Was versteht man unter „Wildackermischungen mehrjährig anlegen“?
Was versteht man darunter?
Wildackermischungen können entweder einjährig oder mehrjährig angelegt werden. Je nach Gebiet und der dort beheimateten Wildtierart ist ein anderes Saatgut sinnvoll. Aber auch die Aussaat der Wildackermischung kann sich unterscheiden, je nachdem, ob die Wildackermischungen mehrjährig oder einjährig kultiviert werden sollen. Wir beleuchten im Folgenden, worauf zu achten ist, wenn man Wildackermischungen mehrjährig anlegen möchte.
Wildackermischungen mehrjährig zu kultivieren, ist vor allem in Niederwildrevieren sinnvoll. In Hochwildrevieren mit viel Schalenwild sind Wildwiesen, besondere Einzelsaaten oder einjährige Wildackermischungen besser geeignet, da die mehrjährigen Saatgutmischungen dort nicht lange überdauern würden.
Obwohl in Niederwildrevieren Wildackermischungen mehrjährig angelegt werden sollten, die ab dem 2. Standjahr eine passende Brut- und Setzdeckung bieten, ist dies meist nicht der Fall. Statt die Ansprüche der Tiere zu erfüllen, achten Förderprogramme der Jägerschaften und Bundesländer in erster Linie auf die landwirtschaftlichen Bedingungen.
Hinweis: Inspiriert durch die natürlichen Rohrglanzgrasvorkommen im Naturschutzgebiet des Lehr- und Forschungsreviers des Landesjagdverbandes NRW in Rheinberg (Kreis Wesel), wurden seit 1996 Versuche einer langfristigen Begrünung von Flächen vorgenommen. Seit 1998 wurden dort trotz des starken Grünlandanteils dank unserer WSM 3® keine Rehkitze mehr ausgemäht. Der Landesjagdverband empfiehlt daher die WSM 3® als die sicherste mehrjährige Wildackermischung für unser Wild.
Wildackermischungen mehrjährig zu kultivieren, ist für Wildtiere sehr vorteilhaft, da in jedem Jahr andere Komponenten der Saatgutmischung gedeihen. So wird dem Wild ein überaus großes Nahrungsspektrum geboten. Im Frühjahr erhält das Jungwild durch die mehrjährigen Wildackermischungen eine sichere Deckung, welche durch eine Neuaussaat im Frühling oder durch einjährige Saatgutmischungen nicht gewährleistet werden kann. Das Anlegen von mehrjährigen Wildackermischungen ist auch auf sehr kleinen Flächen, wie etwa sonnigen Schneisenrändern, möglich.
Info: Wenn Wildackermischungen mehrjährig auf insektenfreundlichen Blühstreifen ausgesät werden, ist auch das Nahrungsangebot für Honig- und Wildbienen, Schmetterlinge und andere blütensuchende Insekten gesichert. Selbst mehrjährige Stilllegungen können mit der passenden Saatgutmischung aufgewertet werden.
Wer Wildackermischungen mehrjährig anlegen möchte, sollte besonders zwei Dinge beachten:
- Stehendes Wasser im Winter und die folgende Fäulnis können mehrjährigen Wildackermischungen sehr zusetzen.
- Eine zu hoch dosierte Aussaat ist nachteilig, da dadurch das Wachstum der mehrjährigen Bestandteile verhindert wird und stattdessen unerwünschte Ackerkräuter gedeihen.
Wildackermischungen mehrjährig zu kultivieren, benötigt demnach einige Vorbereitung. Es ist wichtig, zu wissen, welche Tierarten auf der Fläche leben und wie ihre Anforderungen und Präferenzen aussehen. Vertrauen Sie auf die Empfehlung des Landesjagdverbandes von NRW und greifen Sie auf unsere mehrjährige Wildackermischung WSM 3® zurück, die auch hier im Shop bestellt werden kann.
Diese Mischung ist ein Wild-Eldorado und eine Schmetterlingswiese. Sie bietet hervorragende Äsung und Deckung. Mit hohen Honig- und Pollenerträgen ernährt sie viele Wildbienenarten und dutzende Falterarten. Sie ist eine Weiterentwicklung aus seit Jahrzehnten bewährten Komponenten mit konkurrenzstarken und ausdauernden Wildpflanzen. Die Erprobungsphase dieser Mischung dauerte von 2014 bis 2020 und umfasste mehrere Reviere und viele Hektar landwirtschaftliche Versuchsflächen. Die Mischung enthält 45 Kultur- und Wildarten. Eine bezahlbare, artenreiche Mischung mit einem hohen Wildpflanzenanteil. 7-14 Tage nach der Aussaat erscheinen die ersten Keimlinge, die bei guten Wetterverhältnissen schnell unerwünschte Wildkräuter unterdrücken. Nach etwa 4 Wochen (Pflanzen ca. handflächenhoch), kann man einen Stickstoff-Einzeldünger geben (50 kg N Reinnährstoff). Etwa 6 Wochen nach Aussaat besteht eine erste sichere Brut- und Setzdeckung. Senf, Ölrettich und Phacelia dominieren zu dieser Zeit als Deckfrucht und sind ein Insektenmagnet. Im Laufe des Sommers entwickeln sich Buchweizen, Sonnenblumen, Kreuzblütler und Leguminosen zur gehaltvollen Herbst- und Winteräsung. Niederwilddeckung und Nahrung für Insekten ist ausreichend vorhanden. Diese Mischung hat ein ausgewogenes Blüh-, Blatt und Körner-Verhältnis. So ist gewährleistet, dass über den gesamten Anbauzeitraum alles in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Bis zum Frühjahr des zweiten Jahres haben sich die mehrjährigen Wildkräuter und Süßgräser voll entwickelt. Im 2. Anbaujahr bietet der Waldstaudenroggen, zusammen mit den anderen Süßgräsern und den verbliebenen Pflanzen aus dem ersten Anbaujahr, eine hervorragende Brut- und Setzdeckung. In den trockenen Stängeln haben bereits die ersten Insekten überwintert. Im Sommer erreicht die Blühmischung eine Höhe von etwa 1,75 m. Zwei- und mehrjährigen Pflanzen sind in voller Blüte und ein Insektenparadies. Zum Herbst und Winter bleiben die hohen Stängel der Karde und die Blütenstängel der Süßgräser als Deckung und Körneräsung stehen. Blatt- und Körneräsung für das Niederwild sind weiter vorhanden. Im dritten bis fünften Jahr dominieren die mehrjährigen Pflanzenarten und Stauden. Ein- und zweijährige Arten treten teils weiter auf, da sich einige Pflanzen gut über Samen weitervermehren. Die Mischung bekommt einen artenreichen Blühwiesen-Charakter. Inzwischen haben sich auch nicht flugfähige Insektenarten, Kleinsäuger und eventuell sogar Reptilien angesiedelt. Pflege: Keine besondere Pflege bei sach- und fachgerechter Anlage notwendig. Nährstoffversorgung: Der pH-Wert sollte je nach Bodenart im optimalen Bereich sein. N 50 kg/ha P/K/MgO = Versorgungsstufe C Zusammensetzung: Buchweizen, Sonnenblumen, Waldstaudenroggen, Winterfutterraps, Futterkohl Furchenkohl, Winterrübsen, Herbstrübe, Rohrglanzgras, Knaulgras, Glatthafer, Wiesen-Lieschgas, Gelbsenf, Ölrettich, Phacelia, Rotklee, Weißklee, Hornschotenklee, Luzerne, Spitzwegerich, Gemeiner Fenchel, Wiesen-Kerbel, Brauner Dost, Gemeiner Pastinak, Borretsch, Korn-Flockenblume, Skabiosen Flockenblume, Wiesen-Flockenblume, Gemeine Wegwarte, Wiesen-Pippau, Wilde Möhre, Roter Fingerhut, Wilde Karde, Gewöhnlicher Natternkopf, Echtes Johanniskraut, Wiesen-Bocksbart, Wiesen-Witwenblume, Wiesen Sauerampfer, Gewöhnliches Seifenkraut, Weiße Lichtnelke, Rainfarn, Gemeiner Löwenzahn, Große Brennnessel, Echter Baldrian, Großblütige Königskerze, Schwarze Königskerze (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Durch die Kombination von Heilkräutern und Klee dient diese bewährte Kräutermischung der Stärkung der Abwehrkräfte und trägt zu einer gesunden Ernährung bei. Auf im Revier verteilten Kleinflächen von beispielsweise 10 m x 10 m werden Hasen, Kaninchen und Schalenwild durch die Zusammenstellung interessanter und abwechslungsreicher Sorten - die in der Natur selten geworden sind - angelockt. Auch erhöht sich die Vielfalt der Arten durch Beimischung zu anderen mehrjährigen Mischungen. Zusammensetzung: Dill, Weißklee, Schwedenklee, Rotklee, Gelbklee, Hornschotenklee, Incarnatklee, Luzerne, Kulturmalve, Schafgabe, Ringelblume, Glockenblume, Hirtentäschel, Wilder Kümmel, Gemeine Wegwarte, Wilde Möhre, Gemeiner Fenchel, Petersilie, Bibernelle, Spitzwegerich, Kleiner Wiesenknopf, Löwenzahn (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Anspruchslose bis mäßig anspruchsvolle Wildackerpflanzen machen diese Mischung ideal für alte EU-Brachflächen, Schneisen und Blößen zur Ersteinsaat, da die Komponenten auch bei einem niedrigen pH-Wert gedeihen. Die Pflanzen zeigen durch ihr Wuchsverhalten den derzeitigen Zustand der Fläche an. Werden die Pflanzen nur wenige Zentimeter hoch, fehlen wichtige Nährstoffe. Sind die Pflanzen dagegen 30-40 cm hoch, können Sie bereits mit der Fläche zufrieden sein. Als Humusbildner kann der Stroh- und Grünmasseanteil der restlichen Pflanzen nach der Kulturzeit über zwei Jahre, die empfohlen wird, in den Boden eingearbeitet werden. Pflege: Keine besondere Pflege bei fachgerechter Bewirtschaftung notwendig. Düngung: 250 kg Volldünger je ha. Zusammensetzung: Rübsen, Futterraps (Winterraps), Buchweizen, Esparsette, Kulturmalve, Phacelia, Süßlupine, Hornschotenklee, Weißklee, Serradella, Waldstaudenroggen, Schwarzhafer (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Die Wildwiese ist eine Zusammenstellung aus Gräsern, Leguminosen und Kräutern, die eine artenreiche und vom Wild bevorzugte Mischung ergibt. Gerade das Schalenwild ist im Gegensatz zum Nutzvieh in der Auswahl seiner Nahrung sehr selektiv. Diese Mischung ergibt sich aus Wildbeobachtungen und Nahrungsanalysen, welche von erfahrenen Jägern durchgeführt wurden. Sie setzt sich zusammen aus elf Leguminosen (eiweißreich), vier äußerst wertvollen Kräutern und neun Süßgräsern. Diese neun Süßgräser sind von allen Süßgräsern die schmackhaftesten. Eine jährliche Pflege (Mahd) der Wildwiese sollte vorgenommen werden, um den Wiesencharakter zu erhalten und die Sicherstellung des Äsungswertes zu gewährleisten. Pflege: Jährliche Mahd mit Abräumen (Heu) oder Mulchen (Schlegeln) empfohlen. Düngung: 400-500 kg je ha Volldünger nach dem Auflaufen. Zusammensetzung: Deutsches Weidelgras, Glatthafer, Knaulgras, Rohrglanzgras, Ausl. Rotschwingel, Wiesen-Lieschgras, Wiesenschwingel, Wiesenrispe, Welsches Weidelgras, Schafgabe, Alexandrinerklee, Ringelblume, Esparsette, Gelbklee, Hornschotenklee, Inkarnatklee, Luzerne, Perserklee, Spitzwegerich, Rotklee, Schwedenklee, Serradella, Löwenzahn, Weißklee (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.) Diese Mischung können Sie mit folgenden Arten ergänzen: + 2 kg Hasenapotheke (Art.-Nr. 690509) = 2 kg + 35 kg Wildwiese mit Klee und Kräutern = 35 kg/ha - Wildwiese mit Klee und Kräutern plus (Gesamtaussaatmenge pro Hektar)
Die Mischung mit einer Auswahl an besten Kleearten und wertvollsten Kräutern bietet den Hasen und dem Schalenwild rund ums Jahr eine attraktive Lockäsung. Die Mischung bleibt niedrig genug, um sicher Rehwild anzusprechen. Die leichte Handhabung als Taschensaat macht sie sehr interessant. Selbst auf kleinen Flächen können wertvolle Biotope entstehen, indem sie aufgegrubbert werden und das Saatgut leicht eingearbeitet wird. Zusammensetzung: Schafgarbe, Ringelblume, Spitzwegerich, Löwenzahn, Alexandrinerklee, Esparsette, Gelbklee, Hornschotenklee, Inkarnatklee, Luzerne, Perserklee, Rotklee, Schwedenklee, Serradella, Weißklee (Die Firma Bruno Nebelung GmbH behält sich vor, die Mischungen je nach Verfügbarkeit der Arten und Sorten innerhalb des angegebenen Qualtiätsniveaus anzupassen.)
Die Anwendung der von den Landwirtschaftskammern anerkannten Grünlandreparatur- und Nachsaatmischung "Dauerweide Standard G V" fördert eine gleichmäßig dichte Narbe und die Schließung von Fehlstellen. Neben der gezielten Nachsaat mit dieser Mischung kann sowohl separat oder zusätzlich die Mischung "Wildwiese mit Klee und Kräutern" oder die "Reh-und Hasengartenmischung" verwendet werden. Diese Leistungsstarke Nachsaatmischung für normale Lagen, ist besonders gut für intensive Bewirtschaftung geeignet. Die schnelle Jugendentwicklung und hohe Konkurrenzkraft vom Deutschen Weidelgras sind für die Nachsaat ein besonderer Vorteil. Zusammensetzung: Deutsches Weidelgras (15/15/20/10/20/20) (Nach Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft nordwestdeutscher Landwirtschaftskammern - Schleswig-Holstein, Hannover, Weser-Ems, Nordrhein-Westfalen)