenbakterien in den Lage sind, den Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und über die Wurzeln an den Boden wieder abzugeben. Die Pflanzen, welche auf den Inkarnatklee folgen, sind dadurch dann bestens mit dem wichtigen Nährstoff versorgt. Der genügsame Inkarnatklee wächst auf lehmigen Sandböden oder Lehmböden am ertragreichsten. Ausreichend Kalk sollte im Boden vorhanden sein. Die Aussaat ist von April bis August unter Aufbringung von 3 kg je 1.000 m² bei Reinsaat möglich. Die lilafarbenen Blüten des einjährigen, ca. 50 cm hohen Inkarnatklees lassen ihn während der Blütezeit zu einer wertvollen Bienentrachtpflanze werden.
Der Weißklee ist sehr ertragreich, mit hoher Narbendichte und guter Gesundheit. Dadurch, dass dieser Weißklee säurearm ist, wird dieser auch vom Wild angenommen. Mittlerer bis hoher Proteingehalt und gute Schmackhaftigkeit sind Grundlage für einen hohen Futterwert. Er gedeiht am besten auf schwerem, feuchtem Boden bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Die Winterhärte ist ausreichend. Weißklee ist die einzige Futterleguminose, die intensiver Beweidung auf Dauer standhält. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien ist Weißklee in der Lage, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden. Damit schafft er eine wertvolle Nährstoffvoraussetzung für Folgekulturen. Die Aussaat kann bereits im März erfolgen und ist bis in den September hinein möglich. Schwere, feuchte Böden und eine hohe Luftfeuchtigkeit bieten ideale Wachstumsbedingungen. Für eine Reinsaat sind 2 kg je 1.000 m² einzuplanen.
Die zu den Hackfrüchten gehörende Runkelrübe 'Eckdorot' ist mit ihren roten, walzenförmigen Rüben eine hervorragende Futterpflanze für den Wildacker. Tatsächlich zählt sie zu den produktivsten Futterpflanzen überhaupt. Die überirdisch wachsenden Rüben enthalten viel Wasser und sind ein echter Wildmagnet. In Zeiten, wo im Revier Wassermangel herrscht, hilft die Runkelrübe, Wildschäden zu vermeiden, indem sie das Wild von den sonst beästen Knospen und Trieben der Forstpflanzen weglockt. Als Deckungspflanze ist die 50 cm hohe Runkelrübe aufgrund ihres dichten Blattwerks wiederum für das Niederwild von Bedeutung.An den Standort stellt die Runkelrübe 'Eckdorot' keine besonderen Ansprüche, weiß aber sonnige Lagen und kalkreiche Erde zu schätzen. Zur Aufwertung des Bodens tragen die Pflanzen selbst bei, wenn die Blätter von nicht beästen Rüben absterben und dann als wertvolle Gründüngung auf dem Wildacker verbleiben. Um eine Fläche von 1.000 m² bei Reinsaat mit der Runkelrübe 'Eckdorot' zu bestellen, sind 1 kg Saatgut erforderlich. Die Aussaat kann von März bis Mai erfolgen.
Mit ihren großen, bis zu 30 cm im Durchmesser messenden Blütenköpfen sorgt die Feldsonnenblume nicht nur für ein strahlend gelbes Blütenmeer. Vielmehr bietet sie auf dem Wildacker dem heimischem Federwild nach der Samenreife auch ein ausgezeichnetes Körnerfutter. Die Sonnenblume ist einjährig und wächst nach der Aussaat, welche von Mai bis August möglich ist, schnell heran. Voraussetzung dafür ist ein warmer, mittelschwerer und gut durchlüfteter Boden an einem sonnigen Standort. Zudem sollte eine ausreichende Wasserversorgung gegeben sein, da Sonnenblumen aufgrund ihrer Wüchsigkeit einen hohen Wasserbedarf haben. Hinsichtlich der Saatgutmenge müssen bei Reinsaat 3 kg je 1.000 m² eingeplant werden. Unter optimalen Bedingungen wächst Sie auf bis zu 2 m heran. Der Wuchs ist aufrecht und das Laub an den leicht behaarten Stielen herzförmig bis lanzettlich geformt. Zur Blüte kommen die Pflanzen in der Zeit von Ende Juni bis Oktober. Bei der Bestellung eines Wildackers wird 'GTS Favorit' insbesondere als Mischungspartner und Stützfrucht eingesetzt.
Bei dem Gelbklee handelt es sich um eine ein- oder zweijährige Pflanze, die grün überwintert. Gelbklee ist in Europa und Asien heimisch und als Hopfenklee, Hopfen-Luzerne oder Zetterklee ebenfalls bekannt. Mit Vorliebe gedeiht der Gelbklee auf sommerwarmen, kalkhaltigen Löß- und Lehmböden, die eine gute Nährstoffversorgung bieten. Auf Nässe reagiert er empfindlich. In der Zeit von April bis August ist die Aussaat der Gelbkleesamen möglich, wobei eine Menge von 2 kg je 1.000 m² bei Reinsaat aufzubringen ist.Im Vergleich zu Rotklee ist Gelbklee bitterer im Geschmack. Das hat zur Folge, dass er trotz eines hohen Eiweißgehaltes vom Wild weniger gut angenommen wird. Seine Stärken spielt Gelbklee aber umso mehr im Hinblick auf die Bodenverbesserung aus. Da er im zweiten Jahr zügig austreibt, unterdrückt er unerwünschte Beikräuter zuverlässig. Die viele Biomasse, welche der Gelbklee bildet, eignet sich zudem als Gründüngung hervorragend. Nicht zuletzt sind die Pflanzen zur Blütezeit eine wertvolle Nektaroase für Insekten und schützen so die Artenvielfalt auf dem Wildacker.
Eine sehr alte Kulturpflanze stellt die Esparsette dar, welche sich in letzter Zeit auf Wildackerflächen einer wieder steigenden Beliebtheit erfreut. Die Sorte wird ca. 100 cm hoch, blüht herrlich rosa und zieht eine Vielzahl nützlicher Insekten auf Nahrungssuche an. Obwohl sie nur wenig Zucker und Stärke enthält, ist die Pflanze wegen ihrem hohen Rohproteinanteil sowie wichtigen Aminosäuren zudem eine sehr energiereiche Futterpflanze für verschiedene Wildarten. Für Wiederkäuer stellt sie darüber hinaus eine natürliche Wurmkur dar, da der hohe Anteil an Tanninen (Gerbstoffen) dafür sorgt, Nematoden im Verdauungstrakt zu schwächen und einen neuerlichen Befall zu unterbinden. Gesundes und kräftiges Wild ist die Folge dieser verbesserten Äsung. Optimale Wachstumsbedingungen findet die Esparsette auf kalkhaltigen, mittelschweren und durchlässigen Böden in milder, sonniger Lage vor. Auch auf trockenen, flachgründigen und teils steinigen Böden gedeihen die Pflanzen gut. Für eine Reinsaat sind 15 kg je 1.000 m² erforderlich. Die Aussaat erfolgt in der Regel mit einer Getreide-Sämaschine im Zeitraum von April bis Juli.
Bei der einjährigen Runkelrübe 'Eckdogelb' handelt es sich um eine gelbfarbige Futterrübe in Walzenform. Sie bringt nicht nur viel Masse mit, sondern hat auch einen hohen Wassergehalt. Dadurch stellt sie vor allem in äsungsarmen Zeiten einen wahren Wildmagneten für Schalenwild dar, das auf der Suche nach verfügbarem Wasser ist. Dieses weiß dann das energiereiche Saftfutter umso mehr zu schätzen und lässt von anderen Pflanzen ab, wodurch Wildschäden eingedämmt werden können. Von den ca. 50 cm hohen Pflanzen profitiert aber auch das Niederwild. Für dieses sind Runkelrüben zwar keine Äsungspflanzen, doch bieten sie wegen ihres dichten Laubs eine ausgezeichnete Deckung.Die Runkelrübe 'Eckdogelb' gedeiht am besten auf nährstoff- und humusreichen, gut lockerten und gedüngten Böden an einem sonnigen und trockenen Standort. Ungeeignet sind sandige Böden. Das Saatgut kann von März bis April ausgesät werden, wobei für eine Reinsaat 1 kg je 1000 m² aufgewendet werden müssen. Die Pflanzen wurzeln tief und lockern den Boden signifikant auf. Nicht gefressene Pflanzen sterben ab und fungieren im Boden als Gründüngung für nachfolgende Pflanzengenerationen.