Amaryllis, oder auch Rittersterne (Hippeastrum) genannt, sind subtropische Zwiebelpflanzen aus Südamerika. Ihr Lebenszyklus wird durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten gesteuert. Es gibt viele Zuchtformen mit imposanten, großen Blüten, die bei uns im Winter und Frühjahr im Haus blühen.
Eine Nymphe stand Pate für die Amaryllis
Schön wie die Blume ist die Liebesgeschichte, die Pate für die Amaryllis stand: Amaryllis war eine Nymphe, die sich in einen hübschen Hirten namens Alteo verliebte. Er erwiderte ihre Gefühle nicht, worauf sie ihr Herz mit einem goldenen Pfeil durchbohrte. Wo die Blutstropfen auf die Erde fielen, erblühten Blumen von einmaliger Schönheit. Alteo war von so viel Aufopferung gerührt und verliebte sich ebenfalls in sie. Ihr Herz heilte – und die Welt der Blumen hatte eine wunderbare neue Schönheit gewonnen.
Eine südamerikanische Schönheit
Ein wenig kollidiert die Sage mit der Realität: Die Amaryllis zählt nämlich - wie die Narzisse - zu den Amaryllisgewächsen, die vor allem in Mexiko, der Karibik und im Norden Argentiniens heimisch sind. Um das Jahr 1800 wurde Hippeastrum erstmals in Europa kultiviert – seitdem strahlt sie auch bei uns, und zwar als pflegeleichte Zimmerpflanze, die sich auf der hellen Fensterbank bei Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad wohlfühlt. Nur direkter Mittagssonne möchte sie nicht ausgesetzt werden.
Rittersternekönnen über Jahre hinweg kultiviert werden und blühen jedes Jahr wieder. Die Zwiebeln werden im Herbst während ihrer Ruhezeit eingepflanzt. Im Oktober/November kommen die Zwiebeln in Blumenerde, sodass noch zwei Drittel der Zwiebel aus dem Substrat schauen. Wählen Sie den Topf so groß, dass um die Zwiebel noch mindestens 3 cm Platz sind. Die Pflanzen werden dann einmal angegossen und das Substrat dann ständig etwas feucht gehalten. Zum Gießen geben Sie das Wasser am besten in den Untersetzer oder den Übertopf, damit das Substrat sich von unten voll Wasser saugt. So kommt das Wasser zu den Wurzeln, ohne dass die Zwiebel nass wird. Stellen Sie den Topf dann an einen hellen Platz.
Etwa ab Anfang Dezember – bei einigen Sorten auch erst ab Januar – zeigen sich die ersten Knospen. Meistens bilden sich zuerst die langen hohlen Blütenstiele und erst später zeigen sich die ersten Blätter. Die Blüten wachsen zum Licht und können, wenn sie sich zu stark neigen, aus dem Topf kippen. Viele Wurzeln haben die Zwiebeln am Anfang nämlich noch nicht. Darum sollten Sie den Topf täglich etwas drehen, damit die Pflanzen möglichst gerade nach oben wachsen.
Die Blütestände tragen meistens zwei bis vier, teilweise aber auch mehr als 10 Blüten. Aus großen Zwiebeln können zwei oder drei Blütenstandstiele wachsen. Wenn die Blüten verwelkt sind, wird der Blütenstand so weit unten wie möglich abgeschnitten. Die Pflanzen beginnen nun verstärkt, ihre riemenförmigen Blätter zu schieben. Sie sollten die Rittersterne über den Sommer regelmäßig gießen und düngen. Dann sammeln sie neue Energie, die Zwiebel wächst und es bilden sich neue Blütenanlagen.
Ab Juni sollte es warm genug sein und die Töpfe können in den Garten gestellt werden. Schützen Sie sie die Blätter aber zunächst vor direkter Sonne, damit es keinen Sonnenbrand gibt. Ab Ende August wird dann weniger gegossen und das Substrat darf nun ganz austrocknen. Die Blätter trocknen ein und die Zwiebeln gehen in Ruhe. Im September und Oktober ruhen die Pflanzen. Sie können nun bei etwa 15 °C an einem dunklen Ort stehen. Im Oktober/November werden die Zwiebeln umgetopft und der Zyklus beginnt von vorne.
Die Rittersterne gehören zur Gattung Hippeastrum. Trotzdem werden sie meistens als Amaryllis bezeichnet und auch unter dem Namen angeboten. Die einzige echte Amaryllis ist die Belladonna-Lilie (Amaryllis belladonna). Sie stammt aus Afrika und nicht wie die Rittersterne aus Südamerika.
Ursprünglich wurden die Pflanzen 1753 von Linné als Amaryllis beschrieben. Zwischen 1820 und 1830 stellte der Botaniker Dean William Herbert die Gattung Hippeastrum mit Hippeastrum reginae und Hippeatrum equestris auf. Bei Amaryllis sind die Samen rund, fleischig und etwa 15 mm groß. Sie sind in einer einfachen Kapsel. Bei Hippeastrum sind sie klein, flach und von einer papierartigen, schwarzen Hülle umgeben und sitzen in einer dreifächerigen Kapsel.
In den 1950ern und 1960ern versuchten einige Botaniker die Bezeichnung Amaryllis wieder für die südamerikanischen Arten einzuführen. 1954 wurde auf einem Kongress beschlossen, den Namen Amaryllis für die Belladonna-Lilie beizubehalten und die südamerikanischen Arten weiterhin Hippeastrum zu nennen. Trotzdem brachte Hamilton Traub 1963 eine Klassifizierung der Amaryllidaceae heraus, in der er alle Hippeastrum-Arten als Amaryllis aufführte und die Belladonna-Lilie zur Gattung Brunsvigia gezählt wurde. Heute gilt als Gattungsname unbestritten Hippeastrum für die Rittersterne. Es sind rund 80 Arten und mehr als 600 Zuchtformen bekannt.
Die meisten Sorten haben große, ungefüllte Blüten mit breiten Blütenblättern. Es werden großblütige, kleinblütige und Cybister-Typen unterschieden. Es gibt Sorten mit einfarbigen, mehrfarbigen, gefüllten und ungefüllten Blüten.
Als großblütig gelten Sorten mit einem Blütendurchmesser von mehr als 16 cm. 'Coquette', 'Happiness', 'Hermitage' und einige andere erreichen sogar einen Durchmesser von bis zu 25 cm. Bei den meisten Rittersternen bleiben die Blüten aber kleiner als 20 cm. Samtig, dunkelrote Sorten wie 'Dark Red' oder die gefüllte 'Red Nymph' sind besonders beliebt.
Kontrastreich sind 'Pasadena', 'Exotic Peacock', 'Lilystar' und 'Baby Star', die einen weißen Streifen auf jedem roten Blütenblatt haben, sodass aus dem Zentrum der Blüten ein heller Stern leuchtet. 'Samba' hat auffallend runde, erdbeerrote Blütenblätter mit weißem Mittelstreifen und weißem Saum. 'Dancing Queen' hat gefüllte, rosa-weiß gestreifte Blüten. Bei 'Elvas' haben die weißen Blütenblätter einen feinen rosa Saum und sind auch an der Basis rosa überlaufen.
Die kleinblütigen Hippeastrum-Sorten haben einen Blütendurchmesser von 9 bis 12 cm. Sie sind weniger weit verbreitet. Zu ihnen gehören zum Beispiel die rot-weiße 'Tres Chic' und die grüne 'Evergreen'. Sorten, zu deren Stammeltern Hippaestrum cybister gehört, haben filigrane Blüten mit schmalen Blütenblättern. Solche Cybister-Typen sind zum Beispiel 'Chico', 'Sumatra' und 'Lima'. 'Lemon Butterfly' ist eine cremeweiße bis grünlichgelbe Sorte aus dem Formenkreis. Hippeastrum papilio gehört zu den wenigen Arten, die manchmal im Handel zu bekommen sind.
Starke Akzente kann man auch in der Vase mit der Amaryllis setzen.
Damit die Blütenköpfe aufrechter stehen und nicht abknicken, kann einfach einen dünnen Bambusstab in den hohlen Stiel schieben.
Das Aufrollen des Stiels wird verhindert, indem man das Stielende mit durchsichtigem Klebeband umwickelt.
Bitte das Wasser alle vier Tage austauschen – es wird sonst milchig.
Die intensiv gefärbten Staubfäden mancher Sorten können Flecken auf der Kleidung oder der Tischdecke hinterlassen. Vorsorglich kann man diese einfach mit der Schere abschneiden.
Haben Sie gewusst, dass man Amaryllis auch ohne Wasser kopfüber arrangieren kann? Dazu füllt man einfach den hohlen Stiel mit Wasser. Die Blüte hält dann ebenso lange wie in der Vase. So ein Arrangement sieht beispielsweise hübsch mit frischem Grün von Tanne oder Seidenkiefer aus.
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