Wildacker-Einzelsaaten
Mit Wildackereinzelsaaten gestalten Sie Ihren Wildacker individuell und exakt nach den Bedürfnissen Ihres Reviers. Anstatt fertiger Mischungen können Sie gezielt einzelne Pflanzenarten auswählen – für optimale Äsung, bessere Deckung oder gezielte Wildlenkung. Ob eiweißreiche Leguminosen, schnell wachsende Deckpflanzen oder insektenfreundliche Blühpflanzen – mit unserem hochwertigen Wildacker-Einzelsaaten schaffen Sie stabile, artenreiche und funktionale Wildackerflächen.
Hegemeister Kiepenkerl
Süßlupine Probor, blauBei der Süßlupine 'Probor' handelt es sich um eine blaue Süßlupine, die bitterstoffarm ist und deren zur Reife gekommene Samen einen hohen Eiweißgehalt aufweisen. Aus diesem Grund ist sie bestens als Futterpflanze auf dem Wildacker geeignet, zumal sie vom Wild komplett beäst wird. Darüber hinaus schafft 'Probor' mit einer Wuchshöhe von bis zu 120 cm ausreichend Deckung für bodenbewohnendes Wild.Von April bis August ist die Aussaat der Lupinensamen möglich. Je 1.000 m² Anbaufläche sind bei einer Reinsaat 20 kg Saatgut erforderlich. Im Vergleich zur gelben Lupinen ist 'Probor' als blaue Lupine weniger kalkempfindlich. Es ist dennoch empfehlenswert, das Saatgut nur auf leichten und mittleren Böden auszubringen, die einen pH-Wert zwischen 5,0 und 6,8 aufweisen. 'Probor' kann neben dem Einsatz als Wildfutterpflanze übrigens auch für Bodenkuren verwendet werden. Die Pflanzen binden im Boden den Luftstickstoff über Knöllchenbakterien und machen diesen für Nachfolgepflanzen verfügbar.
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Phacelia StalaDiese Phacelia ist eine schnell wachsende Sorte, die zum einen als Gründüngungspflanze eingesetzt wird und zum anderen als ausgezeichneter Nützlingsmagnet bekannt ist. Wenn die einjährigen Pflanzen ihre blauen, besonders nektarhaltigen Blüten entfalten, werden sie von Bienen, Hummeln & Co. in großer Zahl angeflogen. Das wiederum weiß das Federwild zu schätzen, weshalb die Phacelia auch für dieses indirekt eine hervorragende Nahrungsquelle darstellt. Für die Gründüngung ist Phacelia insofern interessant, als sie ein komplexes Wurzelsystem bildet und darüber viele Bodennährstoffe aufnimmt. Sterben die Pflanzen später ab und werden in den Boden eingearbeitet, werden die gebundenen Nährstoffe wieder freigesetzt und kommen der Nachfolgefrucht zugute. An sonnigen Standorten kann die Phacelia auf allen Böden von April bis September ausgebracht werden. Erforderlich sind bei einer Reinsaat 2 kg Saatgut für je 1.000 m²
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Senf AlbatrosBei diesem Gelbsenf handelt es sich um eine schnell wachsende Sorte, die Unkraut gut unterdrückt. Die Pflanzen bilden ein weitreichendes Wurzelnetzwerk, welches den Boden lockert und für nachfolgende Pflanzenarten besser erschließbar macht. Nach dem Abfrieren kann der Gelbsenf zudem in den Boden eingearbeitet werden, um diesen mit Nährstoffen anzureichern.Abgesehen von der Eignung als Gründüngungspflanze ist der Gelbsenf aufgrund seiner ölreichen Samen aber auch eine hervorragende Futterpflanze für bodenbewohnendes Federwild. Zudem wissen Rebhuhn und Fasan die gute Deckung der 120 cm hohen Pflanzen zu schätzen. An sonnigen bis halbschattigen Standorten mit humosen, kalkhaltigen Böden wächst Gelbsenf optimal. Er kann von Mai bis September ausgesät werden und erfordert bei einer Reinsaat eine Saatgutmenge von 2 kg je 1.000 m².
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Sonnenblume GTS FavoritMit ihren großen, bis zu 30 cm im Durchmesser messenden Blütenköpfen sorgt die Feldsonnenblume nicht nur für ein strahlend gelbes Blütenmeer. Vielmehr bietet sie auf dem Wildacker dem heimischem Federwild nach der Samenreife auch ein ausgezeichnetes Körnerfutter. Die Sonnenblume ist einjährig und wächst nach der Aussaat, welche von Mai bis August möglich ist, schnell heran. Voraussetzung dafür ist ein warmer, mittelschwerer und gut durchlüfteter Boden an einem sonnigen Standort. Zudem sollte eine ausreichende Wasserversorgung gegeben sein, da Sonnenblumen aufgrund ihrer Wüchsigkeit einen hohen Wasserbedarf haben. Hinsichtlich der Saatgutmenge müssen bei Reinsaat 3 kg je 1.000 m² eingeplant werden. Unter optimalen Bedingungen wächst Sie auf bis zu 2 m heran. Der Wuchs ist aufrecht und das Laub an den leicht behaarten Stielen herzförmig bis lanzettlich geformt. Zur Blüte kommen die Pflanzen in der Zeit von Ende Juni bis Oktober. Bei der Bestellung eines Wildackers wird 'GTS Favorit' insbesondere als Mischungspartner und Stützfrucht eingesetzt.
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Welsches Weidelgras Turtetra ZSTurtetra ZS ist ein leistungsfähiges Welsches Weidelgras Saatgut für intensive Grünland- und Futterbausysteme. Die Sorte zeichnet sich durch schnellen Auflauf, hohe Keimfähigkeit und zügige Bestandsentwicklung aus. Sie liefert bei mehrmaliger Nutzung hohe, blattreiche Erträge mit guter Futterqualität und überzeugt durch Widerstandsfähigkeit und stabile Bestände. Ideal geeignet für Zwischenfruchtanbau, Ackerfutter, Nachsaaten und die Sanierung von lückigen Beständen. Mit Turtetra ZS erweitern Sie Ihr Sortiment um ein zuverlässiges Qualitäts-Saatgut, das die Anforderungen professioneller landwirtschaftlicher Betriebe sicher erfüllt.
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Ölrettich RomesaBei dem einjährigen Ölrettich handelt es sich um eine rasch wachsende Nutzpflanze, die vielseitig eingesetzt werden kann. So schafft sie auf dem Wildacker mit gut 100 cm Höhe eine hervorragende Deckung und die reifen Fruchtstände liefert zudem eine wertvolle Körneräsung. Daneben wird Ölrettich oft als Zwischenfrucht zur Gründüngung angebaut. Während seine Blätter den Boden gut beschatten, lockern die tiefreichenden Wurzeln den Boden effektiv auf und schützen ihn zudem vor Erosion. Insbesondere in Zuckerrübenfruchtfolgen wird Ölrettich auch als Fangpflanze eingesetzt, wenn es darum geht, Bodennematoden zu bekämpfen.Der Ölrettich ist eine sehr anpassungsfähige und nur wenig spätfrostempfindliche Pflanze. Für die Aussaat kommen die Monate von April bis August infrage. 2,5 kg Saatgut sind bei einer Reinsaat für 1.000 m² erforderlich. Die besten Anbauergebnisse lassen sich auf durchlockerten, nährstoffreichen Böden erzielen.
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Glatthafer AroneGlatthafer ist eine Komponente für extensive Bewirtschaftung und zusammen mit Knaulgras ein wertvoller Partner in Kleegrasgemischen für trockene Standorte.
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Luzerne GiuliaDie mehrjährige Luzerne wird nicht ohne Grund als "Königin der Futterpflanzen" bezeichnet. Im Hinblick auf den äußerst hohen Futterwert und der hervorragenden Lockwirkung ist diese Bezeichnung mehr als verdient. Die Pflanzen sind reich an Proteinen, Vitaminen und Lysinen. Insbesondere für Schalenwild stellen sie einen schmackhaften Leckerbissen dar. Gerade bei mehrjährigem Anbau wird ein mit Luzerne bepflanzter Wildacker dadurch zu einem dauerhaften Anlaufpunkt für das Wild. Wenn die Pflanzen in Blüte stehen, stellen sie für Hummeln als hauptsächliche Bestäuber, aber auch für andere Nektar und Pollen suchende Insekten zudem eine wertvolle Nahrungsquelle. Dank der symbiotischen Beziehung mit Knöllchenbakterien, welche sich an den Wurzeln der Pflanzen sammeln, kann die Luzerne den Luftstickstoff im Boden fixieren und diesen so mit dem wertvollen Pflanzennährstoff anreichern. Für die Aussaat des Saatgutes kommen die Monate von Mai bis August infrage. Bei einer Reinsaat wird mit 2,5 kg Saatgut pro 1.000 m² geplant. An den Boden stellt die Luzerne sehr hohe Ansprüche, um optimal wachsen zu können. Staunässe und nur wenig Bodentemperatur verträgt sie nicht, dafür umso mehr warme, durchlässige und sauerstoffreiche Böden, welche sie gut durchwurzeln kann. Auch sollte der pH-Wert nahezu neutral sein.
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Futtererbse SusanBei der Futtererbse handelt es sich um eine Zwischenfruchtpflanze zur Futtergewinnung und Bodenverbesserung. Sie weist eine hervorragende Jugendentwicklung auf und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 150 cm. Insbesondere Schwarz- und Schalenwild liefert die Futtererbse dank ihrer hohen Leistung an Trockenmasse und Rohprotein eine schmackhafte Äsung. Zugleich bedeckt sie durch ihr rasches Wachstum den Boden in kurzer Zeit und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Unkrautunterdrückung. In der Anzucht zeigt sich die Futtererbse sehr unkompliziert. Sie ist für alle Böden geeignet und wird überwiegend im Gemenge mit Wicken und Ackerbohnen angebaut. Die Aussaatzeit beläuft sich auf die Monate von Mai bis August. Pro 1.000 m² müssen im Falle einer Reinsaat 15 kg Saatgut bei einem Tausendkorngewicht von 150 bis 200 g aufgewendet werden.
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Schwedenklee LomiaiDer auch als "Bastardklee" bekannte Schwedenklee ist eine europaweit verbreitete sommergrüne, mehrjährig und ausdauernd wachsende Wildackerpflanze. Wie viele andere Kleearten ist auch der Schwedenklee sehr eiweißreich, jedoch weniger schmackhaft. Als einzige Pflanze auf dem Wildacker wird er aber dennoch vom Wild gut angenommen. Alternativ ist eine Mischung mit anderen Pflanzen problemlos möglich. Zur Blütezeit in den Monaten von Mai bis August stellen die 30 bis 40 cm hohen Pflanzen aufgrund ihrer nektarreichen Blüten eine begehrte Nützlingsoase dar. Anders als Rotklee fühlt sich der Schwedenklee auch in feuchten Lagen wohl. Rauere klimatische Bedingungen, tiefe Temperaturen und sogar zeitweise Überschwemmungen verkraftet er ebenfalls gut. Da er eine höhere Selbstverträglichkeit mitbringt und weniger anfällig gegen Kleekrebs ist, gilt der Schwedenklee im Vergleich zu Rotklee als geeignetere Zwischenfruchtpflanze. Mittels Knöllchenbakterien kann er den Stickstoff aus der Luft binden und zu einer Bodenverbesserung beitragen. Bei Reinsaat müssen je 1.000 m² 2 kg Saatgut bereitgehalten werden. Von Mai bis August ist das Zeitfenster für Aussaat geöffnet.
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Gelbklee EkolaBei dem Gelbklee handelt es sich um eine ein- oder zweijährige Pflanze, die grün überwintert. Gelbklee ist in Europa und Asien heimisch und als Hopfenklee, Hopfen-Luzerne oder Zetterklee ebenfalls bekannt. Mit Vorliebe gedeiht der Gelbklee auf sommerwarmen, kalkhaltigen Löß- und Lehmböden, die eine gute Nährstoffversorgung bieten. Auf Nässe reagiert er empfindlich. In der Zeit von April bis August ist die Aussaat der Gelbkleesamen möglich, wobei eine Menge von 2 kg je 1.000 m² bei Reinsaat aufzubringen ist.Im Vergleich zu Rotklee ist Gelbklee bitterer im Geschmack. Das hat zur Folge, dass er trotz eines hohen Eiweißgehaltes vom Wild weniger gut angenommen wird. Seine Stärken spielt Gelbklee aber umso mehr im Hinblick auf die Bodenverbesserung aus. Da er im zweiten Jahr zügig austreibt, unterdrückt er unerwünschte Beikräuter zuverlässig. Die viele Biomasse, welche der Gelbklee bildet, eignet sich zudem als Gründüngung hervorragend. Nicht zuletzt sind die Pflanzen zur Blütezeit eine wertvolle Nektaroase für Insekten und schützen so die Artenvielfalt auf dem Wildacker.
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Perserklee MaralBei dem einjährigen Perserklee handelt es sich um eine ertragreiche Wildackerpflanze, die vorwiegend zur Futterproduktion und Gründüngung angebaut wird. Wie alle Kleearten ist er reich an Eiweiß und wirkt auf Schalenwild und Feldhasen besonders attraktiv. Schon früh im Jahr bietet er ihnen eine schmackhafte Äsung und hält dank seiner hohen Wüchsigkeit auch Verbiss gut aus. Während der Blütezeit ziehen die wohlriechenden Blüten unzählige Insekten auf Nektarsuche an und liefern auch diesen ein wertvolles Nahrungsangebot. Gerade in unserer von Monokulturen geprägten Kulturlandschaft leistet der Perserklee somit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Da er mittels Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff anreichert, spielt er nicht zuletzt bei der Gründüngung eine wichtige Rolle.Perserklee ist auch als Wende-Klee bekannt und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Hierzulande kommt er in natürlicher Form nur eingeschleppt vor. Aufgrund seiner Herkunft bevorzugt er warme Böden, die gut mit Wasser versorgt sind, ist sonst aber anspruchslos. Bei einer Reinsaat sind 2 kg Saatgut je 1.000 m² erforderlich. Das Zeitfenster für die Aussaat ist von April bis August geöffnet.
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Weißklee PericonDer Weißklee ist sehr ertragreich, mit hoher Narbendichte und guter Gesundheit. Dadurch, dass dieser Weißklee säurearm ist, wird dieser auch vom Wild angenommen. Mittlerer bis hoher Proteingehalt und gute Schmackhaftigkeit sind Grundlage für einen hohen Futterwert. Er gedeiht am besten auf schwerem, feuchtem Boden bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit. Die Winterhärte ist ausreichend. Weißklee ist die einzige Futterleguminose, die intensiver Beweidung auf Dauer standhält. Durch die Symbiose mit Knöllchenbakterien ist Weißklee in der Lage, Stickstoff aus der Luft im Boden zu binden. Damit schafft er eine wertvolle Nährstoffvoraussetzung für Folgekulturen. Die Aussaat kann bereits im März erfolgen und ist bis in den September hinein möglich. Schwere, feuchte Böden und eine hohe Luftfeuchtigkeit bieten ideale Wachstumsbedingungen. Für eine Reinsaat sind 2 kg je 1.000 m² einzuplanen.
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WaldstaudenroggenBei dem Waldstaudenroggen (Secale multicaule) handelt es sich um eine wertvolle Pionierpflanze mit langer Anbautradition. Fast 7.000 Jahre reicht seine Geschichte zurück, weshalb er auch als "Ur-Roggen" bezeichnet wird. Der große Vorteil des Waldstaudenroggens ist seine Anspruchslosigkeit an Standort und Boden. Diese hat zur Folge, dass er gänzlich ohne Bodenvorbereitung auf Rohböden als Ersteinsaat ausgesät werden kann. Sogar auf nährstoffarmen Sandböden gedeiht er problemlos. Holzeinschlagsflächen oder Rückeschneisen bieten sich beispielsweise für eine Aussaat an. Unter Aufbringung von 9 kg Saatgut je 1.000 m² kann der Waldstaudenroggen von Mai bis Oktober in die Erde gebracht werden.Die zweijährige, bis zu -25 °C frostharte Pflanze wächst schnell heran und erreicht eine Wuchshöhe von stattlichen 1 bis 2 m. Damit bietet sie vielen verschiedenen Wildarten eine ausgezeichnete Deckung. Im zweiten Anbaujahr wird Waldstaudenroggen weniger beäst. Kommt es aber zu Mangelzeiten, liefert er den Tieren auf dem Wildacker dennoch ein brauchbares Futter.
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Ackerbohne TiffanyDie Ackerbohne wird nicht ohne Grund auch als "Saubohne" bezeichnet, denn insbesondere für Wildschweine stellt sie - fernab von Hafer, Mais und Weizen - eine überaus geschätzte Futterpflanze dar. Die Sorte 'Tiffany' bildet hierbei keine Ausnahme. Sie kann ab Februar ausgesät werden, um dem Schwarzwild schon in den Sommermonaten eine schmackhafte und eiweißreiche Körneräsung zu bieten. Darüber hinaus lassen die 1 bis 2 m hohen Pflanzen aufgrund ihrer langen Blütezeit eine üppige Nektar- und Pollenoase für Bienen, Hummeln & Co. entstehen.An die Wasserversorgung stellt die Ackerbohne über die gesamte Kulturdauer hinweg hohe Ansprüche. Standorte, die im Frühjahr noch niederschlagsreich, im Sommer aber eher trocken sind, kommen daher für einen erfolgreichen Anbau nicht infrage. Bewährt haben sich mittlere und schwere Böden, da diese das Wasser gut speichern können. Die Aussaat kann bis in den August hinein erfolgen, wobei eine Saatgutmenge von 20 kg je 1.000 m² für eine Reinsaat einzuplanen ist. Nach der Aussaat entwickeln die Pflanzen schnell ein ausgedehntes Wurzelsystem mit dicken Pfahlwurzeln. Über diese können in hohem Maße Stickstoff im Boden gebunden und auch Phosphatvorräte erschlossen werden.
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Rübsen MalwiraDer zweijährige Rübsen auch Winterrübsen, dient vorrangig zur Gründüngung. Hier kann sie den Vorteil, den im Boden vorhandenen Stickstoff vor Auswaschungen zu schützen, voll und ganz ausspielen. Weniger gefragt ist der Rübsen hingegen als Futterpflanze, da sie vom Wild nur in Zeiten eines mangelnden Nahrungsangebots beäst wird. Insgesamt erreichen die Pflanzen eine Wuchshöhe von 30 bis 40 cm. Sie sind sehr genügsam und stellen kaum Ansprüche an Standort und Boden. Im Vergleich zu Raps können Winterrübsen deutlich später ausgesät werden. So erstreckt sich das Zeitfenster für die Aussaat von April bis Oktober. Für eine Fläche von 1.000 m² müssen bei einer Reinsaat 1 kg Saatgut aufgewendet werden. Im Herbst treiben die Pflanzen erneut aus, falls die Aussaat früh im Jahr erfolgt ist.
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Rotklee Lucrum, diploidBei dem Rotklee 'Lucrum' handelt es sich um eine diploide Sorte, die als Futterpflanze auf dem Wildacker sehr geschätzt wird. Die Anbautradition des auch als Wiesenklee bekannten Rotklees reicht in Deutschland bis ins 11. Jahrhundert zurück. Er ist ein wichtiger Bestandteil von mehrjährigen Gemengen und kann von März bis September über einen langen Zeitraum ausgesät werden. Bei Reinsaat sind 2 kg Saatgut je 1.000 m² aufzubringen. Frische und nährstoffreiche Böden sind als Standort ideal. Da Rotklee nicht nur widerstandsfähig gegenüber Krankheiten ist, sondern auch Kälte und Frost gut verträgt, kann er auch in alpinen Lagen bis über 2.000 m angebaut werden.Als eiweißreiche Äsungspflanze wirkt 'Lucrum' auf Hasen sowie Rot-, Dam-, Reh- und Sikawild besonders anziehend. Daneben gilt er aufgrund seiner nektarreichen roten Blüten als ausgezeichnete Bienentrachtpflanze. Zur Bodenverbesserung leistet Rotklee ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Die 40 cm hohen Pflanzen wurzeln bis zu 2 m tief und binden mittels Knöllchenbakterien an den langen Wurzeln den Stickstoff aus der Luft im Boden, der dann anderen Pflanzen gleichermaßen zur Verfügung steht.
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Hornschotenklee San Gran GrabieleDer Hornschotenklee ist eine in vielerlei Hinsicht nützliche Pflanze für den Wildacker. Er gehört zu den Hülsenfrüchtlern und stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Daher gedeiht er auch mit Vorliebe an warmen, trockenen Standorten mit kalkhaltigem Boden. Der Hornschotenklee ist mehrjährig und erreicht eine Wuchshöhe von ca. 30 bis 40 cm. Für die Aussaat kommen die Monate März bis September infrage, wobei eine Saatgutmenge von 1,5 kg pro 1.000 m² bei Reinsaat aufzubringen ist. Auf dem Wildacker stellt er besonders für Schalenwild und Hasenartige eine schmackhafte Äsung mit hohem Eiweißgehalt und guter Lockwirkung dar. So lässt in seiner Nähe das Wild von den jungen Trieben und Knospen der Forstpflanzen ab, wodurch Fraßschäden deutlich reduziert werden können.Doch nicht nur als Äsungspflanze wird der Hornschotenklee geschätzt, sondern auch als Bienentrachtpflanze. Die gelben Blüten sind mit sehr zuckerhaltigem Nektar und Pollen gefüllt, der viele Insekten anzieht. Zudem freut sich das Federwild über die Raupen und Larven, welche sich häufig auf dem Hornschotenklee sammeln. Da er leicht giftig, aber für Säugetiere ungefährlich ist, fallen ihm vor allem Schnecken zum Opfer. Diese Eigenschaft ermöglicht den Einsatz gegen Schneckenfraß, vor welchem zum Beispiel Kohlarten geschützt werden müssen. Wie andere Kleearten auch bindet Hornschotenklee den in der Luft verfügbaren Stickstoff im Boden und sorgt so nicht zuletzt für eine natürliche Bodendüngung.
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Deutsches Weidelgras TurfgoldDas Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) ist eines der wichtigsten Hauptgräser für die meisten Rasenmischungen. Es bildet schmale bis mittelbreite Blätter. Die Keimdauer ist sehr kurz, Keimung nach ca. einer Woche. Es ist sehr belastbar und regenerationsfähig, besitzt aber eine geringe Trockenheitstoleranz. Lolium perenne behält eine gute Winterfarbe.
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Lein LirinaVorwiegend zur Ölgewinnung für die Nahrungsmittel- und Chemieindustrie wird Lein in der Landwirtschaft kultiviert. Die Sorte 'Lirina' gehört dabei zu den ertragreichsten überhaupt und ist ein herausragender Lieferant wertvoller Öle. Auch das verbleibende Ölschrot findet noch Verwendung und wird als diätisches Futtermittel eingesetzt. 'Lirina' ist einjährig und stellt an Standort und Boden keine großen Ansprüche. Die Sorte wächst in trockenen und warmen Lagen gleichermaßen gut wie in kühlen und feuchten. Lößböden, lehmige Sandböden oder sandige Lehmböden sind optimal, Tonböden mit Neigung zu Staunässe eher weniger geeignet. Von April bis August kann das Saatgut ausgebracht werden. Hierfür sind bei Reinsaat 15 kg pro 1.000 m² einzukalkulieren.Für den Wildacker ist Lein ebenfalls ein großer Gewinn. Die Körner sind vitamin-, fett- und glykosereich und stellen nicht nur für Federwild einen begehrten Leckerbissen dar, sondern auch für Schalenwild. Die bis zu 80 cm hohen Pflanzen sorgen darüber hinaus für eine gute Deckung für Niederwild und kleine Schalenwildarten. Die Körner stehen dem Wild als Nahrungsquelle lange zur Verfügung, da die Pflanzenstängel sehr standfest sind.
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Kulturmalve SylvaDie Kulturmalve 'Sylva' ist eine mineralstoffreiche Wildackerpflanze, die aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln nicht nur sehr trockenresistent ist, sondern auch für eine exzellente Bodenbedeckung sorgt. Sogar auf mageren Sandböden wachsen die Pflanzen rasch heran und halten beinahe jedes Unkraut effektiv zurück. Die anspruchslose Pflanze bevorzugt keine bestimmten Böden, sollte aber nicht Staunässe ausgesetzt sein. Da ihr Samen sehr hartschalig ist, kann es nach dem Anbau in den folgenden Jahren immer wieder zu Durchwüchsen kommen.Für die Aussaat steht von März bis August ein langes Zeitfenster offen. Im Falle einer Reinsaat sind 10 kg je 1.000 m² einzukalkulieren. Für Wildäcker eignet sich 'Sylva' aus zwei Gründen besonders gut: Zum einen stellen die Pflanzen für Schalenwild eine schmackhafte Äsung dar. Zum anderen blühen die mehrjährigen, bis zu 200 cm hohen Pflanzen bis in den Spätherbst hinein und bieten vielen Insekten auf Nahrungssuche damit lange einen reich gedeckten Tisch.
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Sudangras BovitalEine schnell wachsende, einjährige Kulturpflanze stellt das Sudangras 'Bovital' dar. Als Wildackerpflanze schafft sie mit einer Wuchshöhe von 150 bis 200 cm eine hervorragende Deckung auch für große Wildarten. Daneben kann 'Bovital' auch als Futterpflanze für Nutztiere angebaut oder für die Erzeugung von Biogas genutzt werden, da die Sorte sehr viel Biomasse bildet. Die Aussaat ist im Zeitraum von Mai bis Juli möglich und erfordert eine Saatgutmenge von 2 kg pro 1.000 m².Gemäß seiner tropischen Herkunft ist das Sudangras sehr trockenresistent und wärmeliebend. Bei der Standortwahl sollte von kalten, nassen und schweren Böden abgesehen werden, ansonsten stellt das Sudangras keine nennenswerten Ansprüche. Da die Pflanzen dem Boden verhältnismäßig viele Nährstoffe entziehen, müssen vor dem Ausbringen einer Folgefrucht dem Boden durch Düngung zunächst erst wieder wichtige Nährstoffe zugeführt werden.
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Bokharaklee, gelbDer Gelbe Bokharaklee (Melilotus officinalis) stammt aus der Familie der Hülsenfrüchtler und wird auch als Echter oder Gelber Steinklee bezeichnet. Früher wurde er hauptsächlich zur Bodenverbesserung eingesetzt, da seine bis zu 2 m tief reichenden Wurzeln Kies und Geröll gut festigen und somit vor Abtragung schützen können. Zudem besiedelte er steinige Böden generell überdurchschnittlich gut. Heute liegt der besondere Reiz des Bokharaklees jedoch vielmehr in seiner hervorragenden Tauglichkeit als Gründüngungspflanze. So ist er ein ausgezeichneter Stickstofffixierer und trägt ebenfalls zur Bodenbildung bei.Als Futterpflanze sollte der Gelbe Bokharaklee jedoch auch nicht unterschätzt werden. Die bis zu 2 m hohen Pflanzen liefern die höchsten Masseerträge aller Futterpflanzen und sind für Schalenwild ein echter Leckerbissen. Zur Blütezeit zwischen Mai und September tun sich außerdem jede Menge Insekten an den nektarreichen Blüten gütlich. Die Aussaat des mehrjährigen Gelben Bokharaklees kann zwischen April und August stattfinden. Mit Vorliebe gedeiht er auf trockenen und nährstoffreichen Böden. Sollte der pH-Wert weniger als 5,6 betragen, ist eine Kalkung empfehlenswert. Bei Reinsaat ist mit einer Saatgutmenge von 2,5 kg pro 1.000 m² zu rechnen.
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Rispenhirse KornbergerBei der Rispenhirse 'Kornberger' handelt es sich um eine äußerst anspruchslose Getreidepflanze, die auch auf ärmsten Böden und bei hoher Trockenheit noch gute Erträge liefert. Kennzeichnend für die auch als Echte Hirse bekannte Kulturpflanze sind die breiten Blätter und locker lanzettlich oder kompakt herabhängende Rispe, welche an der einblütigen Ähre wächst. Als Speisehirse ist die Rispenhirse vor allem für den Bio-Landbau von Interesse. Gründe hierfür sind einerseits der geringe Bedarf an Nährstoffen und andererseits das Fehlen nennenswerter Krankheiten und Schädlinge, die den Pflanzen gefährlich werden können.Wird die Rispenhirse auf dem Wildacker angebaut, dient sie vor allem dem Federwild wie Rebhuhn und Fasan als schmackhafte und energiereiche Körneräsung. Da die einjährigen Pflanzen ferner bis zu 2 m hoch werden, finden nicht nur Niederwild-, sondern auch Schalenwildarten genügend Schutz und Deckung im Pflanzenbestand. Im Mai und Juni ist die Aussaat der Rispenhirse möglich, wobei im Falle einer Reinsaat für 1.000 m² eine Saatgutmenge von 2 kg vonnöten ist.
Was sind Wildacker-Einzelsaaten?
Bei Wildacker-Einzelsaaten handelt es sich um einzelne Pflanzenarten, die speziell für die Aussaat auf Wildäckern ausgewählt wurden. Im Gegensatz zu fertigen Mischungen ermöglichen sie eine gezielte Planung und Anpassung an den jeweiligen Standort, die Wildart und die Zielsetzung. Sie eignen sich besonders für erfahrene Anwender, die ihre Flächen individuell gestalten oder bestehende Wildäcker gezielt optimieren möchten.
Welche Einzelsaaten gibt es?
Leguminosen (z. B. Klee, Lupinen): Eiweißreiche Futterpflanzen mit hoher Attraktivität für Wild. Sie verbessern gleichzeitig den Boden durch Stickstoffbindung.
Gräser und Getreide (z. B. Roggen, Weidelgras, Hafer): Sie sorgen für stabile Bestände, liefern Grundfutter und bieten teilweise Deckung.
Blühpflanzen (z. B. Phacelia, Sonnenblume): Locken Insekten an und fördern indirekt die Nahrungsbasis für Federwild.
Zwischenfrüchte und Spezialpflanzen (z. B. Raps, Lein): Verbessern die Bodenstruktur und liefern zusätzliche Äsung.
Vorteile von Einzelsaaten
Mit Einzelsaaten haben Sie maximale Freiheit bei der Gestaltung Ihres Wildackers. Sie können die Mischung individuell nach Ihrem Revierziel zusammenstellen, bestimmte Wildarten gezielt fördern und Äsung, Deckung und Blühpflanzen ganz nach Bedarf kombinieren. So können Sie auch bestehende Flächen gezielt ergänzen oder nachsäen und behalten dabei jederzeit die volle Kontrolle über den Pflanzenbestand.
Ein Beispiel für eine ausgewogene Kombination:
- Klee und Lupine für eiweißreiche Äsung
- Sonnenblume und Roggen für sichere Deckung
- Phacelia zur Förderung von Insekten
So entsteht ein stabiler, vielseitiger Wildacker, der ganzjährig genutzt werden kann.