Pastinaken
Pastinaken sind in Europa und Asien beheimatet. Sie gehören zu den Doldenblütlern. Pastinaken wurden schon vor rund 3.000 Jahren als Nahrungspflanzen genutzt. Die Kulturform wurde vermutlich von den Römern mit zu uns gebracht.
Wer Pastinaken selber kultivieren möchte, hat mit dieser Kulturanleitung für Pastinaken den richtigen Ratgeber zur Hand.
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Pastinake oder Wurzelpetersilie?
Die gelblich-weiße Rübe ähnelt jener der Wurzelpetersilie. Die zwei Arten lassen sich aber am Ansatz der Blätter gut unterscheiden:
- Bei Pastinaken ist der Blattansatz in die Rübe eingesenkt, während er bei Petersilienwurzeln hervorsteht.
- Das Laub der Pastinake ist viel grober. Die Blätter sind siebenzählig gefiedert und haben kantige, gefurchte, hohle Stiele.
Pastinaken im eigenen Garten richtig anbauen
Pastinaken sind anspruchslose Pflanzen, die im ersten Jahr rund 50 bis 60 cm hoch anwachsen. Der Blütenstand, der sich im zweiten Jahr bildet, kann eine Höhe von bis zu 120 cm erreichen.
So geht's:
Ab Mitte März bis Ende April erfolgt die Aussaat der Pastinakensamen direkt ins Beet. Dazu werden sie dünn in 2 cm tiefe Furchen mit 40 cm Reihenabstand gestreut und mit Erde abgedeckt. In der Folge sollte der Boden immer gut feucht gehalten werden. Innerhalb von 2 bis 3 Wochen gehen die Samen auf. Die Sämlinge werden auf einen Abstand von 5 bis 15 cm vereinzelt.
Pastinaken lassen sie sich ganz leicht im Hausgarten heranziehen. Voraussetzung ist ein tiefgründiger, lockerer, feuchter und nährstoffreicher Boden. Die Pflanzen wachsen langsam und bilden erst im Juni reichlich Laub. Schnellwachsende Kulturen (zum Beispiel frühe Möhren, Batavia- oder Pflücksalat) können darum gut neben Pastinaken ausgesät werden. Diese sind erntereif, bevor die Pastinaken sie bedrängen. Auf diese Weise kann der Platz im Beet optimal genutzt werden.
Da Pastinaken feuchten Boden mögen, muss während der warmen Sommermonate gegebenenfalls bewässert werden. Dafür aber sind Pastinaken nicht anfällig gegen Krankheiten. Nur Wühlmäuse können Schäden anrichten. Ganz selten werden die Pflanzen von Möhrenfliegen befallen.
Nach 5 bis 7 Monaten, ab Mitte September, können die Pastinaken geerntet werden. Dazu sticht man nahe der Pflanzenbasis mit einer Grabegabel ein und lockert den Boden. Dann können die Rüben leicht herausgezogen werden. Die erntereifen Rüben sind 20 bis 30 cm lang, 6 cm dick und bis zu 1,5 kg schwer. Wenn keine Gefahr durch Wühlmäuse droht, können die Pastinaken den ganzen Winter über im Beet verbleiben und je nach Bedarf geerntet werden.
Damit der Boden nicht zu stark gefriert, können Sie ihn mit einer Schicht Stroh abdecken und Vlies über die Pflanzen ausbreiten. Aus hart gefrorenem Boden kann das Gemüse nämlich nicht geerntet werden.
Werden die Pastinaken bereits im Herbst aus der Erde geholt, können diese wie Karotten in Sand eingeschlagen und gelagert werden. Alternativ bietet es sich an, die Pastinaken erst in Scheiben oder Würfel zu schneiden, dann zu blanchieren und schließlich einzufrieren. Vor dem Frost geerntete Pastinaken schmecken übrigens wie eine Mischung aus Kartoffeln und Möhren mit einem milden Aroma von Sellerie. Durch Frost werden Pastinaken süßer, da ein Teil der Stärke, bei Kälte in Zucker umgewandelt wird.
KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Pastinaken im Überblick
Pastinaken in der Küche
Lange Zeit war die nährstoffreiche Rübe ein wichtiges Nahrungsmittel. Ab dem 18. Jahrhundert wurde die Pastinake bei uns jedoch von der Kartoffel verdrängt. Inzwischen wird die Pastinake in der deutschen Küche wieder öfter verwendet.
Pastinaken enthalten viel Kalium, Eisen, Zink und Folsäure. Ihr Gehalt an leicht verdaulicher Stärke ist gering, dafür enthält sie aber viel Inulin. Dieser Ballaststoff wird bei der Verdauung nicht in Zucker zerlegt, weshalb er auch nicht den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Darum eignen sich Pastinaken gut für Diabetiker. Inulin wirkt sich außerdem positiv auf die Darmflora aus und reguliert die Verdauung. Da sie außerdem wenig Nitrat einlagern, sind Pastinaken als erste Beikost für Babys gut geeignet.
Während die Pastinake in England und in Frankreich zu den traditionellen Gemüsearten gehört, findet sie bei uns erst nach und nach den Weg wieder auf die Teller. Spitzenköche schwören auf das feine Aroma. Pastinaken werden verwendet wie Möhren: Man kann aus ihnen Eintöpfe, Suppen und Pürees zubereiten. Zudem eignen sich die Rüben für Pfannengemüse, Gratins, Kuchen und Desserts. In Streifen geschnitten und mit Öl bestrichen, können diese im Ofen wie Pommes gebacken werden. Auch als panierte Scheiben in der Pfanne frittiert sind sie lecker. Sie dürfen jedoch nicht zu stark angebraten werden, da sie dann bitter werden.
Sie möchten wissen, wie Sie mit Kulturproblemen beim Anbau von Pastinaken umgehen?
Damit Pastinaken auch im eigenen Garten problemlos gedeihen kann, haben wir Ihnen hier eine Liste der wichtigsten Krankheiten und Schädlinge zusammengestellt.
Es wird erklärt, welche Symptome Pastinaken bei einem Befall zeigt, wie Sie vorbeugen und Schädlinge bekämpfen können.
Die Pastinake 'Javelin' ist eine wahre Profisorte, die mit ihren schlanken, glatten und einfach zu reinigenden Rüben überzeugt. Sie ist vielseitig einsetzbar und kann roh als Salat, gekocht als Gemüse oder in würzigen Suppen gegessen werden. Durch ihr langanhaltendes würzig-süßliches Aroma bringen Sie Geselligkeit in sämtliche Gerichte. Zusätzlich ist die 'Javelin' winterhart und kann über die kalte Jahreszeit hinweg geerntet werden. Freuen Sie sich auf frisches Gemüse direkt aus dem Garten, auch wenn die Temperaturen sinken. Gestalten Sie Ihre Küche gesund und schmackhaft mit dieser feinen Pastinake! Erleben Sie den unverwechselbaren Geschmack von Pastinaken!
Die Bio-Pastinake 'Tender and True' punktet mit weißen, schlank-kegelförmigen Rüben und einem unverwechselbaren würzig-süßlichen Aroma. Ähnlich wie die 'Javelin' kann diese Sorte sowohl roh im Salat als auch als Gemüse oder in der Suppe serviert werden. Die winterharte Pflanze gewährt Ihnen eine lange Erntezeit, die sich durch ihre Robustheit auszeichnet. Schätzen Sie die Qualität von frischen, selbstangebauten Lebensmitteln und steigern Sie Ihre kreativen Kochfähigkeiten mit dieser gesunden Delikatesse. Genießen Sie die Vorzüge dieser Bio-Pastinake und bereichern Sie Ihre Ernährung auf köstliche Weise! Genießen Sie die Vorzüge von Bio-Gemüse aus eigenem Anbau!
Die robuste Gartensorte 'Halblange weiße' begeistert mit ihren schlanken Rüben, die sich hervorragend für Gemüsegerichte, Salate und Suppen eignen. Ihr würzig-süßliches Aroma bringt eine köstliche Note in Ihre Küche. Dank ihrer Winterhärte können Sie diese Pastinake über die kalten Monate ernten, was sie besonders vielseitig macht. Mit ihrem hohen Gehalt an Nährstoffen, wie Ballaststoffen und Vitamin C, trägt sie zur Gesundheit bei und ist eine willkommene Bereicherung für Ihre winterliche Speisekammer. Der Anbau der 'Halblangen weißen' ist unkompliziert und eignet sich ideal für Gartenneulinge sowie erfahrene Gärtner. Diese Pastinake bevorzugt einen sonnigen Standort und gut durchlässigen Boden. Ob im herzhaften Eintopf, als schmackhafte Beilage oder in bunten Salaten – ihr reichhaltiger Geschmack und die Vielseitigkeit machen sie zu einem Gartenfavoriten. Erleben Sie die Freude des eigenen Anbaus und genießen Sie frisches Gemüse direkt aus Ihrem Garten! Entdecken Sie die Möglichkeiten mit der 'Halblange weißen'!