Bohnen
Als Bohnen werden die Hülsen und Körner verschiedener Leguminosen bezeichnet. Es handelt sich dabei um sehr unterschiedliche Pflanzen, die sich aber in ihrer Verwendung ähneln. Bohnen sind schon seit Jahrtausenden ein wichtiges Nahrungsmittel.
In dieser Kulturanleitung für Bohnen finden Sie alle wichtigen Tipps und Hinweise für eine erfolgreiche Anzucht und Ernte.
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Bohnenvielfalt in Farbe und Form
Die bekanntesten Bohnen im Überblick
- Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris var. vulgaris) sind eine kletternde Form, die an Stangen oder Schnüren nach oben wachsen.
- Buschbohnen (Phaseolus vulgaris var. nanus) sind Sorten mit begrenztem Wuchs. Sie benötigen keine Stütze.
- Die grünen Hülsen von 'Duplika', 'Maxi', 'Limka' und vielen anderen Sorten können zu Brech- oder Schnippelbohnen verarbeitet werden.
- Die breiten, flachen Schwertbohnen werden meist in feine Streifen geschnitten, während die rundhülsigen Sorten in Stücke zerkleinert werden.
- Violette Sorten wie 'Purple Teepee' und 'Blauhilde' werden beim Kochen grün.
- Die gesprenkelte 'Borlotto rosso' sind sogenannte Palbohnen. Sie werden erst geerntet, wenn die Hülsen völlig trocken und die Körner ganz ausgereift sind. Dann lassen sich die Körner an einem trockenen, luftigen Ort problemlos lagern und können bei Bedarf für Eintöpfe verwendet werden. Ihre jungen Hülsen können auch wie Schnippel- oder Brechbohnen zubereitet werden.
- Die goldgelben Wachsbohnen 'Golden Teeppee', 'Golddukat', 'Voletta' und 'Neckargold' werden vor allem zum Einkochen und für Bohnensalate verwendet.
Bohnen im eigenen Garten richtig anbauen
Beim Anbau von Bohnen kommt es immer darauf an, welche Art und Sorte ausgewählt wurde. Generell brauchen Bohnen aber einen gleichmäßig feuchten Boden, damit die Samen zuverlässig keimen. Ist der Boden zu trocken, stockt die Entwicklung. Außerdem steigt das Risiko, dass die Pflanzen von der gefürchteten Bohnenfliege befallen werden.
So geht's:
- Buschbohnen können in Reihen oder in Horsten ausgesät werden. Bei der Reihensaat werden 2 bis 3 cm tiefe Rillen in das Beet gezogen, in welche die Bohnen im Abstand von 8 bis 10 cm abgelegt werden. Anschließend werden die Bohnen mit Erde abgedeckt und gut angedrückt. Bei der Horstsaat werden immer 4 bis 6 Bohnen zusammen in ein 2 bis 3 cm tiefes Loch gelegt, abgedeckt und angedrückt. Die einzelnen Horste haben idealerweise einen Abstand von 40 cm zueinander.
- Stangenbohnen werden direkt an ihrer Rankhilfe ausgesät. 4 bis 6 Bohnen genügen pro Rankhilfe. So finden die Jungpflanzen sofort nach dem Keimen den benötigten Halt.
Wenn Buschbohnen und Puffbohnen etwa 10 cm hoch sind, empfiehlt es sich, sie anzuhäufeln. Dazu wird Erde rund um die Stängel zusammengeschoben. Das stützt die Pflanzen und regt sie dazu an, mehr Wurzeln zu bilden. Bei Stangenbohnen ist das Anhäufeln nicht nötig, da sie an den Stangen und Schnüren entsprechend Halt finden.
Die Maden der Bohnenfliege bohren sich in die jungen Bohnenkeimlinge und töten sie ab. Das Risiko ist besonders hoch, wenn der Boden frisch mit Mist gedüngt wurde oder im Vorjahr bereits Bohnen auf der Fläche standen, an deren Resten Bohnenfliegen überwintert haben können. Aus diesem Grund sollten Bohnen nur alle 3 bis 4 Jahre auf ein und demselben Beet angebaut werden. Ein Gemüseschutznetz verhindert, dass Bohnenfliegen die Saatstellen erreichen und ihre Eier an den Samen ablegen können. Außerdem schützt es die Keimlinge vor Vögeln und Schnecken, die zu gerne an den jungen Trieben fressen. Bohnenkraut zwischen den Bohnenreihen vertreibt wiederum die Schwarze Bohnenlaus.
KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Bohnen im Überblick
Bohnen in der Küche
Sie möchten wissen, wie Sie mit Kulturproblemen beim Anbau von Bohnen umgehen?
Damit Bohnen auch im eigenen Garten problemlos gedeihen kann, haben wir Ihnen hier eine Liste der wichtigsten Krankheiten und Schädlinge zusammengestellt.
Es wird erklärt, welche Symptome Bohnen bei einem Befall zeigt, wie Sie vorbeugen und Schädlinge bekämpfen können.