Wildacker - Anbau, Pflege und Funktion
Das Anlegen eines Wildackers erweist sich in zahlreichen Aspekten als äußerst bedeutsames und zielführendes Vorhaben, das umfassend betrachtet eine vielfältige Bandbreite an Vorteilen und Nutzen mit sich bringt. Um jedoch einen nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten, sind umfangreiche Kenntnisse und eine umfassende Vorbereitung von essenzieller Bedeutung, insbesondere da jeder Eingriff in das natürliche Ökosystem unabdingbar Konsequenzen und Auswirkungen in sich birgt.
Landwirtschaftliche Monokulturen schaden nicht nur dem Boden und den Pflanzen, sondern nehmen auch den Tieren wertvolle Lebensqualität. Wildäcker und Blühstreifen bieten dagegen eine Vielfalt an Wildackerpflanzen, die wiederum zahlreiche Wildarten anlocken. Gerade mehrjährige Wildackermischungen schaffen wertvolle Lebensräume für die heimische Fauna.
Alles, was Sie zum Thema Wildacker wissen sollten:
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Der Weißklee ist sehr ertragreich, mit hoher Narbendichte und guter Gesundheit. Dadurch, dass dieser Weißklee säurearm ist, wird dieser auch vom Wild angenommen. Mittlerer bis hoher Proteingehalt und gute Schmackhaftigkeit sind Grundlage für einen hohen Futterwert. Er gedeiht am besten auf schwerem, feuchtem Boden bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Die Winterhärte ist ausreichend. Weißklee ist die einzige Futterleguminose, die intensiver Beweidung auf Dauer standhält. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien ist Weißklee in der Lage, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden. Damit schafft er eine wertvolle Nährstoffvoraussetzung für Folgekulturen. Die Aussaat kann bereits im März erfolgen und ist bis in den September hinein möglich. Schwere, feuchte Böden und eine hohe Luftfeuchtigkeit bieten ideale Wachstumsbedingungen. Für eine Reinsaat sind 2 kg je 1.000 m² einzuplanen.
Um Erträge in Gartenbau- und Landwirtschaft zu sichern und zu steigern, ist es wichtig, Insekten mit Pollen und Nektar zu versorgen. Fortpflanzung, Gesundheit und Ernährung müssen abgesichert sein, um die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen zu gewährleisten. Diese Mischung zeichnet sich durch einen lang anhaltenden Blütezeitraum aus, sodass sie hierfür optimal geeignet ist. Diese Mischung wurde in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Blühende Landschaft entwickelt, welches die Nahrungsversorgung von Insekten stetig verbessert. Zusammensetzung: Schafgarbe, Färberkamille, Ackerglockenblume, Nickende Kratzdistel, Kornblume, Wiesen-Flockenblume, Wegwarte, Wilde Möhre, Natternkopf, Johanniskraut, Färber-Waid, Acker-Witwenblume, Herbst-Löwenzahn, Margerite, Moschusmalve, Weißer Steinklee, Gelber Steinklee, Esparsette, Wilder Majoran, Saatmohn, Klatschmohn, Pastinak, Spitzwegerich, Hederich, Gelber Wau, Färber-Resede, Riesen-Salbei, Kleiner Wiesenknopf, Rote Lichtnelke, Weiße Lichtnelke, Ackersenf, Gemeine Goldrute, Rainfarn, Großblumige Königskerze, Schwarze Königskerze, Heckenzwiebel, Borretsch, Calendula, Buchweizen, Sonnenblume, Lein, Hornklee, Gelbklee, Luzerne, Büschelschön, Gelbsenf, Inkarnatklee, Saatwicke (Je nach Verfügbarkeit der Arten, kann die Zusammensetzung der Mischung innerhalb des angegebenen Qualitätsniveaus variieren.)
Diese Mischung aus verschiedenen Getreidearten bildet besonders zur Teigreife einen wahren Magneten für das Schwarzwild. Zusätzlich beinhaltet sie Buchweizen, deutsches Weidelgras, Fenchel und Perserklee. Diese Vielfalt unterscheidet sie von riesigen Monokulturen einer Getreideart, welche dem Wild keinen Nutzen bringen. Sie wird auch als Gesundungsmischung bezeichnet, da sie regelmäßig zur Vorbeugung von Kohlhernie eingesetzt wird. Zusammensetzung: Sommergerste, Gelbhafer, Schwarzhafer, Sommerweizen, Sommerroggen, Buchweizen, Perserklee, Deutsches Weidelgras, Fenchel (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Durch die Kombination von Heilkräutern und Klee dient diese bewährte Kräutermischung der Stärkung der Abwehrkräfte und trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Auf im Revier verteilten Kleinflächen von beispielsweise 10 m x 10 m werden Hasen, Kaninchen und Schalenwild durch die Zusammenstellung interessanter und abwechslungsreicher Sorten - die in der Natur selten geworden sind - angelockt. Auch erhöht sich die Vielfalt der Arten durch Beimischung zu anderen mehrjährigen Mischungen. Zusammensetzung: Dill, Weißklee, Schwedenklee, Rotklee, Gelbklee, Hornschotenklee, Incarnatklee, Luzerne, Kulturmalve, Schafgabe, Ringelblume, Glockenblume, Hirtentäschel, Wilder Kümmel, Gemeine Wegwarte, Wilde Möhre, Gemeiner Fenchel, Petersilie, Bibernelle, Spitzwegerich, Kleiner Wiesenknopf, Löwenzahn (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Durch den gehaltvollen Anteil an Eiweißleguminosen unterstützt die Schwarzwild Ablenkungsmischung "Niklas" die Vermeidung von Wildschäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen, da im Frühjahr das Schwarzwild in Feldrevieren auf der Suche nach tierischem Eiweiß bevorzugt im Grünland Schäden anrichtet. Um die Wildschäden zu minimieren, ist der Anbau der Wildackermischungen "Niklas" und "Schwarzwildstammtisch" zu empfehlen. Diese sind anderen mehrjährigen Mischungen um ein Vielfaches voraus. Die Hochwildmischung wird durch attraktive Pflanzenarten und -sorten abgerundet. Zusammensetzung: Ackerbohne, Buchweizen, Futterkohl-Furchenkohl, Futterkohl, Futtererbse, Gelbhafer, Perserklee, Schwarzhafer, Sommerraps, Süßlupine (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Diese Mischung ist äußerst preiswert und kann auf kleinen Flächen händisch ausgebracht werden. Sie keimt großartig und dient auf Wildäckern als Lückenfüller für kahle Stellen. Durch die verschiedenen Komponenten im Zwischenfruchtgemenge werden überschüssige Nährstoffe gebunden. Erosion und Auswaschung werden verhindert und die Humusbilanz wird verbessert. Deswegen sollte es nach der Ernte des Getreides den Landwirten zur Verfügung stehen. Für das Wild stellt das Produkt eine optimale Deckung im Winter und eine großartige Äsung für die Notzeit dar! Zusammensetzung: Gelbsenf, Futterraps (Winterraps), Buchweizen, Herbstrübe, Ölrettich, Rübsen (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Bei der Rispenhirse 'Kornberger' handelt es sich um eine äußerst anspruchslose Getreidepflanze, die auch auf ärmsten Böden und bei hoher Trockenheit noch gute Erträge liefert. Kennzeichnend für die auch als Echte Hirse bekannte Kulturpflanze sind die breiten Blätter und locker lanzettlich oder kompakt herabhängende Rispe, welche an der einblütigen Ähre wächst. Als Speisehirse ist die Rispenhirse vor allem für den Bio-Landbau von Interesse. Gründe hierfür sind einerseits der geringe Bedarf an Nährstoffen und andererseits das Fehlen nennenswerter Krankheiten und Schädlinge, die den Pflanzen gefährlich werden können.Wird die Rispenhirse auf dem Wildacker angebaut, dient sie vor allem dem Federwild wie Rebhuhn und Fasan als schmackhafte und energiereiche Körneräsung. Da die einjährigen Pflanzen ferner bis zu 2 m hoch werden, finden nicht nur Niederwild-, sondern auch Schalenwildarten genügend Schutz und Deckung im Pflanzenbestand. Im Mai und Juni ist die Aussaat der Rispenhirse möglich, wobei im Falle einer Reinsaat für 1.000 m² eine Saatgutmenge von 2 kg vonnöten ist.
Bei der Futtererbse handelt es sich um eine Zwischenfruchtpflanze zur Futtergewinnung und Bodenverbesserung. Sie weist eine hervorragende Jugendentwicklung auf und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 150 cm. Insbesondere Schwarz- und Schalenwild liefert die Futtererbse dank ihrer hohen Leistung an Trockenmasse und Rohprotein eine schmackhafte Äsung. Zugleich bedeckt sie durch ihr rasches Wachstum den Boden in kurzer Zeit und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Unkrautunterdrückung.In der Anzucht zeigt sich die Futtererbse sehr unkompliziert. Sie ist für alle Böden geeignet und wird überwiegend im Gemenge mit Wicken und Ackerbohnen angebaut. Die Aussaatzeit beläuft sich auf die Monate von Mai bis August. Pro 1.000 m² müssen im Falle einer Reinsaat 15 kg Saatgut bei einem Tausendkorngewicht von 150 bis 200 g aufgewendet werden.
Das zu den Süßgräsern zählende Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) wird im landwirtschaftlichen Anbau vor allem als Energiepflanze kultiviert. Überall dort, wo Mais wegen zu hoher Erosionsgefahr nicht angebaut werden kann, kommt es als Alternative zum Einsatz. Zudem wird Rohrglanzgras als Wildackerpflanze eingesetzt. Ab dem 2.-3. Standjahr entfaltet sich die Pflanze zur vollen Größe. Hier erfüllt es mit seiner Wuchshöhe zwischen 150 und 200 cm einerseits den Zweck der Deckung, besonders als Brutdeckung. Andererseits dient das mehrjährige Rohrglanzgras aber auch als schmackhafte Äsung für Dam-, Rot-, Sika- und Muffelwild. Rohrglanzgras benötigt eher feuchte Standorte. Da am Anfang die Pflanze sehr schwach wächst, sollte Rohrglanzgras zur Unterstützung möglichst mit Mischungspartnern ausgebracht werden. Bewährt hat sich eine Menge von 1 kg je 1.000 m² für eine Reinsaat. Wird es auf Wildäckern ausgesät, die auch zur Bejagung von Schalenwild dienen, ist es ratsam, schon kurz nach dem Auflaufen der Pflanzen Schneisen zum Ansprechen sowie zur Schussabgabe anzulegen.
Der Schwarzhafer 'Zorro' unterscheidet sich im Vergleich zum klassischen Gelbhafer durch seine schwarzbraunen Körner nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich. Sie sind sehr zuckerhaltig und bei Schwarz- und Schalenwild überaus beliebt. Aus diesem Grund wird Schwarzhafer oft dort angebaut, wo landwirtschaftliche Anbauflächen vor Fraßschäden durch Wildtiere geschützt werden müssen. Da sich die Lockwirkung auf das Wild jedoch nur auf die Zeit der Körnerreife beschränkt, wird Schwarzhafer gerne mit Klee kombiniert.Diese alte Getreideart ist sehr genügsam und stellt an den Boden keinerlei nennenswerte Ansprüche. So wächst die Sorte beispielsweise auch auf sandigen Böden ohne Probleme. Nach der Aussaat, die in der Zeit von April bis Mai erfolgt und für welche ca. 16 kg je 1.000 m² aufgebracht werden müssen, erreicht die einjährige Pflanze eine Wuchshöhe von ca. 120 cm.
Dieser Winterraps stellt eine ideale Sorte für den Wildacker dar. Er zeichnet sich durch eine rasche Entwicklung sowie einen hohen Blattanteil aus. Auf dem Wildacker lässt er auf diese Weise schnell jede Menge Grünfutter entstehen. Die einjährigen Pflanzen werden rund 140 cm groß und sind winterhart. Von April bis August kann das Saatgut ausgebracht werden, idealerweise auf tiefgründigen Lehmböden in milder Lage. Ein sandiger Boden mit guter Nährstoffversorgung oder schwerere Böden sind für einen erfolgreichen Anbau ebenfalls geeignet. Für eine Reinsaat sind 1,5 kg Saatgut nötig, um eine Fläche von 1.000 m² zu begrünen.Neben der hervorragenden Eignung als Grünfutter auf dem Wildacker hat der Winterraps auch bodenverbessernde Eigenschaften. Die Pflanzen durchwurzeln intensiv den Boden sorgen für eine langanhaltende Bodenbedeckung, was in Summe eine verbesserte Bodenstruktur ergibt. Daraus resultiert denn auch der hohe Vorfruchtwert des Winterrapses.
Das Knaulgras findet seine Verwendung als Grünfutter oder Heu. Es ist vergleichsweise zu anderen Arten früh in der Entwicklung, massenwüchsig, winterhart und ausgesprochen unempfindlich gegen Trockenheit. Abgesehen von zu feuchten Standorten ist es sehr anpassungsfähig.
Glatthafer ist eine Komponente für extensive Bewirtschaftung und zusammen mit Knaulgras ein wertvoller Partner in Kleegrasgemischen für trockene Standorte.
Die Anwendung der von den Landwirtschaftskammern anerkannten Grünlandreparatur- und Nachsaatmischung "Dauerweide Standard G V" fördert eine gleichmäßig dichte Narbe und die Schließung von Fehlstellen. Neben der gezielten Nachsaat mit dieser Mischung kann sowohl separat oder zusätzlich die Mischung "Wildwiese mit Klee und Kräutern" oder die "Reh-und Hasengartenmischung" verwendet werden. Diese Leistungsstarke Nachsaatmischung für normale Lagen, ist besonders gut für intensive Bewirtschaftung geeignet. Die schnelle Jugendentwicklung und hohe Konkurrenzkraft vom Deutschen Weidelgras sind für die Nachsaat ein besonderer Vorteil. Zusammensetzung: Deutsches Weidelgras (15/15/20/10/20/20) (Nach Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft nordwestdeutscher Landwirtschaftskammern - Schleswig-Holstein, Hannover, Weser-Ems, Nordrhein-Westfalen)
Die zu den Hackfrüchten gehörende Runkelrübe 'Eckdorot' ist mit ihren roten, walzenförmigen Rüben eine hervorragende Futterpflanze für den Wildacker. Tatsächlich zählt sie zu den produktivsten Futterpflanzen überhaupt. Die überirdisch wachsenden Rüben enthalten viel Wasser und sind ein echter Wildmagnet. In Zeiten, wo im Revier Wassermangel herrscht, hilft die Runkelrübe, Wildschäden zu vermeiden, indem sie das Wild von den sonst beästen Knospen und Trieben der Forstpflanzen weglockt. Als Deckungspflanze ist die 50 cm hohe Runkelrübe aufgrund ihres dichten Blattwerks wiederum für das Niederwild von Bedeutung.An den Standort stellt die Runkelrübe 'Eckdorot' keine besonderen Ansprüche, weiß aber sonnige Lagen und kalkreiche Erde zu schätzen. Zur Aufwertung des Bodens tragen die Pflanzen selbst bei, wenn die Blätter von nicht beästen Rüben absterben und dann als wertvolle Gründüngung auf dem Wildacker verbleiben. Um eine Fläche von 1.000 m² bei Reinsaat mit der Runkelrübe 'Eckdorot' zu bestellen, sind 1 kg Saatgut erforderlich. Die Aussaat kann von März bis Mai erfolgen.
Der aus der Familie der Hülsenfrüchtler stammende Bockshornklee 'Trigonella' wurde ursprünglich im Mittelmeerraum kultiviert, fühlt sich aber auch hierzulande seit Jahrhunderten wohl, wenngleich er nicht winterhart ist und daher nur einjährig wächst. Bemerkenswert ist der Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen, so zum Beispiel Eiweiß, ätherische Öle und Gerbstoffe. Das macht ihn nicht nur zu einer traditionsreichen Heilpflanze, welche auch für die moderne Medizin noch für Interesse ist, sondern auch zu einer Pflanze mit hoher Lockwirkung auf dem Wildacker. So ziehen die würzig riechenden Samen zahlreiche Wildarten derart effektiv an, dass mithilfe des Bockshornklees ganze Bestände an einen Ort gebunden oder alternativ weggelockt werden können.In der Zeit von März bis Juli werden die Samen des Bockshornklees ausgebracht, idealerweise an sonnigen Standorten mit einem eher lehmigen, trockenen und stickstoffarmen Boden. Dafür wird bei Reinsaat eine Saatgutmenge von 2 kg pro 1.000 m² Fläche benötigt. Wichtig ist, direkt nach der Aussaat die Samen vor Tierfraß zu schützen, da auch diese schon eine hohe Anziehungskraft und Lockwirkung aufweisen.
Der Gelbe Bokharaklee (Melilotus officinalis) stammt aus der Familie der Hülsenfrüchtler und wird auch als Echter oder Gelber Steinklee bezeichnet. Früher wurde er hauptsächlich zur Bodenverbesserung eingesetzt, da seine bis zu 2 m tief reichenden Wurzeln Kies und Geröll gut festigen und somit vor Abtragung schützen können. Zudem besiedelte er steinige Böden generell überdurchschnittlich gut. Heute liegt der besondere Reiz des Bokharaklees jedoch vielmehr in seiner hervorragenden Tauglichkeit als Gründüngungspflanze. So ist er ein ausgezeichneter Stickstofffixierer und trägt ebenfalls zur Bodenbildung bei.Als Futterpflanze sollte der Gelbe Bokharaklee jedoch auch nicht unterschätzt werden. Die bis zu 2 m hohen Pflanzen liefern die höchsten Masseerträge aller Futterpflanzen und sind für Schalenwild ein echter Leckerbissen. Zur Blütezeit zwischen Mai und September tun sich außerdem jede Menge Insekten an den nektarreichen Blüten gütlich. Die Aussaat des mehrjährigen Gelben Bokharaklees kann zwischen April und August stattfinden. Mit Vorliebe gedeiht er auf trockenen und nährstoffreichen Böden. Sollte der pH-Wert weniger als 5,6 betragen, ist eine Kalkung empfehlenswert. Bei Reinsaat ist mit einer Saatgutmenge von 2,5 kg pro 1.000 m² zu rechnen.
Bei der Süßlupine 'Probor' handelt es sich um eine blaue Süßlupine, die bitterstoffarm ist und deren zur Reife gekommene Samen einen hohen Eiweißgehalt aufweisen. Aus diesem Grund ist sie bestens als Futterpflanze auf dem Wildacker geeignet, zumal sie vom Wild komplett beäst wird. Darüber hinaus schafft 'Probor' mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 cm ausreichend Deckung für bodenbewohnendes Wild.Von April bis August ist die Aussaat der Lupinensamen möglich. Je 1.000 m² Anbaufläche sind bei einer Reinsaat 20 kg Saatgut erforderlich. Im Vergleich zur gelben Lupinen ist 'Probor' als blaue Lupine weniger kalkempfindlich. Es ist dennoch empfehlenswert, das Saatgut nur auf leichten und mittleren Böden auszubringen, die einen pH-Wert zwischen 5,0 und 6,8 aufweisen. 'Probor' kann neben dem Einsatz als Wildfutterpflanze übrigens auch für Bodenkuren verwendet werden. Die Pflanzen binden im Boden den Luftstickstoff über Knöllchenbakterien und machen diesen für Nachfolgepflanzen verfügbar.
Bei dem Waldstaudenroggen (Secale multicaule) handelt es sich um eine wertvolle Pionierpflanze mit langer Anbautradition. Fast 7.000 Jahre reicht seine Geschichte zurück, weshalb er auch als "Ur-Roggen" bezeichnet wird. Der große Vorteil des Waldstaudenroggens ist seine Anspruchslosigkeit an Standort und Boden. Diese hat zur Folge, dass er gänzlich ohne Bodenvorbereitung auf Rohböden als Ersteinsaat ausgesät werden kann. Sogar auf nährstoffarmen Sandböden gedeiht er problemlos. Holzeinschlagsflächen oder Rückeschneisen bieten sich beispielsweise für eine Aussaat an. Unter Aufbringung von 9 kg Saatgut je 1.000 m² kann der Waldstaudenroggen von Mai bis Oktober in die Erde gebracht werden.Die zweijährige, bis zu -25 °C frostharte Pflanze wächst schnell heran und erreicht eine Wuchshöhe von stattlichen 1 bis 2 m. Damit bietet sie vielen verschiedenen Wildarten eine ausgezeichnete Deckung. Im zweiten Anbaujahr wird Waldstaudenroggen weniger beäst. Kommt es aber zu Mangelzeiten, liefert er den Tieren auf dem Wildacker dennoch ein brauchbares Futter.
Bei dem einjährigen Perserklee handelt es sich um eine ertragreiche Wildackerpflanze, die vorwiegend zur Futterproduktion und Gründüngung angebaut wird. Wie alle Kleearten ist er reich an Eiweiß und wirkt auf Schalenwild und Feldhasen besonders attraktiv. Schon früh im Jahr bietet er ihnen eine schmackhafte Äsung und hält dank seiner hohen Wüchsigkeit auch Verbiss gut aus. Während der Blütezeit ziehen die wohlriechenden Blüten unzählige Insekten auf Nektarsuche an und liefern auch diesen ein wertvolles Nahrungsangebot. Gerade in unserer von Monokulturen geprägten Kulturlandschaft leistet der Perserklee somit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Da er mittels Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff anreichert, spielt er nicht zuletzt bei der Gründüngung eine wichtige Rolle.Perserklee ist auch als Wende-Klee bekannt und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Hierzulande kommt er in natürlicher Form nur eingeschleppt vor. Aufgrund seiner Herkunft bevorzugt er warme Böden, die gut mit Wasser versorgt sind, ist sonst aber anspruchslos. Bei einer Reinsaat sind 2 kg Saatgut je 1.000 m² erforderlich. Das Zeitfenster für die Aussaat ist von April bis August geöffnet.
Bei der einjährigen Runkelrübe 'Eckdogelb' handelt es sich um eine gelbfarbige Futterrübe in Walzenform. Sie bringt nicht nur viel Masse mit, sondern hat auch einen hohen Wassergehalt. Dadurch stellt sie vor allem in äsungsarmen Zeiten einen wahren Wildmagneten für Schalenwild dar, das auf der Suche nach verfügbarem Wasser ist. Dieses weiß dann das energiereiche Saftfutter umso mehr zu schätzen und lässt von anderen Pflanzen ab, wodurch Wildschäden eingedämmt werden können. Von den ca. 50 cm hohen Pflanzen profitiert aber auch das Niederwild. Für dieses sind Runkelrüben zwar keine Äsungspflanzen, doch bieten sie wegen ihres dichten Laubs eine ausgezeichnete Deckung.Die Runkelrübe 'Eckdogelb' gedeiht am besten auf nährstoff- und humusreichen, gut lockerten und gedüngten Böden an einem sonnigen und trockenen Standort. Ungeeignet sind sandige Böden. Das Saatgut kann von März bis April ausgesät werden, wobei für eine Reinsaat 1 kg je 1000 m² aufgewendet werden müssen. Die Pflanzen wurzeln tief und lockern den Boden signifikant auf. Nicht gefressene Pflanzen sterben ab und fungieren im Boden als Gründüngung für nachfolgende Pflanzengenerationen.
Der einjährige Echte Buchweizen ist eine reine Sommeräsungspflanze mit hervorragenden Eigenschaften für den Einsatz auf dem Wildacker. Da der Alkaloidgehalt von Buchweizen sehr hoch ist, wird er meist im Gemisch ausgesät, idealerweise mit Kohl und Raps. Für die Aussaat kommen die Monate Mai, Juni und Juli infrage, wobei im Falle einer Reinsaat eine Saatgutmenge von 10 kg je 1.000 m² aufgewendet werden muss. Als Standort können auch karge und sandige Böden gewählt werden, da der Echte Buchweizen äußerst genügsam ist. Die bis zu 100 cm hohen Pflanzen entwickeln sich rasch und sind dank ihrer großen Grünmasse sowohl ein idealer Bodendecker als auch eine effektive Deckungspflanze, welche bodenbewohnenden Wildtieren Schutz bietet. Vor allem aber ist der Echte Buchweizen eine schmackhafte Äsungspflanze für viele Wildarten. So wird das Blattwerk von allen großen Schalenwildarten und Hasen sehr geschätzt, während die Körner für das Federwild einen reich gedeckten Tisch darstellen. Nicht zuletzt zieht der Echte Buchweizen zur Blütezeit aufgrund seiner nektarreichen Blüten eine Vielzahl von Insekten an und bietet auch diesen wertvolle Nahrung.
Überall dort, wo eine spürbare Bodenverbesserung erzielt oder Wild eiweißreiches Kraftfutter zur Verfügung gestellt werden soll, kann auf die Sommerwicke zurückgegriffen werden. Die einjährige und nicht winterharte Pflanze stellt somit eine ausgezeichnete Gründüngungs- und Futterpflanze dar. Ab Mai, wenn die Gefahr von Frühjahrsfrösten weitgehend vorüber ist, kann diese Wicke ausgesät werden, wobei 12 kg Saatgut für je 1.000 m² im Falle einer Reinsaat benötigt werden. Insgesamt erstreckt sich der Aussaatzeitraum bis zum August. An den Standort stellt diese Wicke nur geringe Ansprüche. Optimal sind jedoch mittlere oder schwere sowie kalkhaltige Lehmböden in kühlen, feuchten Lagen. Die Pflanzen wachsen rasch heran und bilden viel Grünmasse, was das Aufkommen von Unkraut auf der Fläche effektiv unterdrückt. Im Boden sorgt das schnellwüchsige Wurzelwerk nicht nur für eine Auflockerung, sondern dank Knöllchenbakterien auch für eine Anreicherung mit Stickstoff. Wenn die Sommerwicke in erster Linie als Wildfutterpflanze kultiviert wird, empfiehlt es sich, sie in Gemengen auszusäen. So ist Hafer beispielsweise als Stützfrucht ein bewährter Mischungspartner.
Der Landesjagdverband NRW empfiehlt u. a. diese mehrjährige Wildackermischung als sicherste ihrer Art. Dort, wo Dauerdeckung für das Wild die Hauptrolle spielt, gibt es zurzeit mit Sicherheit keine optimalere Alternative. Die WSM 3 dient als Setz- und Brutdeckung auf nicht zu trockenen Böden, ist also ideal für langfristige Begrünungen von bis zu 20-jährigen Wildschutzflächen, Renaturierungen und Ausgleichsmaßnahmen. Überdies bewährt sie sich als Heckenalternative. Diese Wildschutzmischung benötigt eine Entwicklungszeit von drei Jahren, allerdings sorgt die Rohrglanzgras-Komponente bereits in den ersten zwei Jahren für ganzjährige Äsung und Deckung. Das Rohrglanzgras bringt dann im 2.-3. Jahr die nötige Deckung. Da dieses Süßgras - wie auch die WSM 1 und WSM 2 - Gelbsenf, Ölrettich und Phacelia enthält, ist durch kontrollierte Beschattung im Anbaujahr eine gute Unterdrückung von unerwünschten einjährigen Ackerwildkräutern gewährleistet. Es erreicht eine Höhe von bis zu 1,50 m und bietet im ersten Anbaujahr eine Deckung sowie reichlich Äsung von bis zu 0,75 m - optimal für das Hoch- und Niederwild! Als Lockäsung und Arzneipflanze dient der enthaltene Spitzwegerich. Die Aussaat im Frühjahr wird besonders empfohlen, hier gibt es für unser Flugwild eine Körneräsung von Gelbsenf und Ölrettich gratis dazu. Pflege: Keine besondere Pflege bei fachgerechter Bewirtschaftung notwendig. Kann bei Bedarf ab dem 2. Jahr einmal jährlich im Herbst gemäht oder gemulcht werden. Düngung: 200 kg Volldünger je ha. Zusammensetzung: Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rotklee, Weißklee, Knaulgras, Wiesen-Lieschgras, Glatthafer, Rohrglanzgras, Hornschotenklee, Fenchel, Spitzwegerich, Pastinak, Wegwarte, Natternkopf (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.) Diese Mischung können Sie mit folgenden Arten ergänzen: + 1 kg Futtermalve = 1 kg + 20 kg WSM 3® = 21 kg/ha - WSM 3® plus (Gesamtaussaatmenge pro Hektar)
Eine schnell wachsende, einjährige Kulturpflanze stellt das Sudangras 'Bovital' dar. Als Wildackerpflanze schafft sie mit einer Wuchshöhe von 150 bis 200 cm eine hervorragende Deckung auch für große Wildarten. Daneben kann 'Bovital' auch als Futterpflanze für Nutztiere angebaut oder für die Erzeugung von Biogas genutzt werden, da die Sorte sehr viel Biomasse bildet. Die Aussaat ist im Zeitraum von Mai bis Juli möglich und erfordert eine Saatgutmenge von 2 kg pro 1.000 m².Gemäß seiner tropischen Herkunft ist das Sudangras sehr trockenresistent und wärmeliebend. Bei der Standortwahl sollte von kalten, nassen und schweren Böden abgesehen werden, ansonsten stellt das Sudangras keine nennenswerten Ansprüche. Da die Pflanzen dem Boden verhältnismäßig viele Nährstoffe entziehen, müssen vor dem Ausbringen einer Folgefrucht dem Boden durch Düngung zunächst erst wieder wichtige Nährstoffe zugeführt werden.
Bei dem Inkarnatklee handelt es sich um eine aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze, die auch als Blutklee bekannt und auf dem Wildacker zum Zwecke der Äsung und Bodenverbesserung eingesetzt wird. Vor allem das Dam-, Rot-, Muffel- und Sikawild weiß die proteinreiche Futterpflanze sehr zu schätzen, zumal der schmackhafte Inkarnatklee dank seines schnellen Wachstums schon früh im Jahr beäst werden kann. Hinzu kommt, dass die Pflanzen mit an den Wurzeln befindlichen Knöllchenbakterien in den Lage sind, den Stickstoff aus der Luft aufzunehmen und über die Wurzeln an den Boden wieder abzugeben. Die Pflanzen, welche auf den Inkarnatklee folgen, sind dadurch dann bestens mit dem wichtigen Nährstoff versorgt. Der genügsame Inkarnatklee wächst auf lehmigen Sandböden oder Lehmböden am ertragreichsten. Ausreichend Kalk sollte im Boden vorhanden sein. Die Aussaat ist von April bis August unter Aufbringung von 3 kg je 1.000 m² bei Reinsaat möglich. Die lilafarbenen Blüten des einjährigen, ca. 50 cm hohen Inkarnatklees lassen ihn während der Blütezeit zu einer wertvollen Bienentrachtpflanze werden.
Diese Mischung ist ein Wild-Eldorado und eine Schmetterlingswiese. Sie bietet hervorragende Äsung und Deckung. Mit hohen Honig- und Pollenerträgen ernährt sie viele Wildbienenarten und dutzende Falterarten. Sie ist eine Weiterentwicklung aus seit Jahrzehnten bewährten Komponenten mit konkurrenzstarken und ausdauernden Wildpflanzen. Die Erprobungsphase dieser Mischung dauerte von 2014 bis 2020 und umfasste mehrere Reviere und viele Hektar landwirtschaftliche Versuchsflächen. Die Mischung enthält 45 Kultur- und Wildarten. Eine bezahlbare, artenreiche Mischung mit einem hohen Wildpflanzenanteil. 7-14 Tage nach der Aussaat erscheinen die ersten Keimlinge, die bei guten Wetterverhältnissen schnell unerwünschte Wildkräuter unterdrücken. Nach etwa 4 Wochen (Pflanzen ca. handflächenhoch), kann man einen Stickstoff-Einzeldünger geben (50 kg N Reinnährstoff). Etwa 6 Wochen nach Aussaat besteht eine erste sichere Brut- und Setzdeckung. Senf, Ölrettich und Phacelia dominieren zu dieser Zeit als Deckfrucht und sind ein Insektenmagnet. Im Laufe des Sommers entwickeln sich Buchweizen, Sonnenblumen, Kreuzblütler und Leguminosen zur gehaltvollen Herbst- und Winteräsung. Niederwilddeckung und Nahrung für Insekten ist ausreichend vorhanden. Diese Mischung hat ein ausgewogenes Blüh-, Blatt und Körner-Verhältnis. So ist gewährleistet, dass über den gesamten Anbauzeitraum alles in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Bis zum Frühjahr des zweiten Jahres haben sich die mehrjährigen Wildkräuter und Süßgräser voll entwickelt. Im 2. Anbaujahr bietet der Waldstaudenroggen, zusammen mit den anderen Süßgräsern und den verbliebenen Pflanzen aus dem ersten Anbaujahr, eine hervorragende Brut- und Setzdeckung. In den trockenen Stängeln haben bereits die ersten Insekten überwintert. Im Sommer erreicht die Blühmischung eine Höhe von etwa 1,75 m. Zwei- und mehrjährigen Pflanzen sind in voller Blüte und ein Insektenparadies. Zum Herbst und Winter bleiben die hohen Stängel der Karde und die Blütenstängel der Süßgräser als Deckung und Körneräsung stehen. Blatt- und Körneräsung für das Niederwild sind weiter vorhanden. Im dritten bis fünften Jahr dominieren die mehrjährigen Pflanzenarten und Stauden. Ein- und zweijährige Arten treten teils weiter auf, da sich einige Pflanzen gut über Samen weitervermehren. Die Mischung bekommt einen artenreichen Blühwiesen-Charakter. Inzwischen haben sich auch nicht flugfähige Insektenarten, Kleinsäuger und eventuell sogar Reptilien angesiedelt. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. N 50 kg/ha P/K/MgO = Versorgungsstufe C Zusammensetzung: Buchweizen, Sonnenblumen, Waldstaudenroggen, Winterfutterraps, Futterkohl Furchenkohl, Winterrübsen, Herbstrübe, Rohrglanzgras, Knaulgras, Glatthafer, Wiesen-Lieschgas, Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rotklee, Weißklee, Hornschotenklee, Luzerne, Spitzwegerich, Gemeiner Fenchel, Wiesen-Kerbel, Brauner Dost, Gemeiner Pastinak, Borretsch, Korn-Flockenblume, Skabiosen Flockenblume, Wiesen-Flockenblume, Gemeine Wegwarte, Wiesen-Pippau, Wilde Möhre, Roter Fingerhut, Wilde Karde, Gewöhnlicher Natternkopf, Echtes Johanniskraut, Wiesen-Bocksbart, Wiesen-Witwenblume, Wiesen Sauerampfer, Gewöhnliches Seifenkraut, Weiße Lichtnelke, Rainfarn, Gemeiner Löwenzahn, Große Brennnessel, Echter Baldrian, Großblütige Königskerze, Schwarze Königskerze (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Die Jagdschneisenmischung enthält attraktive und niedrige Pflanzenarten, um den Bewuchs möglichst tief zu halten. Dennoch wird das Wild optimal angesprochen ohne, dass dieses zwischen dem Bewuchs verschwindet. Da wo viele Wildackerpflanzen durch die gute Nährstoffversorgung zwischen Raps- oder Maisanbau zu hoch und zu dicht werden, bildet diese Mischung die perfekte Grundlage für eine artenreiche Schneise in diesen sonst undurchsichtigen Flächen. Sojabohnen mit etwa 37 % und Futtererbsen bis zu 25 % Eiweiß sind für das Schwarzwild ein wahrer Wildmagnet. Die Eiweißqualität des Sojaproteins ist mit dem des tierischen Eiweißes vergleichbar, was die Sojabohne von anderen Pflanzen abhebt. Serradella, Esparsette, Sommerwicke, Alexandrinerklee, Bockshornklee, Inkarnatklee, Luzerne, Perserklee, Rotklee, Schwedenklee und Weißklee haben ebenfalls einen hohen Eiweißgehalt. Ihre Blattmasse, Blüten und Schoten stehen beim Schalenwild ebenfalls als Äsung hoch im Kurs. Der Anteil an Futtermöhre und Petersilie haben eine zusätzliche Lockwirkung. Der Großteil der enthaltenen Pflanzen ist niedrig wachsend oder niederliegend. Die aufrechter wachsenden Arten, Luzerne, Bockshornklee und Sojabohne sind anteilig so verteilt, dass trotzdem ausreichend niedrige Flächen dazwischen bleiben. Bei ausreichend Licht und Nährstoffen kann diese Mischung auch im Wald angebaut werden. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. Eine (N) Stickstoffgabe ist nicht erforderlich. P/K/MgO = Versorgungsstufe B Zusammensetzung: Sojabohne, Futtererbse, Futtermöhre, Serradella, Esparsette, Sommerwicke, Alexandrinerklee, Bockshornklee, Inkarnatklee, Luzerne, Perserklee, Rotklee, Schwedenklee, Weißklee, Petersilie (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Die Schalenwildmischung bietet dem Wild attraktive, abwechslungsreiche, schmackhafte und eiweißreiche Äsung mit vielen Kräutern und weiteren nahrhaften Feldfrüchten. In dieser Mischung fungieren Phacelia, Senf und Ölrettich als Deckfrucht. Die Arten laufen extrem schnell auf und unterdrücken das massenhafte Auflaufen von unerwünschte Wildkräutern, werden aber auch in verschiedenen Stadien vom Schalenwild gerne beäst. Der enthaltene Buchweizen besticht besonders durch seine großen Blätter. Die Getreideauswahl setzt sich im ausgewogenen Verhältnis aus Gelb- und Schwarzhafer, Sommerweizen und Waldstaudenroggen zusammen. Zusätzlich nutzen Futtererbsen und Winterwicken das Getreide als Stützfrucht und bilden mit anderen Leguminosen, wie Süßlupinen, Sojabohnen, Alexandrinerklee, Rotklee, Schwedenklee, Luzerne und dem Bockshornklee eine sehr eiweißreiche Äsung. Das für das Wild schmackhafte Deutsche Weidelgras ist eine ausdauernde Pflanzenart aus der Familie der Süßgräser. Es wird sowohl in der Weiden- als auch in der Wiesennutzung als ertragreiches und äußerst regenerationsfähiges Gras verwendet. Sonnenblumen und Kulturmalven bestechen nicht nur durch ihren Blütenschmuck, sondern ziehen auch wertvolle Nützlinge an. Ebenso werden die Blätter und Blüten sehr gerne vom Schalenwild gefressen. Reichlich Blatt- und Knollenäsung wird durch Futtermöhren, Herbstrüben, Winterrübsen, Futterkohl-Furchenkohl, Winterfutterraps und Sommerraps gewährleistet. Abgerundet wird die Mischung durch schmackhafte Kräuter, wie Anis, Kümmel, Ringelblume, Spitzwegerich, Petersilie, Gemeiner Fenchel, Gemeiner Pastinak und Gemeiner Wegwarte. Sie fungieren als Lockäsung und fördern die Gesundheit des Schalenwildes. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. N 50-100 kg/ha P/K/MgO = Versorgungsstufe C oder 400-800 kg/ha Volldünger 12/12/17/2 Zusammensetzung: Buchweizen, Futtererbse, Futtermöhre, Winterfutterraps, Sommerraps, Futterkohl-Furchenkohl, Winterrübsen, Herbstrübe, Deutsches Weidelgras, Gelbhafer, Schwarzhafer, Sommerweizen, Waldstaudenroggen, Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Kulturmalve, Süßlupine blau, Sonnenblume, Sojabohne, Alexandrinerklee, Rotklee, Schwedenklee, Luzerne, Bockshornklee, Winterwicke, Gemeine Wegwarte, Gemeine Pastinake, Spitzwegerich, Petersilie, Ringelblume, Gemeiner Fenchel, Kümmel, Anis (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Diese Phacelia ist eine schnell wachsende Sorte, die zum einen als Gründüngungspflanze eingesetzt wird und zum anderen als ausgezeichneter Nützlingsmagnet bekannt ist. Wenn die einjährigen Pflanzen ihre blauen, besonders nektarhaltigen Blüten entfalten, werden sie von Bienen, Hummeln & Co. in großer Zahl angeflogen. Das wiederum weiß das Federwild zu schätzen, weshalb die Phacelia auch für dieses indirekt eine hervorragende Nahrungsquelle darstellt. Für die Gründüngung ist Phacelia insofern interessant, als sie ein komplexes Wurzelsystem bildet und darüber viele Bodennährstoffe aufnimmt. Sterben die Pflanzen später ab und werden in den Boden eingearbeitet, werden die gebundenen Nährstoffe wieder freigesetzt und kommen der Nachfolgefrucht zugute. An sonnigen Standorten kann die Phacelia auf allen Böden von April bis September ausgebracht werden. Erforderlich sind bei einer Reinsaat 2 kg Saatgut für je 1.000 m²
Der zweijährige Rübsen auch Winterrübsen, dient vorrangig zur Gründüngung. Hier kann sie den Vorteil, den im Boden vorhandenen Stickstoff vor Auswaschungen zu schützen, voll und ganz ausspielen. Weniger gefragt ist der Rübsen hingegen als Futterpflanze, da sie vom Wild nur in Zeiten eines mangelnden Nahrungsangebots beäst wird. Insgesamt erreichen die Pflanzen eine Wuchshöhe von 30 bis 40 cm. Sie sind sehr genügsam und stellen kaum Ansprüche an Standort und Boden. Im Vergleich zu Raps können Winterrübsen deutlich später ausgesät werden. So erstreckt sich das Zeitfenster für die Aussaat von April bis Oktober. Für eine Fläche von 1.000 m² müssen bei einer Reinsaat 1 kg Saatgut aufgewendet werden. Im Herbst treiben die Pflanzen erneut aus, falls die Aussaat früh im Jahr erfolgt ist.
Die mehrjährige Luzerne wird nicht ohne Grund als "Königin der Futterpflanzen" bezeichnet. Im Hinblick auf den äußerst hohen Futterwert und der hervorragenden Lockwirkung ist diese Bezeichnung mehr als verdient. Die Pflanzen sind reich an Proteinen, Vitaminen und Lysinen. Insbesondere für Schalenwild stellen sie einen schmackhaften Leckerbissen dar. Gerade bei mehrjährigem Anbau wird ein mit Luzerne bepflanzter Wildacker dadurch zu einem dauerhaften Anlaufpunkt für das Wild. Wenn die Pflanzen in Blüte stehen, stellen sie für Hummeln als hauptsächliche Bestäuber, aber auch für andere Nektar und Pollen suchende Insekten zudem eine wertvolle Nahrungsquelle. Dank der symbiotischen Beziehung mit Knöllchenbakterien, welche sich an den Wurzeln der Pflanzen sammeln, kann die Luzerne den Luftstickstoff im Boden fixieren und diesen so mit dem wertvollen Pflanzennährstoff anreichern. Für die Aussaat des Saatgutes kommen die Monate von Mai bis August infrage. Bei einer Reinsaat wird mit 2,5 kg Saatgut pro 1.000 m² geplant. An den Boden stellt die Luzerne sehr hohe Ansprüche, um optimal wachsen zu können. Staunässe und nur wenig Bodentemperatur verträgt sie nicht, dafür umso mehr warme, durchlässige und sauerstoffreiche Böden, welche sie gut durchwurzeln kann. Auch sollte der pH-Wert nahezu neutral sein.
Der Hornschotenklee ist eine in vielerlei Hinsicht nützliche Pflanze für den Wildacker. Er gehört zu den Hülsenfrüchtlern und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Daher gedeiht er auch mit Vorliebe an warmen, trockenen Standorten mit kalkhaltigem Boden. Der Hornschotenklee ist mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 30 bis 40 cm. Für die Aussaat kommen die Monate März bis September infrage, wobei eine Saatgutmenge von 1,5 kg pro 1.000 m² bei Reinsaat aufzubringen ist. Auf dem Wildacker stellt er besonders für Schalenwild und Hasenartige eine schmackhafte Äsung mit hohem Eiweißgehalt und guter Lockwirkung dar. So lässt in seiner Nähe das Wild von den jungen Trieben und Knospen der Forstpflanzen ab, wodurch Fraßschäden deutlich reduziert werden können.Doch nicht nur als Äsungspflanze wird der Hornschotenklee geschätzt, sondern auch als Bienentrachtpflanze. Die gelben Blüten sind mit sehr zuckerhaltigem Nektar und Pollen gefüllt, der viele Insekten anzieht. Zudem freut sich das Federwild über die Raupen und Larven, welche sich häufig auf dem Hornschotenklee sammeln. Da er leicht giftig, aber für Säugetiere ungefährlich ist, fallen ihm vor allem Schnecken zum Opfer. Diese Eigenschaft ermöglicht den Einsatz gegen Schneckenfraß, vor welchem zum Beispiel Kohlarten geschützt werden müssen. Wie andere Kleearten auch bindet Hornschotenklee den in der Luft verfügbaren Stickstoff im Boden und sorgt so nicht zuletzt für eine natürliche Bodendüngung.
Diese Mischung ist ein Wild-Eldorado und eine Schmetterlingswiese. Sie bietet hervorragende Äsung und Deckung. Mit hohen Honig- und Pollenerträgen ernährt sie viele Wildbienenarten und dutzende Falterarten. Sie ist eine Weiterentwicklung aus seit Jahrzehnten bewährten Komponenten mit konkurrenzstarken und ausdauernden Wildpflanzen. Die Erprobungsphase dieser Mischung dauerte von 2014 bis 2020 und umfasste mehrere Reviere und viele Hektar landwirtschaftliche Versuchsflächen. Die Mischung enthält 45 Kultur- und Wildarten. Eine bezahlbare, artenreiche Mischung mit einem hohen Wildpflanzenanteil. 7-14 Tage nach der Aussaat erscheinen die ersten Keimlinge, die bei guten Wetterverhältnissen schnell unerwünschte Wildkräuter unterdrücken. Nach etwa 4 Wochen (Pflanzen ca. handflächenhoch), kann man einen Stickstoff-Einzeldünger geben (50 kg N Reinnährstoff). Etwa 6 Wochen nach Aussaat besteht eine erste sichere Brut- und Setzdeckung. Senf, Ölrettich und Phacelia dominieren zu dieser Zeit als Deckfrucht und sind ein Insektenmagnet. Im Laufe des Sommers entwickeln sich Buchweizen, Sonnenblumen, Kreuzblütler und Leguminosen zur gehaltvollen Herbst- und Winteräsung. Niederwilddeckung und Nahrung für Insekten ist ausreichend vorhanden. Diese Mischung hat ein ausgewogenes Blüh-, Blatt und Körner-Verhältnis. So ist gewährleistet, dass über den gesamten Anbauzeitraum alles in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Bis zum Frühjahr des zweiten Jahres haben sich die mehrjährigen Wildkräuter und Süßgräser voll entwickelt. Im 2. Anbaujahr bietet der Waldstaudenroggen, zusammen mit den anderen Süßgräsern und den verbliebenen Pflanzen aus dem ersten Anbaujahr, eine hervorragende Brut- und Setzdeckung. In den trockenen Stängeln haben bereits die ersten Insekten überwintert. Im Sommer erreicht die Blühmischung eine Höhe von etwa 1,75 m. Zwei- und mehrjährigen Pflanzen sind in voller Blüte und ein Insektenparadies. Zum Herbst und Winter bleiben die hohen Stängel der Karde und die Blütenstängel der Süßgräser als Deckung und Körneräsung stehen. Blatt- und Körneräsung für das Niederwild sind weiter vorhanden. Im dritten bis fünften Jahr dominieren die mehrjährigen Pflanzenarten und Stauden. Ein- und zweijährige Arten treten teils weiter auf, da sich einige Pflanzen gut über Samen weitervermehren. Die Mischung bekommt einen artenreichen Blühwiesen-Charakter. Inzwischen haben sich auch nicht flugfähige Insektenarten, Kleinsäuger und eventuell sogar Reptilien angesiedelt. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. N 50 kg/ha P/K/MgO = Versorgungsstufe C Zusammensetzung: Buchweizen, Sonnenblumen, Waldstaudenroggen, Winterfutterraps, Futterkohl Furchenkohl, Winterrübsen, Herbstrübe, Rohrglanzgras, Knaulgras, Glatthafer, Wiesen-Lieschgas, Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rotklee, Weißklee, Hornschotenklee, Luzerne, Spitzwegerich, Gemeiner Fenchel, Wiesen-Kerbel, Brauner Dost, Gemeiner Pastinak, Borretsch, Korn-Flockenblume, Skabiosen Flockenblume, Wiesen-Flockenblume, Gemeine Wegwarte, Wiesen-Pippau, Wilde Möhre, Roter Fingerhut, Wilde Karde, Gewöhnlicher Natternkopf, Echtes Johanniskraut, Wiesen-Bocksbart, Wiesen-Witwenblume, Wiesen Sauerampfer, Gewöhnliches Seifenkraut, Weiße Lichtnelke, Rainfarn, Gemeiner Löwenzahn, Große Brennnessel, Echter Baldrian, Großblütige Königskerze, Schwarze Königskerze (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Turtetra ZS ist ein leistungsfähiges Welsches Weidelgras Saatgut für intensive Grünland- und Futterbausysteme. Die Sorte zeichnet sich durch schnellen Auflauf, hohe Keimfähigkeit und zügige Bestandsentwicklung aus. Sie liefert bei mehrmaliger Nutzung hohe, blattreiche Erträge mit guter Futterqualität und überzeugt durch Widerstandsfähigkeit und stabile Bestände. Ideal geeignet für Zwischenfruchtanbau, Ackerfutter, Nachsaaten und die Sanierung von lückigen Beständen. Mit Turtetra ZS erweitern Sie Ihr Sortiment um ein zuverlässiges Qualitäts-Saatgut, das die Anforderungen professioneller landwirtschaftlicher Betriebe sicher erfüllt.
Für angelegte Wildackerflächen stellen wir ein Informationsschild bereit. Hier werden die Passanten im Besonderen darauf hingewiesen, dass hier eine Ruhezone für Wildtiere geschaffen wurde und Hunde aus diesem Bereich ferngehalten werden sollten. Maße: ca. 57 x 38 x 0,5 cm