beim Anbau von Pastinaken
Die leckere Wurzel der Pastinake eignet sich hervorragend für einen Anbau im eigenen Gemüsebeet. Jedoch kann es trotz guter Pflege zu ungewollten Problemen kommen.
Damit Sie diese rechtzeitig erkennen und dagegen vorgehen können, haben wir eine Liste der wichtigsten Kulturprobleme zusammengestellt.
(Foto: Anna – stock.adobe.com)
Schädlinge/Insekten bei Pastinaken
Im Überblick:
Beschreibung: Der ursprünglich aus Asien stammende Japankäfer richtet schwere Schäden an Kultur- und Wildpflanzen an. Der Japankäfer ist 8 bis 12 mm lang. Die Oberseite der Flügel erscheint metallisch kupferfarben, während Kopf und Körper gold-grün schimmern. Gut ist der Japankäfer an den weißen Haarbüscheln zu erkennen, von denen dieser je fünf kleine auf beiden Seiten des Hinterleibs und zwei größere am Körperende trägt. Der Japankäfer gehört zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) und ähnelt in Aussehen und Biologie dem Juni- oder Gartenlaubkäfer. Daher besteht eine Verwechslungsgefahr. Im Gegensatz zum Japankäfer besitzt dieser aber nicht die typischen weißen Haarbüschel.
Die Engerlinge leben im Boden feuchter Wiesen und ernähren sich vorwiegend von Gras- und Kräuterwurzeln. Dies kann einen deutlichen Schaden an Grasflächen oder Kräutern bedeuten. Nachdem sich die Larven verpuppt haben, schlüpfen zwischen Mai und Juni die adulten Japankäfer. Die Hauptflugzeit der Japankäfer liegt zwischen Mitte Mai und Mitte August. Erwachsene Käfer fressen die Blätter der Pflanze an – teilweise bis auf die Zweige, sodass Blattskelette (Skelettierfraß) entstehen können. Befallene Blätter färben sich braun und können abfallen. Wenn eine Pflanze Blüten und/oder Früchte vorweist, sind diese ebenfalls nicht vor zusätzlichen Fraßspuren des Käfers geschützt. Interessanterweise ist zu beobachten, dass sie scheinbar einzelne Pflanzen gänzlich kahlfressen, während benachbarte Pflanzen kaum Schädigungen aufweisen.
Prävention: Es sollte eine mechanische Bodenbearbeitung im frühen Herbst erfolgen. Dies vermindert die Überlebenschance von bodennah fressenden Larven. Im Rahmen dieser Bearbeitung sollten diese Larven erfasst werden. Vermeiden Sie eine Bewässerung von Grasflächen zur Hauptflugzeit, da sich so die Attraktivität für eine Eiablage der Weibchen vermindert. Weiterhin kann eine höhere Rasenschnitthöhe Ausbreitung und Vermehrung des Japankäfers entgegenwirken. Sie können Wirtspflanzen und den umliegenden Boden visuell überwachen. Wenn Sie einen Befall feststellen, sollte dieser unbedingt dem zuständigen Pflanzenschutzdienst gemeldet werden (siehe Abschnitt „Bekämpfung“).
Bekämpfung: Verschiedene Nützlinge wie u.a. Vögel, Maulwürfe, Spitzmäuse, Rollwespen und Laufkäfer fressen die Larven im Boden. Gegen die Larven können außerdem Bakterien (Paenibacillus popilliae), parasitische Nematoden (u.a. Steinernema sp, Heterorhabditis sp.) oder entomopathogene Pilze (Beauveria bassiana, Metarhizium anisopliae) eingesetzt werden. Kleine Ansammlungen der Käfer können mit Lockstofffallen (Pheromone) und durch mechanisches Absammeln bekämpft werden.
Da eine Ausbreitung in Europa unbedingt zu vermeiden ist, sollte bei dem Verdacht auf einen Befall mit dem Japankäfer dieser eingefangen (z.B. in einem Schraubglas) und der zuständige Pflanzenschutzdienst informiert werden. Die Kontaktangaben finden Sie unter www.bvl.bund.de.

Pilzerkrankungen bei Pastinaken
Im Überblick:
Beschreibung: Bereits ab einer Temperatur von 0 °C kann der Becherpilz beginnen zu wachsen. Optimale Bedingungen herrschen ab 20 °C sowie bei feuchter und kühler Witterung. Während der Pilz im Boden saprophytisch überlebt, entstehen im sexuellen Stadium sogenannte Apothecien, in welchen sich die Ascosporen befinden. In die Pflanze gelangt der Erreger oftmals an Stellen, an denen sich lebendes und krankes beziehungsweise absterbendes Gewebe berühren. Dies können zum Beispiel absterbende Blütenblätter sein. In seltenen Fällen können Infektionen auch durch Pilzgewebe am Boden übertragen werden. Es kommt zu faulenden Stellen an Stängeln sowie später eintretende Fäulnis und Welke an der Pastinake selbst. Im Myzel des Becherpilzes entstehen Sklerotien. Diese widerstandsfähigen Dauerkörper können sich im Boden festsetzen und die Erde somit für einen sehr langen Zeitraum (teilweise bis über zehn Jahre) hinweg verseuchen.
Prävention: Damit der Becherpilz sich möglichst nicht weiterverbreiten kann, sollten alle Geräte und Aufbewahrungsutensilien hygienisch gereinigt werden. Außerdem ist eine entsprechende Fruchtfolge mit allen Wirtspflanzen des Pilzes zu planen. Auch ein ausreichend großer Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pastinakenpflanzen ist von Vorteil.
Bekämpfung: Für den Haus- und Kleingarten stehen keine Bekämpfungsmaßnahmen zur Verfügung.
Beschreibung: Die Konidien, mit welchen sich der Pilz fortpflanzt, werden über den Wind verstreut. Des Weiteren kann der Erreger auch mit infizierten Pflanzenresten verschleppt werden. In die Pastinake gelangt der Pilz durch die Stomata. Erste Symptome der Krankheit sind zumeist an älteren Blättern festzustellen. Die Cercospora-Blattfleckenkrankheit führt zu runden oder ovalen Läsionen (Verletzungen des Gewebes) auf Blättern und Spross der Pflanze. Diese sind braungrau und von einem rötlich braunen Rand umzogen. Mit der Zeit werden die Flecken immer größer und gehen ineinander über. Zudem entsteht auf den Läsionen ein weißgraues Pilzgeflecht und es kann zum Austrocknen oder Verfaulen der Stellen kommen, bis schließlich alle Blätter absterben.
Prävention: Ein Fruchtwechsel von mindestens vier Jahren ist zu empfehlen.
Bekämpfung: Ein Einsatz von Fungiziden gegen die Cercospora-Blattfleckenkrankheit ist möglich.

Beschreibung: Trockene und vor allem warme Wetterperioden sind optimale Bedingungen für die Entstehung von Echtem Mehltau. Der Erreger setzt sich auf alten Pflanzenteilen ab und übersteht so auch den Winter. Mithilfe von Wind verbreiten sich die Konidien. Auf der Oberseite der Blätter entsteht ein weißes Myzel, in welchem sich Oidien (Sporen) samt Oidienträgern und Chasmothecien befinden. Letztere sind in Form von schwarzen, winzigen Flecken zu sehen. Der Echte Mehltau bei einem späten Befall ist allerdings aber nicht ertragsrelevant.
Prävention: Sie sollten den Bestand ausreichend und regelmäßig von oben wässern.
Bekämpfung: Mithilfe von Wassergaben können die Oidien geschädigt werden, wodurch sich die Krankheit schlechter ausbreitet. Zudem ist ein Einsatz von Fungiziden (z.B. einem Kupferpräparat) möglich.

Beschreibung: Als Keimlingskrankheiten versteht man das Zusammenkommen mehrerer verschiedener phytopathogener Pilze und Bakterien. In der Regel lösen dabei vor allem Bodenpilze die Krankheiten aus. Die Erreger können sowohl über das Gießwasser oder verunreinigte Gartenutensilien übertragen werden. Häufig aber sitzen die Pilze auf Pflanzenresten am Boden und gehen von dort aus auf die Keimlinge über. Bei heißen Wetterlagen sowie erhöhter Luftfeuchtigkeit oder Luftmangel steigt das Risiko einer Infektion. Ein Symptom der Keimlingskrankheiten ist, dass die Saat zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufläuft. Zudem werden Keimlinge so stark geschwächt, dass sie welken und absterben. Der untere Teil des Stängels bis hin zum Wurzelbeginn weist entweder eine braune bis schwarze Färbung auf oder erscheint glasig. Außerdem kann es zu wässrigen Stellen und Einschnürungen kommen. Der Boden, auf dem die Keimlinge wachsen, ist mit weiß- bis graugefärbten Hyphen, welche an ein Spinnennetz erinnern, überzogen. Manche Pflanzen überstehen eine Erkrankung, sind jedoch anschließend verkümmert und bringen nur minderwertige Setzlinge hervor.
Prävention: Um Keimlingskrankheiten zu vermeiden, ist eine hygienische Reinigung von Arbeitsgeräten und Aufbewahrungsutensilien enorm wichtig. Größere Erdklumpen sollten zu feiner Erde auseinandergebrochen werden. Zudem ist es möglich, verseuchten Boden zu dämpfen.
Bekämpfung: Für den Haus- und Kleingarten stehen keine Bekämpfungsmaßnahmen zur Verfügung.
Beschreibung: Mithilfe von Sklerotien befällt der Pilz die Pastinake über den Boden. Dabei können die Sklerotien über eine sehr lange Zeit in der Erde verharren. Des Weiteren entsteht teilweise die sexuelle Form des Pilzes – in Form von Fruchtkörpern – auf den Sklerotien. In diesen Fruchtkörpern werden Basidiosporen gebildet, welche sich wiederum mithilfe von Wind verbreiten. Optimale Bedingungen für die Entwicklung des Pilzes herrschen bei 20 °C bis 25 °C. Zu erkennen ist der violette Wurzeltöter an dem violetten Myzel, das sich auf der Pastinake bildet. Zunächst sind diese noch rotviolett gefärbt, werden aber im Verlauf der Krankheit dunkler bis hin zu einer schwarzvioletten Farbgebung. Diese Myzelstränge verteilen sich einzeln auf der Pastinake, während das Pilzgeflecht selbst auch dickere Stränge hervorbringen kann. Dort kommt es außerdem zur Bildung von Sklerotien.
Prävention: Für den Haus- und Kleingarten stehen keine Präventionsmaßnahmen zur Verfügung.
Bekämpfung: Die Rüben nehmen den Erreger bereits in der Erde auf, wo er sich nestartig ausbreitet. Deshalb ist eine Bekämpfung des violetten Wurzeltöters nach der Infektion nicht mehr möglich. Auf betroffenen Bereichen sollten für mindestens drei Jahre keine Wirtspflanzen des Erregers angepflanzt werden.
Sie möchten mehr über Pastinaken erfahren?
In unserer Kulturanleitung für Pastinaken erklären wir, wie Sie Pastinaken erfolgreich anbauen, pflanzen und ernten.
Die Bio-Pastinake 'Tender and True' punktet mit weißen, schlank-kegelförmigen Rüben und einem unverwechselbaren würzig-süßlichen Aroma. Ähnlich wie die 'Javelin' kann diese Sorte sowohl roh im Salat als auch als Gemüse oder in der Suppe serviert werden. Die winterharte Pflanze gewährt Ihnen eine lange Erntezeit, die sich durch ihre Robustheit auszeichnet. Schätzen Sie die Qualität von frischen, selbstangebauten Lebensmitteln und steigern Sie Ihre kreativen Kochfähigkeiten mit dieser gesunden Delikatesse. Genießen Sie die Vorzüge dieser Bio-Pastinake und bereichern Sie Ihre Ernährung auf köstliche Weise! Genießen Sie die Vorzüge von Bio-Gemüse aus eigenem Anbau!
Die Pastinake 'Javelin' ist eine wahre Profisorte, die mit ihren schlanken, glatten und einfach zu reinigenden Rüben überzeugt. Sie ist vielseitig einsetzbar und kann roh als Salat, gekocht als Gemüse oder in würzigen Suppen gegessen werden. Durch ihr langanhaltendes würzig-süßliches Aroma bringen Sie Geselligkeit in sämtliche Gerichte. Zusätzlich ist die 'Javelin' winterhart und kann über die kalte Jahreszeit hinweg geerntet werden. Freuen Sie sich auf frisches Gemüse direkt aus dem Garten, auch wenn die Temperaturen sinken. Gestalten Sie Ihre Küche gesund und schmackhaft mit dieser feinen Pastinake! Erleben Sie den unverwechselbaren Geschmack von Pastinaken!
Die robuste Gartensorte 'Halblange weiße' begeistert mit ihren schlanken Rüben, die sich hervorragend für Gemüsegerichte, Salate und Suppen eignen. Ihr würzig-süßliches Aroma bringt eine köstliche Note in Ihre Küche. Dank ihrer Winterhärte können Sie diese Pastinake über die kalten Monate ernten, was sie besonders vielseitig macht. Mit ihrem hohen Gehalt an Nährstoffen, wie Ballaststoffen und Vitamin C, trägt sie zur Gesundheit bei und ist eine willkommene Bereicherung für Ihre winterliche Speisekammer. Der Anbau der 'Halblangen weißen' ist unkompliziert und eignet sich ideal für Gartenneulinge sowie erfahrene Gärtner. Diese Pastinake bevorzugt einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden. Ob im herzhaften Eintopf, als schmackhafte Beilage oder in bunten Salaten – ihr reichhaltiger Geschmack und die Vielseitigkeit machen sie zu einem Gartenfavoriten. Erleben Sie die Freude des eigenen Anbaus und genießen Sie frisches Gemüse direkt aus Ihrem Garten! Entdecken Sie die Möglichkeiten mit der 'Halblange weißen'!