Lilien
Es gibt etwa 100 Lilien-Arten. Sie wachsen wild in China, Japan, Nordamerika und in Europa. In Deutschland sind nur die Madonnenlilie, die Türkenbundlilie und die Feuerlilie heimisch. Gartenlilien sind Zuchtformen, die aus Kreuzung verschiedener Wildarten hervorgegangen sind.
Mehr wissenswerte Informationen über Lilien finden Sie in dieser Kulturanleitung
Foto: Bruno Nebelung GmbH
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Die Lilie als anspruchslose Gartenpflanze
Der Boden sollte für die Kultivierung von Lilienzwiebeln humos, mäßig feucht und gut durchlässig sein. Besonders während der Ruhezeit im Winter wird Staunässe nicht vertragen. Lilien mögen beschatteten Boden, bevorzugen an Blüten und Blättern aber Sonne. Sie wachsen darum besonders gut zwischen niedrigen Stauden. Die Wuchshöhe der Sorten variiert zwischen 40 und 140 cm. Kleinere eignen sich für Kübel und Balkonkästen oder für den Beetrand, größere Sorten pflanzt man besser weiter hinten in die Beete. Einige Lilien blühen nach einem milden Winter und einem warmen Frühjahr schon ab Mitte Juni. Die Hauptblütezeit liegt im Juli und August.
Im Laufe der Zeit bilden sich dichte Zwiebelklumpen. Oft lässt nach drei bis vier Jahren das Wachstum nach. Dann kann man die Zwiebeln ausgegraben und die Kräftigsten an anderer Stelle neu pflanzen. Die neu gepflanzten Zwiebeln blühen nach ein bis zwei Jahren wieder. Abgetrennte Brutzwiebeln blühen nach zwei bis vier Jahren.
Die meisten Lilien werden im Frühjahr von März bis Mai eingesetzt. Lilien können aber auch im Herbst zwischen September und Mitte Oktober neu gepflanzt oder geteilt werden. Madonnen-Lilien werden im August gepflanzt. Die Pflanztiefe entspricht immer der 2- bis 3-fachen Zwiebellänge. Kleine Zwiebeln werden nicht so tief eingesetzt wie große.
Im Überblick:
Viele Gartenlilien gehören in die Gruppe der Asiatischen Lilien. Es sind Hybriden aus Kreuzungen von Lilium bulbiferum, Lilium cernuum, Lilium concolor, Lilium lancifolium und anderen. Asiatische Hybriden haben in der Regel mehr als 5 Blüten pro Pflanze. Die Einzelblüte sind mit bis zu 14 cm Durchmesser eher klein. Sie stehen aufrecht, sind flach und sternförmig. Die Blüte setzt früh ein. Diese Lilien haben ein weites Spektrum an kräftigen Farben und zeigen kontrastreiche Muster. ´Monte Negro´ ist eine früh blühende, orange Sorte, die bereits 60 bis 70 Tage nach der Pflanzung blühen kann. Die Pflanzen werden etwa 90 bis 100 cm hoch.
Einige weitere Asiatischen Lilien sind die gelb-rote ´Grand Cru´, die kräftig dunkelrote ´Mapira´, ´Netty´s Pride´ mit kontrastreichen dunkelrot-weißen Blüten und ´Yellow County´.

Orientalische Lilien sind Sorten, die überwiegend in Japan aus Kreuzungen von Lilium auratum, Lilium japonicum, Lilium nobilissimum, Lilium rubellum und Lilium speciosum gezüchtet wurden. Sie blühen rund 10 bis 20 Tage später als Asiatische Lilien. Es sind kräftige, große Pflanzen. Meist tragen die Stiele 3 bis 5 Blüten, die eine Größe von etwa 20 cm erreichen. Die Blüten stehen aufrecht und sind weit geöffnet. Häufig sind die Blütenblattränder gewellt oder gekräuselt. Das Farbspektrum reicht von Weiß und Gelb bis Rosa und Pink. ´Brasilia´ ist eine weiße Sorte, die etwa 120 – 130 cm hoch wird.
Die Lilium longiflorum – Hybriden werden auch als Trompeten-Lilien bezeichnet. Sie sind aus Kreuzungen zwischen Lilium longiflorum, L. formosanum und L. phillippinense entstanden. Ihre 2 – 3 kelchförmige Blüten hängen herunter. Sie duften stark, süßlich. Die Pflanzen werden etwa 1,5 m hoch. Meist sind die Blüten weiß. Durch Einkreuzung anderer Sorten sind auch Trompetenlilien in anderen Farben entstanden. Dazu gehört zum Beispiel ´Pink Perfektion´.
Tigerlilien können bis zu 20 hängende Blüten in einer lockeren Ähre bilden. Die Blütenblätter sind weit nach hinten gebogen und haben ein auffälliges Punktmuster. Sie sind gute Gartenpflanzen, die an günstigen Standorten leicht verwildern. Die Lilium tigrinum ist orange und auf den weit nach hinten gerollten Blütenblättern sind überall bräunliche Tupfen. ´Citronella´ hat die gleiche typische Blütenform und das Muster, ist aber zitronengelb.
Bei ´Fire King´ sind die Blütenblätter nur wenig zurückgebogen und die kräftig orange Blüten haben nur wenigen dunkle Punkte.

Die Kreuzungen von Oriental-Hybriden mit Trompetenlilien werden als OT-Hybriden bezeichnet. Diese Sorten werden oft über 120 cm hoch. Sie haben kräftig gefärbte, große Blüten. Diese sind nicht gänzlich flach und hängen. ´Robert Swanson´ wird rund 110 cm hoch und hat gelbe Blütenblätter mit einem großen, kräftigen braun-roten Fleck. Andere Sorten dieser Gruppe können über zwei Meter hoch werden und werden. Aufgrund ihrer Höhe bezeichnet man die OT-Hybriden auch als Baumlilien.

Durch Kreuzungen zwischen Asiatischen Hybriden und Formen aus der Lilium longiflorum - Gruppe sind die LA-Lilien entstanden. Sie ähneln den Asiatischen Hybriden, haben aber größere Blüten. LA-Lilien wurden in erster Linie für die Produktion von Schnittblumen gezüchtet. Die Pflanzen sind oft über einen Meter hoch und haben fünf oder mehr Blüten.
Topflilien sind klein bleibende Selektionen, die etwa 50 cm hoch werden. Die Sorten aus dem „Pixie Mix“ werden gut 45 cm hoch. Sie wachsen gut in Kübeln und Balkonkästen.
Baumlilien werden dagegen über zwei Meter hoch und sollten mit Stäben gestützt werden. Zu diesen Sorten gehört zum Beispiel ´Visa Versa´.
Bei gefüllten Lilien wie ´Red Twin´ sind die Staubblätter zu blütenblattartigen Strukturen umgeformt. Sie sind pollenlos und darum besonders als Schnittblumen und Allergiker interessant.
Der häufigste Schädling an Lilien ist das Lilienhähnchen. Die erwachsenen Käfer fressen im Frühjahr bereits an der Fritillaria und legen dort auch vereinzelt Eier ab. Hauptsächlich findet man die Tiere aber etwas später an Lilien. Besonders schädlich sind die Larven, da sie über Wochen hinweg an den Blättern fressen. Bei starkem Befall können die Pflanzen absterben. Auch Schnecken mögen Lilien. Sie fressen nicht nur die Blätter, sondern die Triebspitzen mit Knospen und Stängel.
KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Lilien im Überblick
Für ein elegantes Schauspiel im Garten und im Haus sorgt die Trompetenlilie 'Lilium regale', denn sie verschönert neben Beeten auch Vasen. Die Blüten haben eine Trompetenform. Außen sind sie in einem hellen Pupurton gefärbt, während die Blütenblätter innen weiß sind.Ihr zarter Duft betört nicht nur Hobbygärtner, Familie und Freunde, sondern auch Nützlinge wie Bienen und Hummeln. Die Blütezeit dauert von Juni bis Juli an und wird Sie zudem über einen längeren Zeitraum erfreuen, denn diese Lilie ist mehrjährig und verwildert gut. Sie erreicht eine Höhe von 120 cm.
Im Beet oder auch in der Vase: Die Asiatische Lilie 'Grand Cru' blüht von Juni bis Juli in Ihrem Garten und kann aber auch für wunderschöne Sträuße geschnitten werden. Die Blüten dieser Lilie haben eine gelbe Farbe und ein rotbraunes Herz, das für einen besonderen optischen Effekt sorgt.Sie wächst auf eine Höhe von bis zu 90 cm heran und gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Zudem ist die 'Grand Cru' äußerst nützlingsfreundlich.
Kiepenkerl Prärielilie Camassia cusickii – XXL-Blumenzwiebeln für extragroße Blüten Die Prärielilie Camassia cusickii von Kiepenkerl ist eine elegante XXL-Blumenzwiebel für alle, die ihren Garten natürlich und dauerhaft bepflanzen möchten. Von Mai bis Juni erscheinen zahlreiche zart hellblaue, sternförmige Blüten, die sich an einem länglich-schmalen Blütenstand zu dekorativen Blütenkerzen sammeln. Mit einer Wuchshöhe von etwa 60 bis 80 Zentimetern wirkt die Prärielilie sowohl als Solistin als auch in Gruppen sehr eindrucksvoll. Im Frühjahr treiben aus den eiförmigen bis kugeligen Zwiebeln schmale, stiellose Blätter, die in einer Rosette zusammenstehen. Die blattlosen Blütenstände steigen darüber auf und setzen klare, vertikale Akzente im Beet. Camassia cusickii verwildert gut und bildet mit der Zeit dauerhafte Bestände. Die Blüten sind für Insekten eine gern genutzte Nektar- und Pollenquelle. Für ein gesundes Wachstum braucht die Prärielilie einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit humosem, sandig-lehmigem und nährstoffreichem Boden. Je sonniger der Platz, desto gleichmäßiger sollte der Boden im Frühjahr feucht sein. In eher trockenen Gärten ist ein halbschattiger Standort ideal. Gepflanzt wird im Herbst, von September bis November, etwa 10 bis 15 Zentimeter tief. Wunderschöne Partner sind spätblühende Tulpen, Narzissen, Pfingstrosen, Akeleien, Indianernessel, Agastache oder Prachtscharten. Die langen Blütenkerzen eignen sich zudem sehr gut als haltbare Schnittblumen.
Mit großen sternförmigen Blüten weiß die Oriental-Lilie 'Stargazer' zu beeindrucken. Die Blütenblätter sind am Rand weiß bis rosafarben und gehen zur Mitte hin in einen intensiven Rosarotton über. Durch ihre kräftigen Stiele erreicht diese Lilie eine Höhe von bis zu 90 cm im Beet, wo sie zwischen Juni und Juli blüht.Genauso schön macht sie sich auch als Schnittblume für ansprechende Sträuße. Des Weiteren verbreitet sie einen zarten Duft, der nicht nur Sie, sondern auch Bienen und andere Nützlinge überzeugen wird.
Für einen intensiven Farbtupfer im Beet sorgt die Lilie 'Fire King'. Die sternenförmige Blüte hat einen kräftigen Orangerotton und zudem dunkle Sprenkel im Inneren. Durch ihr attraktives Aussehen eignet sich diese Lilie auch für ansprechende Blumensträuße. Des Weiteren zieht sie Bienen, Hummeln und andere Nützlinge an und versorgt sie mit Nahrung.Die 'Fire King' gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort, wo sie bis zu 120 cm hoch werden kann. Zwischen Juni und Juli steht sie in voller Blüte.
Wunderschöne Sommersträuße können Sie kreieren mit der Baumlilie 'Urandi' von Kiepenkerl. Sie bringt von Juli bis September hellrosafarbene Blüten, die in der Mitte gelb sind und auffällige dunkle Staubblätter haben.Die mehrjährige Pflanze wächst mit der Zeit auf eine Höhe von bis zu 2,4 m heran und wirkt deshalb besonders gut als Hintergrundpflanzung. Die 'Urandi' verwildert gut und blüht von Juli bis September. Des Weiteren verbreitet sie einen herrlichen Duft, der Bienen und andere Nützlinge anlockt.
Nur online – Baumlilien-Mischung 'Giant Tree & Flowers' mit erstaunlichen Wuchshöhen und imposanten Blüten. Diese außergewöhnlichen Baumlilien vereinen die kraftvolle Robustheit asiatischer Arten mit dem sinnlichen Blütenluxus orientalischer Sorten – für eine Blütenshow, die ihresgleichen sucht. Ob im Beet, im Kübel oder in der Vase: Diese Lilien sind pflegeleichte Alleskönner – Jahr für Jahr! Die optimale Pflanzzeit für Baumlilien ist im Herbst (September bis Oktober). Pflanzen Sie die Zwiebeln direkt nach dem Kauf, da sie empfindlich gegenüber Austrocknung sind. Wählen Sie einen sonnigen bis halbschattigen Standort, an dem die Pflanzen täglich mindestens 4 bis 6 Stunden direktes Sonnenlicht erhalten. Die Pflanztiefe sollte etwa 30 bis 40 cm betragen – das entspricht etwa dem Dreifachen der Zwiebelhöhe. Halten Sie einen Abstand von 20 bis 30 cm zwischen den einzelnen Zwiebeln ein. Der Boden sollte humusreich, locker und gut durchlässig sein. In schweren Böden empfiehlt sich die Einarbeitung von Sand oder feinem Kies, um Staunässe zu vermeiden. Baumlilien beeindrucken mit spektakulären Blüten, die meist von Juli bis September erscheinen sowie mit ihrer imposanten Wuchshöhe. An einem optimalen Standort entwickeln die Baumlilien, im zweiten bzw. dritten Standjahr, ihre volle Dimension. Sie überschreiten dann sogar die 2-Meter-Marke und werden damit ihrer Bezeichnung als Baumlilien gerecht. Die Farbpalette reicht von leuchtendem Gelb über tiefes Rot und zartes Rosa bis hin zu reinem Weiß. Die Blütenfarben verlaufen ineinander und changieren während der Blütezeit. Es gibt zweifarbige Sorten, welche zum Beispiel im Grund leuchtend gelb sind und rosa gerandet. Die Lilien-Mischung 'Giant Tree & Flowers' enthält aber auch dreifarbige Sorten, welche im Grund Pastellgelb, innen weiß mit einem zartrosa Hauch und außen dunkel rot-violett gefärbt sind. Einige Sorten verströmen einen intensiven Duft und locken damit zahlreiche Insekten an. Die kräftigen, aufrecht wachsenden Stängel tragen mehrere große Blüten, welche nacheinander erst aufblühen und sollten bei höheren Exemplaren gestützt werden. Baumlilien sind mehrjährig und winterhart – vorausgesetzt, der Boden ist gut drainiert. In rauen Lagen empfiehlt sich eine leichte Abdeckung mit Mulch über den Winter. Während der Wachstumsphase benötigen die Pflanzen eine gleichmäßige, aber maßvolle Wasserversorgung – die Erde sollte stets feucht, aber nie nass sein. Am besten morgens gießen. Gedüngt wird zu Beginn des Austriebs mit einem organischen Dünger. Nach der Blüte kann die Pflanze weiter gedüngt werden, um die Zwiebel zu stärken – jedoch nur, solange das Laub noch grün ist. Sobald es gelb wird oder welkt, endet die Versorgung. Die Baumlilien verwildern leicht und bilden im Laufe der Zeit dichte, natürlich wirkende Bestände.
Für atemberaubende Blüten sorgt die Lilien-Hybride 'Friso'. Diese sternenförmigen Blüten weisen eine beeindruckende Zweifarbigkeit auf, denn sie haben einen weißen Rand und ein purpurfarbenes Inneres. Zudem duftet die 'Friso' angenehm zart und lockt Bienen, Schmetterlinge, Hummeln und andere Nützlinge an.An einem sonnigen bis halbschattigen Standort wächst diese Lilie bis zu 140 cm hoch. Im Juni und Juli steht sie in voller Blüte. Wenn Sie möchten, können Sie die hübsche Blume schneiden und als Schnittblume in eine Vase stellen.