Bohnenkraut
Bohnenkraut gehört zur Familie der Lippenblütler. Es gibt rund 40 verschiedene Arten, wobei das einjährige Sommerbohnenkraut und das mehrjährige Winterbohnenkraut die beiden bekanntesten sind.
Was dabei alles beachtet werden sollte, erfahren Sie in dieser Kulturanleitung für Bohnenkraut.
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Sommer- und Winterbohnenkraut im Detail
Das Sommerbohnenkraut wächst buschig und wird maximal 40 cm hoch. Die schmal-lanzettlichen Blätter haben einen stark würzigen Duft, dessen Aroma sich kurz vor und während der Blüte am besten entfaltet. Die zierlichen Lippenblüten sind blass lila und blühen eher unscheinbar von Juli bis Oktober.
Das Winterbohnenkraut wächst als immergrüner Halbstrauch und ist robuster als das Sommerbohnenkraut. In sehr kalten Regionen und besonders rauen Wintern kann es allerdings auch die Blätter verlieren. Winterbohnenkraut hat ein noch kräftigeres Aroma, kann aber ähnlich wie das Sommerbohnenkraut verwendet werden. Man kann es als Einfassung oder kleine Hecke pflanzen. Die kleinen Blüten in blasser lila, weißer oder hellrosa Farbe dienen auch als Bienenweiden.
Bohnenkraut im eigenen Garten richtig anbauen
Von den rund 40 Bohnenkrautarten ist in Mitteleuropa eigentlich keine Art heimisch. Dennoch kann es unter den richtigen Bedingungen auch hierzulande problemlos und ohne große Pflege angebaut werden. Sowohl für Sommerbohnenkraut als auch für Winterbohnenkraut ist ein sonniger Standort optimal. Während Sommerbohnenkraut einen leichten Boden bevorzugt, fühlt sich das Winterbohnenkraut auf einem kargen, anspruchslosen Boden am wohlsten, der gut entwässert.
So geht's:
DIe Bohnenkrautsamen können von April bis Juni in eine Tiefe von ca. 0,5 cm ausgesät werden. Sommerbohnenkraut benötigt dann bei Temperaturen zwischen 16 und 20 °C etwa 18 bis 24 Tage bis zur Keimung. Winterbohnenkraut braucht eine Woche länger. Man kann entweder direkt ins Feld säen oder die Pflanzen in Töpfen kultivieren. Der Abstand zwischen den Pflanzen im Feld sollte 25 x 30 cm betragen.
Sommerbohnenkraut sollte im Kräutergarten am besten einen separaten Platz bekommen. Das hat vor allem zwei Vorteile: Sie haben immer einen Nachschub an Sämlingen, die durch Selbstaussaat der Pflanze entstehen, und zugleich werden diese Sämlinge zwischen anderen Pflanzen nicht zum Problem.
Bohnenkraut ist am richtigen Standort anspruchslos. Im Laufe der Wachstumszeit werden die Spitzen des Sommerbohnenkrauts immer schwerer und neigen sich zum Boden. Dann empfiehlt es sich, die Pflanzen zu stützen. Zudem ist Sommerbohnenkraut keine winterharte Pflanze. Das Kraut muss also jedes Jahr aufs Neue aus Samen gezogen werden.
Winterbohnenkraut sieht durch einen Beschnitt nicht nur gepflegter aus, sondern wird dadurch auch dichter. Als winterharte Pflanze kann es auch in der kalten Jahreszeit im Beet verbleiben, um im nächsten Frühjahr wieder neu auszutreiben. Zum Schutz sollte Winterbohnenkraut im Winter aber mit einer Plastikhaube abgedeckt oder in ein Frühbeet gesetzt werden.
Von Juni bis September können Sie Bohnenkraut ernten. Dabei kommen nur die Blätter und Triebspitzen und nicht auch die Blüten infrage. Knipsen Sie die Triebe möglichst regelmäßig ab, damit die Pflanzen nicht auswachsen. Sofern Sie Winterbohnenkraut im Kübel angebaut haben, können Sie es im Winter auch ins Haus an einen hellen Platz stellen. So haben Sie die Möglichkeit, nahezu ganzjährig die Pflanze beernten zu können. Bohnenkraut lässt sich darüber hinaus auch hervorragend trocknen. Dabei verliert es nicht sein Aroma, ist aber wesentlichen länger haltbar.
KulturKompakt: Alle wichtigen Kulturhinweise für Bohnenkraut im Überblick
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