Weil Dahlien nicht winterhart sind, schrecken viele Hobbygärtner vor ihrem Anbau zurück. Jedoch sind das Ausgraben der Knollen und ihre Lagerung in der frostfreien Garage oder im kühlen Keller weder schwierig noch besonders aufwendig. Wie Sie erfolgreich Dahlien im eigenen Garten anbauen, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.
Dahlien werden im Frühjahr gepflanzt, wenn der Boden frostfrei ist, also ungefähr im Mai. Bei ihrer Lagerung über den Winter verlieren die Dahlien Feuchtigkeit. Darum ist es wichtig, dass Sie die Knollen vor dem Pflanzen gut wässern. Legen Sie die Knollen dazu am besten über Nacht in einen Eimer mit Wasser. Sind die Knollen sehr groß, empfiehlt es sich, sie zu teilen. Dazu bricht man entweder Einzelknollen ab oder teilt die Knolle mit einem scharfen Messer.
Heben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch an einem sonnigen Standort aus und legen die Knolle hinein, ohne dass Teile abbrechen. Durch frische Verletzungen könnten Pilze in das Gewebe eindringen. Das Loch sollte so tief sein, dass der Wurzelhals mit den Knospen 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Der Wurzelhals muss dabei nach oben zeigen.
Dahlien werden recht groß und benötigen im Sommer viel Platz. Daher sollte der Pflanzabstand nicht zu dicht sein, da sich die Pflanzen sonst in ihrem Wuchs behindern. Bei kleineren Sorten reicht ein Abstand von 30 x 40 cm. Bei kräftigen Sorten sollten Sie einen Pflanzabstand von 100 cm einhalten.
Wenn Sie Dahlien ab März im Haus vorkultivieren, können Sie im Mai nach den letzten Frösten bereits Pflanzen mit kräftigen Trieben auspflanzen. Dazu lassen Sie die Dahlien am besten an einem hellen, nicht zu warmen Ort austreiben. Im Freiland blühen sie dann etwa 4 bis 6 Wochen früher als direkt ins Freiland gepflanzte Knollen.
Übrigens: Wenn Sie für die Vorkultur einen ausreichend großen Kübel verwenden, können die Pflanzen den ganzen Sommer in den Gefäßen kultiviert werden. So holen Sie sich die Pflanzenschönheiten auch auf den Balkon oder die Terrasse.
Die ersten Dahlienblüten öffnen sich im Schnitt Ende Juni. Je nach Sorte und in Abhängigkeit davon, ob die Dahlie vorkultiviert wurde oder nicht, kann dieser Zeitpunkt jedoch auch einige Wochen früher oder später eintreten. Zur Freude jedes Gärtners bilden sich bis zum ersten Frost im Herbst ständig neue Knospen. So können Sie sich den ganzen Sommer über bis in den Herbst hinein an Ihren Dahlien erfreuen.
Viel Pflege brauchen Dahlien im Kulturverlauf nicht, allerdings können Sie mit wenig Aufwand die Blütenpracht den ganzen Sommer über vermehren:
Geringfügig düngen: Düngen Sie die Dahlie wöchentlich schwach. Das hilft der Pflanze, ihre Reserven für den Winter zu sammeln.
Gut wässern: Die Dahlien haben viel Laub und verdunsten reichlich Wasser. Sie müssen darum in Trockenzeiten gut gewässert werden. Geben Sie reichlich Wasser mit der Gießkanne oder dem Schlauch direkt auf den Wurzelbereich der Pflanzen.
Verblühte Blüten entfernen: Wenn Sie regelmäßig (etwa einmal die Woche) verblühte Blüten entfernen, regt das Seitenknospen zum Austrieb an und fördert so die Bildung neuer Blüten. Außerdem blühen die Dahlien üppiger.
Rankhilfen verwenden: Höhere Sorten und solche mit besonders großen Blüten sollten Sie mit Stäben stützen und anbinden. Die Triebe sind zwar kräftig, können aber von Wind und Regen niedergedrückt werden und dann brechen.
Sobald der erste Frost kommt, wird das Laub welk und es wird Zeit, die Dahlie für die Überwinterung vorzubereiten. Bevor die Pflanzen aus der Erde genommen werden, sollten Sie die Triebe etwa 10 cm über der Erde zurückschneiden. Danach werden die Knollen aus der Erde ausgegraben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Knollen, die über den Sommer gewachsen sein können, nicht verletzen. Die ausgegrabenen Knollen werden dann vom groben Schmutz befreit und notfalls abgespült. Für die Lagerung der Dahlienknollen an einem dunklen Ort bei etwa 5 bis 8 °C haben sich luftige Holz- oder Kunststoffkisten bewährt.
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